Technisch braucht eine Website für HTTPS ein Zertifikat und einen Server, der verschlüsselte Verbindungen anbietet. Wie die Verschlüsselung selbst funktioniert, erklärt der Eintrag SSL/TLS-Verschlüsselung. Die HTTPS-Umstellung ist der Schritt danach: Aus jeder Adresse mit http:// wird eine mit https://. Die Änderung der URL von HTTP zu HTTPS nennt Google ausdrücklich als Beispiel für einen Websiteumzug mit URL-Änderung [1]. Jede Seite bekommt also eine neue Adresse, und Google muss lernen, dass die alte nicht mehr gilt.
Was dazugehört
Die Grundlage sind serverseitige, dauerhafte Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Adresse, bevorzugt mit 301 oder 308 [1]. Die Weiterleitungen bleiben möglichst lange bestehen, mindestens etwa ein Jahr [1]. Mehr zur Weiterleitung selbst steht unter 301-Weiterleitung. Dazu kommen laut Google mehrere Anpassungen auf der Website [1]:

- Jede neue Adresse trägt ein rel="canonical", das auf sich selbst zeigt.
- Interne Links verweisen direkt auf die https-Adressen.
- Die neue Sitemap wird in der Search Console eingereicht.
- Alte und neue Fassung sind in der Search Console bestätigt, bei HTTPS also auch die http-Variante.
Das Tool zur Adressänderung in der Search Console brauchst du für den Wechsel von HTTP zu HTTPS laut Google nicht [1]. Mit vorübergehenden Schwankungen im Ranking solltest du rechnen [1]. Wie die Search Console den Stand der Umstellung zeigt, erklärt Bericht HTTPS verstehen.
Gemischte Inhalte
Ein häufiger Rest nach der Umstellung sind Bilder, Skripte oder Schriften, die noch über http:// eingebunden sind. MDN nennt das Mixed Content und beschreibt, dass Browser Bild-, Video- und Audioanfragen automatisch auf HTTPS heben und unsichere Anfragen für alle anderen Ressourcen blockieren [2]. Ein Skript, das noch über http:// geladen wird, fällt also aus. Nach unserer Erfahrung stecken solche Reste oft in alten Beiträgen, im Theme oder in eingebundenen Formularen, und eine Suche nach "http://" in Datenbank und Vorlagen findet die meisten.

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HTTPS als Rankingsignal
Google hat am 07.08.2014 bekannt gegeben, HTTPS als Signal im Ranking zu nutzen. Es war damals ein sehr leichtes Signal, das weniger als 1 Prozent der weltweiten Suchanfragen betraf und weniger Gewicht hatte als etwa hochwertige Inhalte [3]. Der Beitrag gab dazu Hinweise für die Umstellung: kein Sperren der HTTPS-Seite per robots.txt, möglichst kein noindex, Zertifikate mit 2048-Bit-Schlüssel, die Wahl zwischen Einzel-, Multi-Domain- und Wildcard-Zertifikat, relative Adressen für eigene Ressourcen und ein Test der Konfiguration mit dem Werkzeug von Qualys SSL Labs [3]. Die Einordnung dieser Ankündigung liefert die News HTTPS als Rankingsignal (August 2014), die Kurzantwort die Frage Ist HTTPS ein Rankingfaktor. Wie Browser danach dauerhaft nur noch HTTPS nutzen, beschreibt HSTS.
Wenn deine Website noch Adressen mit http:// ausliefert oder nach der Umstellung Warnungen zeigt, sprechen wir in der gratis Sprechstunde darüber.
- Organisation Website migrieren. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Mixed Content. MDN Web Docs (Mozilla). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation HTTPS as a ranking signal. Google Search Central Blog. Stand 07.08.2014. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ist die Umstellung auf HTTPS ein Umzug für Google?
Ja. Google nennt den Wechsel von HTTP zu HTTPS ausdrücklich als Beispiel für einen Websiteumzug mit URL-Änderung. Deshalb gehören dauerhafte Weiterleitungen und angepasste interne Links dazu.
Wie lange müssen die Weiterleitungen von http auf https bleiben?
Google rät, sie so lange wie möglich beizubehalten, mindestens etwa ein Jahr.
Brauche ich das Tool zur Adressänderung?
Nein. Google schreibt, dass es für den Wechsel von HTTP zu HTTPS nicht nötig ist. Wichtig ist, beide Varianten in der Search Console zu bestätigen.
Verliere ich durch die Umstellung Rankings?
Google kündigt vorübergehende Schwankungen an. Dauerhafte Weiterleitungen, aktualisierte interne Links und eine neue Sitemap sind die Schritte, die Google für den Umzug nennt.
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