Remarketing bedeutet, Menschen erneut mit Werbung anzusprechen, die schon einmal mit einem Unternehmen zu tun hatten. Das können Besucher der Website sein, Nutzer einer App oder Kunden, deren Kontaktdaten vorliegen. Bekannt ist der Begriff vor allem aus Google Ads. Dort heißt die Funktion inzwischen "Segmente mit selbst erhobenen Daten". Laut Google dienen diese Segmente dem Remarketing: Anzeigen sollen Menschen aus dem Segment erreichen, wenn sie Websites von Google oder seinen Partnern besuchen [1, 2]. Den verwandten Begriff erklärt der Eintrag Retargeting.
Woher die Daten kommen
Google nennt mehrere Quellen für solche Segmente [1]. Am bekanntesten sind frühere Besucher einer Website oder App. Beim dynamischen Remarketing sehen Nutzer Anzeigen für genau die Produkte oder Leistungen, die sie sich angesehen haben. Daneben gibt es Segmente aus Menschen, die mit Videos oder dem Kanal auf YouTube interagiert haben, und den Kundenabgleich mit hochgeladenen Kontaktdaten. Such-Segmente umfassen frühere Besucher, die nach dem Verlassen der Website auf Google weitergesucht haben. Weitere Segmente bilden Nutzer einer App und Menschen, die ein Lead-Formular in Google Ads abgeschickt haben [1]. Ausgespielt werden die Anzeigen auf Websites und in Apps des Displaynetzwerks, in der Suche und auf YouTube [1]. Wie das Displaynetzwerk aufgebaut ist, beschreibt Display-Netzwerk.

Grenzen aus Googles Richtlinien
Remarketing fällt unter Googles Richtlinie zu eingeschränktem Targeting in personalisierten Anzeigen [2]. Wer Produkte aus sensiblen Bereichen wie Gesundheit, religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung oder finanzielle Schwierigkeiten bewirbt, darf laut Google keine selbst zusammengestellten Zielgruppen verwenden, und der Kundenabgleich wird dort nicht unterstützt [2]. Personalisierte Anzeigen für Menschen unter 18 Jahren lässt Google nicht zu [2]. Segmente dürfen nicht so eng kombiniert werden, dass nur eine sehr kleine Gruppe übrig bleibt, und Werbetreibende müssen ihre Datenschutzerklärung für diese Segmente ergänzen [2]. Genaue Standortdaten dürfen laut Richtlinie ohne Einwilligung nicht an Google gesendet werden [2]. Listen zum Ausschließen dürfen Werbetreibende um Personen erweitern, die keine Anzeigen sehen sollen. Dass diese Personen tatsächlich keine sehen, garantiert Google nicht [2]. Google bietet außerdem an, die Erhebung von Remarketing-Daten für Nutzer abzuschalten, die keine personalisierte Werbung wünschen [1].

Welche rechtlichen Voraussetzungen darüber hinaus gelten, etwa für die Einwilligung der Besucher, klärst du mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Wie ein Banner technisch Zustimmungen abfragt, erklärt Cookie Consent.
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Was das für deine Website heißt
Website-Segmente entstehen aus Besuchen, die auf der Website erfasst werden [1]. Remarketing ist also nur so gut wie die Seiten, auf die eine Anzeige zurückführt. Wer einen Besucher ein zweites Mal ansprechen will, braucht eine Zielseite, die seine Frage besser beantwortet als beim ersten Besuch. Für Anzeigen auf Google zählt dabei unter anderem die Erfahrung auf der Landingpage, die Google im Qualitätsfaktor bewertet. Was Anzeigen im Vergleich zu SEO kosten, beantwortet Was kostet Google Ads im Vergleich zu SEO. SEO NW arbeitet mit dem Schwerpunkt organische Suche.
Für die Frage, ob sich Werbung an frühere Besucher bei deiner Besucherzahl überhaupt lohnt, gibt es die gratis Sprechstunde.
- Organisation Segmente mit selbst erhobenen Daten. Google Ads-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Eingeschränktes Targeting in personalisierten Anzeigen. Google Werberichtlinien-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist Remarketing?
Werbung für Menschen, die schon Kontakt mit einem Unternehmen hatten, etwa über einen Besuch der Website oder eine App. In Google Ads heißt die Funktion heute Segmente mit selbst erhobenen Daten.
Wo erscheinen Remarketing-Anzeigen bei Google?
Laut Google-Ads-Hilfe auf Websites und in Apps des Displaynetzwerks, in der Suche und auf YouTube.
Was ist dynamisches Remarketing?
Eine Form, bei der Nutzer Anzeigen für genau die Produkte oder Leistungen sehen, die sie sich vorher angesehen haben.
Was ist der Unterschied zwischen Remarketing und Retargeting?
Beide meinen das erneute Ansprechen früherer Kontakte. Nach unserer Einschätzung ist Remarketing vor allem der frühere Name der Funktion in Google Ads, die dort heute Segmente mit selbst erhobenen Daten heißt. Retargeting wird allgemeiner gebraucht.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


