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Was ist ein HTTP-Header?

Ein HTTP-Header ist eine Zusatzangabe, die Client und Server mit einer Anfrage oder Antwort übermitteln. Er besteht aus einem Namen, einem Doppelpunkt und einem Wert, etwa Content-Type: text/html. Für SEO wichtig sind vor allem X-Robots-Tag, der Link-Header mit rel="canonical", Location bei Weiterleitungen und Angaben zu Caching und Komprimierung.

Postbeamter in den Fünfzigern sortiert Briefumschläge in hölzerne Fächer, Aufschriften aus der Ferne nicht lesbar
Bild: KI-generiert

Wenn ein Browser eine Seite abruft, schicken er und der Server sich mehr als nur das HTML. Vor dem eigentlichen Inhalt stehen Kopfzeilen mit Zusatzangaben, die HTTP-Header. MDN beschreibt sie als Weg, auf dem Client und Server zusätzliche Informationen mit einer Anfrage oder Antwort übermitteln [1]. In HTTP/1.x besteht ein Header aus einem Namen, bei dem Groß- und Kleinschreibung keine Rolle spielt, einem Doppelpunkt und einem Wert, etwa "Allow: POST" [1]. Unter HTTP/2 und neuer erscheinen die Namen in den Entwicklerwerkzeugen in Kleinbuchstaben, und es gibt Pseudo-Header, die mit einem Doppelpunkt beginnen, etwa ":status: 200" [1].

Welche Arten es gibt

MDN ordnet Header nach ihrem Zweck. Anfrage-Header sagen etwas über die gewünschte Ressource oder den anfragenden Client. Antwort-Header beschreiben die Antwort, etwa ihren Ort oder den ausliefernden Server. Repräsentations-Header nennen Medientyp und Kodierung oder Komprimierung des Inhalts, Payload-Header Angaben wie die Länge der übertragenen Daten [1]. Eine zweite Einteilung betrifft Zwischenstationen: End-to-End-Header müssen bis zum Empfänger durchgereicht werden, Hop-by-Hop-Header gelten nur für eine einzelne Verbindung und dürfen von Proxys nicht weitergegeben werden [1].

Kurierin in den Dreißigern übergibt an einer Haustür ein Paket mit angeheftetem Lieferschein
Bild: KI-generiert

Eigene Header bekamen früher das Präfix X-. Diese Gewohnheit wurde 2012 mit RFC 6648 verworfen [1]. Deshalb tragen manche bekannte Header wie X-Robots-Tag das X noch im Namen, während neuere ohne auskommen.

Header, die für SEO zählen

Der wichtigste ist der X-Robots-Tag. Mit "X-Robots-Tag: noindex" in der Antwort sagt der Server, dass eine Datei nicht indexiert werden soll. Das ist vor allem für PDFs und Bilder nützlich, in die sich kein robots-Meta-Tag schreiben lässt [2]. Mehrere Regeln lassen sich kombinieren, und vor den Regeln kann ein bestimmter Crawler genannt werden [2].

Steuerberaterin in den Vierzigern stellt in einem kleinen Büro gedruckte Merkblätter in ein Wandregal
Bild: KI-generiert

Über den Link-Header lässt sich eine kanonische Adresse angeben, auch für Dokumente ohne HTML wie PDF-Dateien. Google empfiehlt dafür absolute Adressen und wertet diesen Weg nur für die Websuche aus [3]. Die Anleitung dazu steht im Ratgeber Canonical über HTTP-Header.

Weitere Header begegnen dir bei der technischen Prüfung ständig. Location nennt bei einer Weiterleitung die Zieladresse, Content-Type den Medientyp, Content-Encoding das Komprimierungsverfahren, Cache-Control die Regeln für Zwischenspeicher und Vary die Anfrage-Header, nach denen ein Cache unterscheiden muss [1]. Zusammen mit dem HTTP-Statuscode bilden sie den Kopf jeder Antwort. Was Content-Encoding in der Praxis heißt, zeigt der Eintrag GZIP-Komprimierung, Sicherheits-Header erklären HSTS und Content Security Policy.

Angenommen, ein Steuerbüro stellt Merkblätter als PDF online und in der Suche erscheinen die PDFs statt der Seiten, auf denen die Merkblätter erklärt sind. Mit einem X-Robots-Tag noindex für die PDF-Dateien hält das Büro sie aus dem Index heraus, ohne sie von der Website zu nehmen. Gibt es dasselbe Merkblatt zusätzlich als Word-Datei, kann deren Link-Header auf die PDF-Fassung als kanonische Adresse zeigen, so wie in Googles eigenem Beispiel [3].

Du weißt nicht, welche Header dein Server mitschickt oder wo du sie einstellst? Darüber sprechen wir in der gratis Sprechstunde.

  1. Organisation HTTP-Header. MDN Web Docs (Mozilla). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Spezifikationen für Robots-Meta-Tag, data-nosnippet und X-Robots-Tag. Google Search Central. Stand 25.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Kanonische URL mit rel="canonical" und anderen Methoden angeben. Google Search Central. Stand 15.07.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Wo sehe ich die HTTP-Header einer Seite?

In den Entwicklerwerkzeugen des Browsers im Bereich Netzwerk. Dort stehen zu jeder Anfrage die Anfrage- und Antwort-Header, unter HTTP/2 in Kleinbuchstaben.

Ist Groß- und Kleinschreibung bei Headern wichtig?

Beim Namen nicht. Content-Type und content-type meinen denselben Header.

Kann ich eine PDF-Datei per Header von der Indexierung ausschließen?

Ja, mit X-Robots-Tag: noindex in der Antwort des Servers. Google nennt den Header ausdrücklich für Dateien wie PDFs und Bilder.

Welche HTTP-Header sind für SEO wichtig?

Vor allem X-Robots-Tag, der Link-Header mit rel="canonical" und Location bei Weiterleitungen. Für Ladezeit und Caching zählen Content-Encoding, Cache-Control und Vary.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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