Kurz-Fakten

  • Ein einzelner 404 schadet der Platzierung anderer Seiten nicht
  • Die Adresse fällt nach mehreren erfolglosen Abrufen aus dem Index
  • Bewusst gelöschte Inhalte sind mit 410 besser aufgehoben
  • Die Search Console listet betroffene Adressen unter „Nicht gefunden (404)"

Einordnung für die Praxis

Die praktische Frage lautet nicht „Wie viele 404 habe ich?", sondern „Welche davon werden aufgerufen?". Ein 404 auf einer Adresse, die seit fünf Jahren niemand anfragt, ist eine Randnotiz. Ein 404 auf einer Adresse, die aus einem Fachartikel verlinkt ist, kostet einen Verweis und einen Besucher.

Deshalb ist das Protokoll der aufgerufenen Fehlerseiten wertvoller als jede Liste aus einem Crawler: Es zeigt die Adressen, die tatsächlich jemand oder etwas anfragt – auch solche, die in keiner Sitemap und in keinem internen Verweis stehen.

Die Fehlerseite selbst sollte den Statuscode 404 tragen und weiterhelfen: ein Verweis auf die Übersicht, eine Suche, kein Sackgassen-Text. Was sie nicht tun darf, ist mit Code 200 antworten – das macht sie zum Soft 404.

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