Trust-Signale, auf Deutsch Vertrauenssignale, sind alles, woran Besucher erkennen, dass hinter einer Website ein echter und verlässlicher Anbieter steht. Ein Onlineshop zeigt etwa, wie man ihn erreicht, wie Rücksendungen ablaufen und welche Zahlungsarten es gibt. Ein Handwerksbetrieb nennt Anschrift, Telefonnummer und Meisterbetrieb, eine Fachseite die Namen und Qualifikation ihrer Autoren. Für die Suche ist der Begriff interessant, weil Google Vertrauen ausdrücklich zum Maßstab für gute Seiten macht.
Was Google unter Vertrauen versteht
In den Richtlinien für Suchqualitätsbewerter steht Vertrauen im Zentrum von E-E-A-T. Bewerter sollen prüfen, wie genau, ehrlich, sicher und verlässlich eine Seite ist [1]. Wie viel Vertrauen nötig ist, hängt laut Google von der Seite ab. Onlineshops brauchen sichere Bezahlsysteme und einen verlässlichen Kundendienst, Produkttests sollen ehrlich sein und beim Kauf helfen [1]. Kontakt- und Kundendienstangaben nennen die Richtlinien für Websites, die mit Geld umgehen, äußerst wichtig [1]. Seiten mit Bezahlfunktion sollen eine niedrige Bewertung bekommen, wenn sie zu wenig Kontakt- oder Kundendienstinformationen bieten [1].

Bei Shops sollen die Bewerter gezielt nach Kontaktangaben und nach den Regeln für Bezahlung, Umtausch und Rückgabe suchen [1]. Andere Websites brauchen weniger: Eine Humorseite muss laut den Richtlinien nicht so ausführlich über sich informieren wie eine Bank [1]. Erfahrung, Fachwissen und Autorität stützen das Vertrauen. Die Richtlinien fragen etwa, ob man eher der Produktbewertung von jemandem traut, der das Produkt selbst benutzt hat, oder von jemandem, der es nie in der Hand hatte [1].
Die Bewerter haben laut Google keinen Einfluss auf das Ranking von Seiten, und ihre Ergebnisse fließen nicht direkt in die Ranking-Algorithmen ein. E-E-A-T ist laut Google selbst kein bestimmter Rankingfaktor [2]. Google fragt Websitebetreiber aber, ob für Besucher offensichtlich ist, wer die Inhalte erstellt hat, und ob Autorenangaben zu Informationen über die Verfasser führen [2]. Wie sich Erfahrung, Fachwissen und Autorität insgesamt zeigen lassen, erklärt der Eintrag E-E-A-T-Signale.
Typische Trust-Signale
Die Grundlage sind Angaben, die ohnehin vorgeschrieben oder schnell gemacht sind. Nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz haben Diensteanbieter für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste bestimmte Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten [3]. Dazu kommen nach unserer Einschätzung eine Kontaktseite mit mehreren Wegen, klare Preise, Liefer- und Rückgabebedingungen, eine verschlüsselte Verbindung und eine Über-uns-Seite mit echten Menschen. Bei Kundenbewertungen kommt es darauf an, wer sie geschrieben hat. Die Richtlinien halten selbst fest, dass "Bewertungen" des Herstellers oder bezahlter Werbepartner wegen des Interessenkonflikts weniger vertrauenswürdig sind [1].

Nach unserer Erfahrung bringen Siegel und Auszeichnungen wenig, wenn niemand sie nachprüfen kann. Ein Gütesiegel ohne Link auf den Aussteller oder eine Auszeichnung ohne Jahr wirkt auf aufmerksame Besucher wie Dekoration. Wie das in Shops aussieht, beschreibt die Seite Trust-Elemente im Onlineshop, wie Vertrauen insgesamt entsteht, die Frage Wie baue ich Vertrauen auf?
Du fragst dich, ob deine Website auf neue Besucher vertrauenswürdig wirkt? Darüber sprechen wir in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Search Quality Rater Guidelines (General Guidelines), Abschnitte 2.5.3, 3.4 und 5.5. Google. Stand 11.09.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Hilfreiche, zuverlässige und nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG): Allgemeine Informationspflichten. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Welche Trust-Signale sind am wichtigsten?
Das hängt von der Website ab. Für Shops und alle Seiten, auf denen Geld fließt, nennen Googles Richtlinien Kontakt- und Kundendienstangaben äußerst wichtig. Bei Fachinhalten zählen nachvollziehbare Autorenangaben.
Sind Trust-Signale ein Rankingfaktor?
Nicht als einzelner Faktor. Google schreibt, dass E-E-A-T selbst kein bestimmter Rankingfaktor ist. Vertrauenswürdigkeit gilt in den Richtlinien für Bewerter aber als wichtigster Teil von E-E-A-T.
Helfen Gütesiegel bei Google?
In den Richtlinien für Bewerter vom 11.09.2025 kommen Gütesiegel als Signal nicht vor. Nach unserer Einschätzung wirken sie für Besucher dann, wenn sie sich beim Aussteller nachprüfen lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Trust-Signal und E-E-A-T-Signal?
Trust-Signale beziehen sich auf die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters und der Website. E-E-A-T-Signale umfassen zusätzlich Erfahrung, Fachwissen und Autorität der Verfasser.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


