Ein CDN ist eine Gruppe von Servern an vielen Standorten, die Kopien von Daten vorhalten, damit Anfragen vom nächstgelegenen Server beantwortet werden [4]. Das Zwischenspeichern dieser Kopien heißt CDN-Caching. Anders als der Browser-Cache, der nur einem Nutzer gehört, ist ein CDN ein geteilter Cache. MDN beschreibt ihn als Cache zwischen dem Ursprungsserver und den Clients, der eine einzige Antwort für mehrere Benutzer wiederverwendet [1].
Was ein CDN speichert
Welche Dateien ein CDN von sich aus zwischenspeichert, legt jeder Anbieter selbst fest. Bei Cloudflare zum Beispiel richtet sich das Standardverhalten nach der Dateiendung. Stylesheets, Skripte, Bilder, Schriften oder PDF-Dateien werden gespeichert, HTML-Seiten und JSON standardmäßig nicht [2]. Wer auch die Seiten selbst am Netzrand ausliefern will, muss das ausdrücklich einstellen. Zwischengespeichert werden dort nur GET-Anfragen. Auch ohne Cache-Control-Header kann Cloudflare bestimmte Statuscodes speichern, darunter 200, 206 und 301, eine Weiterleitung mit 301 etwa für 120 Minuten [2]. Wer eine Weiterleitung ändert, sieht die neue am Netzrand deshalb womöglich erst nach Ablauf dieser Zeit.
Der Ursprungsserver redet mit. Schickt er Cache-Control mit private, no-store, no-cache oder max-age=0, speichert Cloudflare die Antwort nicht. Mit public und einem max-age über null wird sie gespeichert [2]. Enthält die Antwort einen Set-Cookie-Header, bleibt sie ebenfalls außen vor [2]. Für geteilte Caches gibt es außerdem die Direktive s-maxage. Sie gilt nur dort, private Caches ignorieren sie, und sie hat für geteilte Caches Vorrang vor max-age [1]. So kann ein Bild im CDN einen Tag frisch bleiben und im Browser nur eine Stunde.
Personalisierte Inhalte
Das größte Risiko beim CDN-Caching sind Seiten, die für jeden Besucher anders aussehen: Warenkorb, Kundenkonto, Begrüßung mit Namen. MDN rät ausdrücklich davon ab, personalisierte Inhalte im geteilten Cache zu speichern [1]. Landet so eine Antwort im CDN, sieht der nächste Besucher womöglich die Daten des vorigen. Für solche Seiten gehört private oder no-store in den Header.

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CDN-Caching und Crawling
Für Suchmaschinen hat ein CDN zwei Seiten. Google crawlt Websites hinter einem CDN schneller, weil die Bremse für überlastete Server später greift [3]. Neue Adressen kennt der Cache aber noch nicht. Veröffentlicht eine Website viele Seiten auf einmal, muss der Ursprungsserver jede davon mindestens einmal selbst ausliefern [3]. Kritisch wird es, wenn das CDN statt der Seite eine Fehlerseite mit Statuscode 200 ausliefert. Google nennt das besonders schädlich [3]. Wie der Googlebot durch Schutzfunktionen ausgesperrt werden kann, erklärt der Eintrag CDN.
Den Überblick über alle Ebenen gibt Caching, den Seitencache im CMS der Eintrag Full-Page-Cache. Wie WordPress Caching und CDN verbindet, zeigt WordPress Caching und CDN. Geht es um messbare Ladezeiten, hilft die Leistung Core Web Vitals verbessern.
Wenn du ein CDN nutzt und nicht sicher bist, ob es deine HTML-Seiten oder nur Bilder und Skripte ausliefert, sprechen wir in der gratis Sprechstunde darüber.
- Organisation Cache-Control. MDN Web Docs (Mozilla). Stand 31.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Default cache behavior. Cloudflare Docs. Stand 14.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Crawling December: CDNs and crawling (Martin Splitt, Gary Illyes). Google Search Central Blog. Stand 24.12.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation CDN (Glossar). MDN Web Docs (Mozilla). Stand 31.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Speichert ein CDN auch HTML-Seiten?
Das hängt vom Anbieter und der Einstellung ab. Cloudflare speichert HTML standardmäßig nicht, Bilder, Stylesheets und Skripte dagegen schon.
Was ist s-maxage?
Eine Direktive im Header Cache-Control, die nur für geteilte Caches wie ein CDN gilt. Dort hat sie Vorrang vor max-age, Browser ignorieren sie.
Kann ein CDN falsche Inhalte an Besucher ausliefern?
Ja, wenn personalisierte Seiten im geteilten Cache landen. MDN rät, solche Inhalte nicht im geteilten Cache zu speichern, dafür gibt es private und no-store.
Hilft CDN-Caching beim Crawling?
Laut Google crawlt der Googlebot Websites hinter einem CDN schneller. Neue Adressen muss der Ursprungsserver aber mindestens einmal selbst ausliefern.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


