Retargeting heißt, Werbung gezielt an Menschen auszuspielen, die schon Kontakt mit einem Unternehmen hatten. Typisch sind Besucher eines Onlineshops, die sich ein Produkt angesehen, es aber nicht gekauft haben und danach in sozialen Netzwerken oder auf anderen Websites eine Anzeige dafür sehen. Das Wort stammt aus dem Online-Marketing und beschreibt das Vorgehen allgemein. Die Werbesysteme benennen ihre Funktionen dafür unterschiedlich. Google nennt sie Remarketing, heute "Segmente mit selbst erhobenen Daten" [1]. Meta bietet vergleichbare Funktionen in seiner Entwicklerdokumentation unter Custom Audiences und Produkt-Zielgruppen [2, 3].
Retargeting bei Meta
Bei Meta entsteht eine Website-Zielgruppe aus Menschen, die eine bestimmte Seite besucht oder dort eine Aktion ausgeführt haben. Die Daten dafür sammelt das Meta-Pixel auf der Website. Wer Ereignisse über die Conversions API übermittelt, kann eine solche Zielgruppe auch ohne zusätzlichen Upload anlegen [2]. Kundenlisten lassen sich ebenfalls als Zielgruppe nutzen. Meta verlangt, dass solche Daten vor dem Hochladen mit dem Verfahren SHA256 gehasht werden, und das Werbekonto muss die Nutzungsbedingungen für Custom Audiences akzeptiert haben, sonst schlägt das Anlegen fehl [2]. Die allgemeinen Grundlagen erklärt der Eintrag Custom Audience.

Für Shops gibt es Produkt-Zielgruppen. Meta beschreibt sie als besondere Form der Custom Audience, die dynamisch aus Produktereignissen erzeugt wird [3]. So lässt sich etwa eine Zielgruppe aus Menschen anlegen, die Produkte angesehen oder in den Warenkorb gelegt, den Kauf aber nicht abgeschlossen haben [3]. Auf der Website müssen dafür Ereignisse wie ViewContent, AddToCart und Purchase eingerichtet sein, in Apps übernehmen das die App Events [3]. Seit dem 02.09.2025 markiert Meta außerdem Custom und Lookalike Audiences, die auf bestimmte Gesundheitszustände oder die finanzielle Lage schließen lassen. Markierte Zielgruppen lassen sich nicht für neue Kampagnen verwenden [2].
Retargeting bei Google
Bei Google laufen solche Kampagnen über Segmente aus eigenen Daten. Dazu gehören frühere Besucher einer Website oder App, Menschen, die mit einem YouTube-Kanal interagiert haben, und das dynamische Remarketing, bei dem Nutzer genau die Produkte sehen, die sie sich angeschaut haben [1]. Die Anzeigen erscheinen im Displaynetzwerk, in der Suche und auf YouTube [1]. Die Einzelheiten und Googles Grenzen für sensible Themen stehen im Eintrag Remarketing.
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Vor dem Start klären
Retargeting über Website-Besuche setzt voraus, dass ein Pixel oder Tag auf der Website das Verhalten der Besucher erfasst. Dazu kommt die Frage, wohin die Anzeige führt: Wer einen Besucher ein zweites Mal anspricht, sollte ihm eine Seite zeigen, die seine offene Frage beantwortet, etwa zu Lieferzeit, Größe oder Preis. Welche rechtlichen Voraussetzungen dafür gelten, vor allem zur Einwilligung, klärst du vorab mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Wie Pixel und Conversions API technisch eingerichtet werden, beschreibt Meta Pixel und CAPI einrichten. SEO NW arbeitet mit dem Schwerpunkt organische Suche. Wer Meta-Kampagnen betreuen lassen möchte, findet die Leistung Meta Ads Management.

Wenn du wissen willst, welche Werbe-Pixel deine Website heute schon lädt, sprechen wir in der gratis Sprechstunde darüber.
- Organisation Segmente mit selbst erhobenen Daten. Google Ads-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Custom Audiences (Marketing API). Meta for Developers. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Dynamic Product Audiences (Marketing API). Meta for Developers. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist Retargeting?
Werbung für Menschen, die schon Kontakt mit einem Unternehmen hatten, zum Beispiel Besucher eines Onlineshops, die nichts gekauft haben. Sie sehen danach Anzeigen in sozialen Netzwerken oder auf anderen Websites.
Wie funktioniert Retargeting bei Facebook und Instagram?
Meta bildet Website-Zielgruppen aus Daten des Meta-Pixels oder der Conversions API. Für Shops gibt es Produkt-Zielgruppen aus Ereignissen wie ViewContent, AddToCart und Purchase.
Ist Retargeting dasselbe wie Remarketing?
Beide meinen das erneute Ansprechen früherer Kontakte. Nach unserer Einschätzung ist Remarketing vor allem der frühere Name der Funktion in Google Ads, die dort heute Segmente mit selbst erhobenen Daten heißt. Retargeting wird allgemeiner verwendet.
Was brauche ich für Retargeting auf meiner Website?
Ein Pixel oder Tag, das Besuche und Aktionen erfasst, und ein Werbekonto bei der jeweiligen Plattform. Die rechtlichen Voraussetzungen, etwa zur Einwilligung, solltest du vorab klären lassen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


