Kurz-Fakten
- Die alte Adresse bleibt im Index, das Ziel übernimmt sie nicht
- Richtig für Wartung, Tests und befristete Umleitungen
- Bei dauerhaftem Einsatz behandelt Google sie irgendwann wie einen 301 – aber erst nach längerer Zeit
- Statuscode 307 ist die strengere Variante, die die Anfragemethode erhält
Einordnung für die Praxis
Der 302 ist der häufigste versehentliche Statuscode überhaupt. Viele Systeme und Erweiterungen setzen ihn als Vorgabe, weil er in der Programmierung der bequemere ist. Wer eine Domain umzieht und dabei unbemerkt 302 statt 301 ausliefert, wundert sich monatelang, warum die alten Adressen nicht verschwinden.
Die Prüfung kostet nichts: curl -I https://alte-adresse zeigt den Code in der ersten Zeile. Wer kein Terminal hat, sieht ihn in den Entwicklerwerkzeugen des Browsers unter „Netzwerk".
Was der 302 nicht ist: eine vorsichtigere Variante des 301. Wer unsicher ist, ob ein Umzug dauerhaft bleibt, wählt trotzdem 301 – ein später zurückgenommener 301 ist unproblematisch, ein monatelanger 302 kostet Sichtbarkeit.