Generative KI ist der Sammelbegriff für Systeme der künstlichen Intelligenz, die neue Inhalte erzeugen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beschreibt generative KI-Modelle als Teilgebiet der universell einsetzbaren KI-Modelle. Sie werden mit großen Datenmengen trainiert, lernen darin Muster und erzeugen daraus neue Texte, Bilder, Musik und Videos, die diesen Mustern folgen [1]. Für Texte stecken dahinter meist große Sprachmodelle, erklärt im Eintrag LLM. Bekannte Anwendungen sind Chatbots wie ChatGPT.
Stärken und Risiken
Das BSI nennt als Einsatzfelder unter anderem das Übersetzen und Klassifizieren von Texten, das Aufbereiten großer Datenmengen und das Erzeugen oder Verbessern visueller Darstellungen [1]. Zugleich warnt es vor neuartigen IT-Sicherheitsrisiken: Bildgeneratoren können Falschmeldungen und Social-Engineering-Angriffe unterstützen, und mit gezielt formulierten Prompts, den Prompt Injections, lassen sich Schutzmechanismen eines Modells umgehen [1].

Für Inhalte auf Websites ist eine andere Schwäche wichtiger. Google schreibt, dass KI-Modelle wahrscheinliche Wortfolgen vorhersagen, statt Fakten nachzuschlagen, und dabei Fehler erfinden können [2]. Diese Erfindungen heißen Halluzinationen, mehr dazu unter Halluzination. Google rät deshalb, alles, was ein KI-Werkzeug erzeugt, vor der Veröffentlichung von Hand zu prüfen, auch Titel, Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte [2].
Was Google zu KI-Inhalten sagt
Im Februar 2023 hat Google seine Haltung im Search Central Blog erklärt: Die Ranking-Systeme achten auf die Qualität eines Inhalts und weniger darauf, wie er entstanden ist [3]. Automatisierung, auch mit KI, die vor allem Rankings manipulieren soll, verstößt dagegen gegen die Spamrichtlinien [3]. Heute steht das in einer eigenen Anleitung. Generative KI darf bei Recherche und Gliederung helfen. Viele Seiten mit solchen Werkzeugen zu erzeugen, die Nutzern nichts bieten, kann gegen die Regel zu skalierten Inhalten verstoßen [2]. Google verweist dazu auf die Richtlinien für seine Qualitätsbewerter, die minderwertige, automatisch erzeugte Inhalte beschreiben. Die Bewertungen dieser Prüfer wirken sich laut Google nicht direkt auf das Ranking aus [2].

Zur Offenlegung rät Google, Lesern verständlich zu machen, wie ein Inhalt entstanden ist, wo sie das erwarten würden [2]. Eine KI als Autor anzugeben, hält Google dafür nicht für den besten Weg [3]. Für Onlinehändler im Merchant Center gilt eine feste Vorgabe: KI-erzeugte Bilder brauchen IPTC-Metadaten mit dem DigitalSourceType TrainedAlgorithmicMedia [2]. KI-erzeugte Produktdaten wie Titel und Beschreibungen müssen dort getrennt angegeben und als KI-generiert gekennzeichnet werden [2].
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Generative KI und die Suche
Generative KI verändert auch die Suche selbst. Suchsysteme wie die KI-Übersichten von Google oder Chatbots mit Websuche schreiben Antworten und nennen dabei Quellen. Wie Inhalte dort auftauchen, ist Thema der Seiten zur KI-Suche, etwa Content für KI-Antworten schreiben. Den Begriff dazu erklärt der Eintrag GEO. Die Kurzantwort auf die häufigste Frage gibt Ist KI-Content bei Google erlaubt.
Über den Einsatz generativer KI für Texte und Bilder deiner Website und darüber, wie du die Ergebnisse prüfst, sprechen wir in der gratis Sprechstunde.
- Behörde Künstliche Intelligenz. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Leitfaden der Google Suche zur Verwendung von KI-generierten Inhalten auf deiner Website. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Leitfaden der Google Suche zu KI-generierten Inhalten. Google Search Central Blog. Stand 08.02.2023. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist generative KI einfach erklärt?
KI-Modelle, die aus großen Datenmengen Muster lernen und daraus neue Texte, Bilder, Musik oder Videos erzeugen. Chatbots und Bildgeneratoren sind die bekanntesten Beispiele.
Erlaubt Google Texte, die mit generativer KI erstellt wurden?
Ja, wenn sie hilfreich sind und die Spamrichtlinien einhalten. Viele Seiten ohne Nutzen massenhaft zu erzeugen, kann gegen die Regel zu skalierten Inhalten verstoßen.
Was sind Halluzinationen bei generativer KI?
Erfundene Aussagen, die plausibel klingen. Sie entstehen, weil Modelle wahrscheinliche Wortfolgen vorhersagen, statt Fakten nachzuschlagen. Google rät, alle KI-Ausgaben vor der Veröffentlichung zu prüfen.
Muss ich KI-Bilder im Onlineshop kennzeichnen?
Für das Google Merchant Center brauchen KI-erzeugte Bilder IPTC-Metadaten mit dem DigitalSourceType TrainedAlgorithmicMedia. Andere Pflichten hängen vom Einzelfall ab.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


