Bei der Mobile-First-Indexierung bewertet und indexiert Google eine Website anhand ihrer mobilen Fassung. Den Abruf übernimmt der Googlebot Smartphone [1]. Die Umstellung begann 2016 und ist seit Oktober 2023 abgeschlossen [3]. Für die Praxis heißt das: Was auf dem Smartphone fehlt, kann Google nicht in die Bewertung einbeziehen, auch wenn es auf dem Desktop steht.
Warum Google umgestellt hat
Im November 2016 kündigte Google erste Versuche an. Die Begründung: Die meisten Menschen suchten bereits mit einem Mobilgerät, die Rankingsysteme betrachteten aber meist noch die Desktopfassung. Hatte die mobile Seite weniger Inhalt, bewertete Google eine Seite, die Nutzer so gar nicht zu sehen bekamen [2]. Es blieb dabei ein einziger Index, nur die Grundlage wechselte [2].
Am 31.10.2023 meldete Google den Abschluss [3]. Einige wenige Websites, die auf Mobilgeräten gar nicht funktionieren, ruft Google vorerst weiter mit dem alten Desktop-Crawler ab, etwa wenn die mobile Fassung per robots.txt gesperrt ist oder alle mobilen Seiten auf die Startseite weiterleiten [3]. Das Crawling mit dem Desktop-Crawler will Google so weit wie möglich zurückfahren [3]. Die Geschichte der Umstellung erzählt die Meldung Mobile-First-Indexierung: der Weg bis 2023.
Was auf beiden Fassungen gleich sein muss
Google beschreibt in seinen Best Practices, worauf es ankommt [1]. Die mobile Seite sollte denselben Hauptinhalt, dieselben Überschriften und dieselben Alt-Texte der Bilder haben wie die Desktopfassung. Titel und Meta-Description sollten übereinstimmen, ebenso die robots-Meta-Tags; vor allem darf auf der mobilen Seite kein noindex stehen. Strukturierte Daten gehören auf beide Fassungen [1]. Inhalte in Akkordeons oder Tabs sind erlaubt [1]. Hauptinhalte, die erst nach einer Nutzeraktion laden, etwa nach einem Wischen oder Tippen, sieht Google nicht, weil der Crawler solche Aktionen nicht auslöst [1]. Bei Bildern rät Google, auf beiden Fassungen dieselben Bildadressen zu verwenden, damit der Verkehr aus der Bildersuche nicht einbricht. Werbung sollte die Better Ads Standards einhalten, denn falsch eingesetzte Werbung kann das Ranking der mobilen Seite beeinträchtigen [1].

Als Umsetzung empfiehlt Google Responsive Webdesign, weil es am einfachsten zu bauen und zu pflegen ist [1]. Wer noch eine getrennte mobile Adresse auf einer eigenen m.-Subdomain betreibt, braucht zu jeder Desktopseite eine gleichwertige mobile Seite; leitet eine fehlende mobile Seite auf die Startseite weiter, können Seiten aus dem Index fallen [1].
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Abgrenzung zur mobilen Optimierung
Die Mobile-First-Indexierung beschreibt, welche Fassung Google liest. Wie gut sich eine Seite auf dem Smartphone bedienen lässt, mit Schriftgröße, Tippzielen und Ladezeit, ist eine eigene Aufgabe, die der Eintrag Mobile Optimierung erklärt. Nach unserer Erfahrung finden sich die meisten Probleme bei Websites, die mobil Texte, Tabellen oder interne Links aus Platzgründen weglassen. Eine Prüfliste bietet der Ratgeber Mobile-First-Indexierung beachten, kurz beantwortet die Frage Wie funktioniert Mobile-First-Indexierung das Thema.

Deine mobile Seite zeigt weniger als die Desktopfassung, und du fragst dich, was Google davon sieht? Darüber sprechen wir in der gratis Sprechstunde, bring die Adresse mit.
- Organisation Best Practices für mobile Websites und die Mobile-First-Indexierung. Google Search Central. Stand 20.02.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Mobile-first indexing. Google Search Central Blog (Doantam Phan). Stand 04.11.2016. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Mobile-first indexing has landed: thanks for all your support. Google Search Central Blog (John Mueller, Nir Kalush). Stand 31.10.2023. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Gilt die Mobile-First-Indexierung für alle Websites?
Google hat die Umstellung im Oktober 2023 für abgeschlossen erklärt. Nur wenige Websites, die mobil gar nicht funktionieren, ruft Google vorerst noch mit dem Desktop-Crawler ab.
Werden Inhalte in Akkordeons oder Tabs gewertet?
Google erlaubt solche Inhalte ausdrücklich. Wichtig ist, dass sie im HTML der mobilen Seite stehen und nicht erst nach einer Aktion nachgeladen werden.
Brauche ich eine eigene mobile Website?
Google empfiehlt Responsive Webdesign, also eine Seite, die sich an die Bildschirmbreite anpasst. Getrennte mobile Adressen sind möglich, aber aufwendiger zu pflegen.
Muss meine Desktopseite trotzdem gut sein?
Ja, denn viele Besucher kommen weiter am Computer. Für Indexierung und Ranking zählt aber die mobile Fassung.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


