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Was ist Code-Splitting?

Code-Splitting teilt den JavaScript-Code einer Website in mehrere kleinere Dateien auf. Beim Aufruf lädt der Browser nur den Teil, der für den Start gebraucht wird, der Rest folgt erst, wenn eine Funktion ihn braucht. Das verkürzt die Ladezeit und entlastet den Hauptthread, sodass die Seite schneller auf Eingaben reagiert.

Umzugswagen vor einem Haus, einige Kartons werden zuerst hineingetragen, der Rest wartet ordentlich auf dem Gehweg
Bild: KI-generiert

Moderne Websites bündeln ihren JavaScript-Code oft in einer großen Datei, dem JavaScript-Bundle. Der Browser muss sie vollständig laden, auswerten und ausführen, bevor alles funktioniert, auch Code für Funktionen, die der Besucher nie aufruft. Code-Splitting zerlegt dieses Bundle in mehrere Teile, im Fachjargon Chunks. web.dev beschreibt Code-Splitting als Technik, die die Startzeit so kurz wie möglich halten soll [1]. Geladen wird zuerst, was die Seite sofort braucht.

So funktioniert das Aufteilen

Das wichtigste Werkzeug ist der dynamische Import. Im Gegensatz zur festen import-Anweisung am Anfang einer Datei ist import() ein Ausdruck, der ein Modul asynchron lädt und ein Promise zurückgibt [2]. Das Modul wird erst ausgewertet, wenn der Code diese Stelle erreicht. Ein einmal geladenes Modul bleibt im Speicher, spätere Importe lösen keine neue Anfrage aus [2]. Ein Beispiel aus web.dev: Der Code zur Prüfung eines Formulars lädt erst, wenn jemand das Formular abschickt [1].

Köchin in den Vierzigern nimmt in einer Restaurantküche nur wenige vorbereitete Schalen aus einem großen Regal
Bild: KI-generiert

Bundler wie webpack, Parcel und Rollup erkennen dynamische Importe und legen dafür eigene Dateien an [1]. web.dev nennt außerdem zwei verbreitete Muster: Bibliotheken von Drittanbietern kommen in ein eigenes Bundle, das der Browser lange zwischenspeichern kann, und viele Frameworks teilen den Code nach Routen oder Komponenten auf [1]. Dann lädt die Seite "Kontakt" nicht den Code der Seite "Produktkonfigurator".

MDN rät, dynamische Importe nur dort zu verwenden, wo sie nötig sind. Für Abhängigkeiten, die beim Start ohnehin gebraucht werden, ist der statische Import besser, weil Werkzeuge ihn leichter analysieren und ungenutzten Code entfernen können [2].

Wirkung auf Ladezeit und Bedienbarkeit

Weniger JavaScript beim Start bedeutet laut web.dev kürzere Ladezeiten und eine Seite, die früher bedienbar ist [1]. Ist der Hauptthread frei, reagiert die Seite schneller auf Klicks und Eingaben, das verbessert INP. Bei Seiten, die ihren Inhalt erst im Browser aufbauen, kann auch LCP profitieren [1].

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Worauf du bei SEO achten musst

Für Suchmaschinen ist entscheidend, wann ein Teil nachlädt. Google interagiert nicht mit der Seite, es scrollt und klickt also nicht [3]. Inhalte, die erst nach einem Klick oder einer anderen Nutzeraktion geladen werden, landen deshalb womöglich nicht im Index. Code-Splitting eignet sich gut für Funktionen wie Chat-Fenster, Bildergalerien oder Rechner. Text, Überschriften und Links, die gefunden werden sollen, gehören in den Teil, der ohne Zutun des Besuchers lädt. Nach unserer Erfahrung lohnt sich nach dem Umbau ein Blick in den Test für Live-URLs der Search Console, ob der Hauptinhalt im gerenderten HTML steht.

Geschlossener Holzschrank mit einer leicht geöffneten Schublade in einem ruhigen Lesesaal im Tageslicht
Bild: KI-generiert

Mehr zum Zusammenspiel von JavaScript und Suche steht im Ratgeber JavaScript-SEO: Grundlagen und im Eintrag JavaScript-SEO. Für Onlineshops gibt es die Frage Wie hält man Theme und JavaScript im Shop schlank?.

Deine Seite lädt ein großes Skript, und du weißt nicht, welche Teile davon später kommen könnten? Darüber sprechen wir in der gratis Sprechstunde.

  1. Organisation Reduce JavaScript payloads with code splitting (Houssein Djirdeh, Jeremy Wagner). web.dev (Google). Stand 05.11.2018. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation import(). MDN Web Docs. Stand 31.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Probleme mit Lazy-Loading-Inhalten von Websites beheben. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Was bringt Code-Splitting?

Der Browser lädt beim Start weniger JavaScript. Die Seite wird schneller bedienbar und reagiert flüssiger auf Eingaben, weil der Hauptthread weniger zu tun hat.

Wie setzt man Code-Splitting um?

Meist über dynamische Importe mit import(), die Bundler wie webpack, Parcel oder Rollup in eigene Dateien aufteilen. Viele Frameworks teilen den Code außerdem nach Routen auf.

Kann Code-Splitting dem Ranking schaden?

Wenn Inhalte erst nach einem Klick oder Scrollen geladen werden, findet Google sie womöglich nicht, weil es nicht mit der Seite interagiert. Indexierbarer Text gehört deshalb in den Teil, der ohne Nutzeraktion lädt.

Sollte man jedes Modul dynamisch laden?

Nein. MDN rät, dynamische Importe nur bei Bedarf einzusetzen. Was beim Start ohnehin gebraucht wird, lädt man besser statisch.

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