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Was ist Scraping?

Scraping ist das automatische Auslesen von Inhalten fremder Websites durch Programme. Im SEO meint der Begriff meist, kopierte Inhalte ohne eigenen Beitrag erneut zu veröffentlichen, um damit zu ranken. Google zählt das zu den Spamrichtlinien, auch wenn die Texte leicht umformuliert oder als Feed übernommen werden.

Alter Kopierraum mit geöffnetem Kopiergerät und Stapeln leerer Papierbögen im kühlen Neonlicht
Bild: KI-generiert

Beim Scraping liest ein Programm die Inhalte einer Website aus, so wie ein Crawler es tut, und speichert sie weiter. Technisch steckt dahinter nichts Besonderes. Preisvergleiche, Archive und Forschungsprojekte lesen ebenfalls Seiten automatisch aus. Im SEO hat das Wort trotzdem einen schlechten Klang, weil es meist um Websites geht, die fremde Texte, Bilder oder Videos übernehmen und als eigene Seiten in die Suche bringen wollen.

Was Google als Scraping wertet

In den Spamrichtlinien beschreibt Google Scraping so: Inhalte von anderen Websites werden, oft mit automatisierten Methoden, kopiert und auf einer eigenen Website veröffentlicht, um das Ranking zu manipulieren [1]. Als Beispiele nennt Google vier Muster [1]:

Zwei Hände schneiden auf einem Holztisch mit einer Schere Formen aus leerem Papier, ringsum Schnipsel
Bild: KI-generiert
  • fremde Inhalte neu veröffentlichen, ohne eigene Inhalte oder einen Nutzen hinzuzufügen oder ohne die Quelle zu nennen,
  • Texte kopieren, leicht abwandeln, etwa durch Synonyme oder automatische Verfahren, und erneut veröffentlichen,
  • Inhaltsfeeds anderer Websites wiedergeben, ohne Nutzern einen eigenen Wert zu bieten,
  • Websites, die Videos, Bilder oder andere Medien fremder Seiten einbetten oder zusammentragen, ohne dass Nutzer davon etwas haben.

Entscheidend ist also, ob am Ende etwas Eigenes entsteht. Ein Zitat mit Quellenangabe in einem eigenen Artikel entspricht keinem der vier Beispiele. Eine Seite, die nur Herstellertexte oder Nachrichtenfeeds spiegelt, kommt dagegen in die Nähe der Regel. Die Abgrenzung zu doppelten Inhalten auf der eigenen Website erklärt der Eintrag Duplicate Content, die Massenproduktion dünner Seiten die Frage Was ist Scaled Content Abuse.

Wenn deine Inhalte kopiert werden

Häufiger als die Frage, ob man selbst scrapen darf, ist der umgekehrte Fall: Eine fremde Website zeigt deine Texte. Die robots.txt hilft dagegen nur bedingt. Google schreibt, dass Crawler nicht verpflichtet sind, ihre Anweisungen einzuhalten. Googlebot und andere seriöse Crawler halten sich daran, andere womöglich nicht [2]. Wer Inhalte wirklich schützen will, braucht laut Google andere Mittel, etwa einen Passwortschutz auf dem Server [2]. Für öffentliche Seiten ist das meist keine Lösung. Wie du gezielt einzelne KI-Crawler aussperrst, beschreibt der Beitrag KI-Crawler in der robots.txt steuern.

Frau in den Dreißigern hält am Fenster zwei gleiche leere Blätter nebeneinander und vergleicht sie
Bild: KI-generiert

Gehen für eine Website sehr viele gültige Anträge auf Entfernung aus urheberrechtlichen Gründen ein, kann Google laut seinen Richtlinien andere Inhalte dieser Website in den Suchergebnissen herabstufen [1]. Auch andere Entfernungsanträge nutzt Google laut Richtlinien als Signal, etwa wegen Verleumdung, Produktfälschungen oder gerichtlich angeordneter Entfernungen [1]. Ob und wie du rechtlich gegen eine Kopie vorgehst, ist eine Frage für eine Anwältin oder einen Anwalt und gehört nicht in dieses Glossar. Für die Suche lohnt es sich, im Leistungsbericht der Search Console zu beobachten, ob deine eigene Seite für ihre Suchbegriffe weiter erscheint. Wie Google unter gleichen Fassungen eine Adresse auswählt, erklärt der Eintrag Canonical-Tag.

Eine fremde Seite zeigt deine Texte und rankt womöglich sogar damit? Darüber sprechen wir in der gratis Sprechstunde.

  1. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Einführung zu robots.txt-Dateien. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Ist Scraping verboten?

Das automatische Auslesen an sich ist eine Technik. Google wertet es als Spam, wenn kopierte Inhalte ohne eigenen Beitrag veröffentlicht werden, um zu ranken. Rechtliche Fragen, etwa zum Urheberrecht, klärst du mit einer Anwältin oder einem Anwalt.

Ist eine leicht umgeschriebene Kopie auch Scraping?

Ja. Google nennt ausdrücklich Inhalte, die kopiert, leicht abgewandelt, etwa durch Synonyme, und erneut veröffentlicht werden.

Schützt die robots.txt vor Scrapern?

Nur vor Crawlern, die sich daran halten. Laut Google sind Crawler nicht verpflichtet, die Anweisungen zu befolgen. Für echten Schutz nennt Google zum Beispiel einen Passwortschutz.

Darf ich fremde Inhalte zitieren?

Ein Zitat mit Quellenangabe innerhalb eines eigenen Beitrags fällt nicht unter Googles Beispiele für Scraping. Wo die rechtlichen Grenzen eines Zitats liegen, beantwortet diese Seite nicht.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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