Google Places einfach und verständlich erklärt – SEO Bedeutung
„Google Places“ sorgt bis heute für Verwirrung – denn der Begriff meint zwei ganz verschiedene Dinge: ein eingestelltes Endnutzer-Produkt und eine weiterhin aktive Entwickler-Schnittstelle. Dieser Leitfaden erklärt verständlich, was Google Places war, warum es das Produkt unter diesem Namen nicht mehr gibt, wie es zum heutigen Google Business Profile wurde und was die Places API damit zu tun hat – inklusive der aktuellen Änderungen seit 2025.
Google Places auf einen Blick
Ein Begriff, zwei Bedeutungen – klar getrennt.
Was ist Google Places?
Google Places ist ein Begriff mit zwei Bedeutungen: Erstens das frühere, kostenlose Endnutzer-Produkt zum Verwalten von Geschäftseinträgen (ab 2010, heute Google Business Profile). Zweitens die Places API, eine Entwickler-Schnittstelle für Standortdaten, die als Teil der Google Maps Platform weiterhin existiert.
Genau diese Doppeldeutung führt zu Verwirrung. Spricht jemand von „Google Places“, ist oft unklar, ob das frühere Geschäftseintrag-Produkt oder die technische Schnittstelle gemeint ist. Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Das Produkt heißt seit Jahren nicht mehr Google Places, die API trägt den Namen Places dagegen bis heute.
Die zwei Bedeutungen
Die saubere Trennung der beiden ist der Schlüssel zum Verständnis:
Produkt (eingestellt/umbenannt)
- kostenlos
- für Unternehmen ohne Programmierkenntnisse
- Geschäftseintrag in Suche & Maps
- heißt heute Google Business Profile
Places API (existiert weiter)
- kostenpflichtig (mit Freikontingent)
- für Entwickler
- liefert Standortdaten an eigene Apps
- Teil der Google Maps Platform
Das Produkt & seine Geschichte
Als Endnutzer-Produkt durchlief Google Places mehrere Umbenennungen. Der Name „Google Places“ war dabei nur eine Station von vielen:
Den Anfang machte 2005 das Local Business Center. 2010 wurde daraus Google Places, der Dienst zum Verwalten von Geschäftseinträgen. 2012 folgte die Umbenennung in Google+ Local, 2014 in Google My Business und seit November 2021 heißt das Produkt Google Business Profile. Als eigenständiges Produkt ist der Name Google Places also längst überholt – funktional ist das heutige Google Business Profile der direkte Nachfolger.
Hinter den vielen Umbenennungen steckt Googles wiederholter Versuch, seine lokalen Dienste zu bündeln. Lange existierten Geschäftseinträge, Kartendaten und das soziale Netzwerk Google+ nebeneinander, was sowohl Unternehmen als auch Nutzer verwirrte. Mit jeder Umbenennung rückten die Funktionen näher zusammen, bis schließlich ein einziges, klar benanntes Profil übrig blieb. Für die Praxis heißt das: Wer heute auf ältere Anleitungen mit Begriffen wie „Google Places“ oder „Google+ Local“ stößt, kann die Schritte fast immer direkt auf das aktuelle Google Business Profile übertragen – die Oberfläche hat sich geändert, das Grundprinzip nicht.
Die Places API heute
Die Places API ist die technische Seite und richtet sich an Entwickler. Sie nimmt Anfragen entgegen und liefert formatierte Standortdaten zu Orten, Gebäuden und markanten Punkten zurück. Damit lassen sich in eigene Anwendungen einbinden:
Ortssuche
Suchergebnisse für Orte aus unterschiedlichen Nutzerabfragen bereitstellen.
Autovervollständigung
Eingaben bei der Ortssuche automatisch vervollständigen.
Ort-Details
Informationen wie Öffnungszeiten, Bewertungen und Kontaktdaten abrufen.
Fotos
Hochwertige Bilder zu einem Ort in die eigene App einbinden.
ℹ️ Places API (New) vs. Legacy – seit 1. März 2025
Die aktuelle Version ist die Places API (New). Die ursprüngliche „Places API“ gilt seit dem 1. März 2025 als Legacy: Neue Projekte können sie nicht mehr aktivieren, bestehende Projekte dürfen sie weiter nutzen. Wer also heute neu startet, verwendet die neue Version. Die alte Schnittstelle ist somit nicht komplett verschwunden, aber auf dem absteigenden Ast.
Der praktische Nutzen liegt darin, dass Entwickler nicht selbst eine weltweite Orts-Datenbank aufbauen müssen. Statt Adressen, Öffnungszeiten oder Bewertungen mühsam zu sammeln und aktuell zu halten, fragen sie diese Daten direkt bei Google ab. Das spart enormen Aufwand und sorgt für eine Datenqualität, die kaum eine einzelne Anwendung allein erreichen könnte. Typische Beispiele sind ein Filialfinder auf einer Unternehmens-Website, ein Lieferdienst, der die Zieladresse während der Eingabe vervollständigt, oder eine Reise-App, die Sehenswürdigkeiten mit Fotos und Bewertungen anzeigt. In all diesen Fällen arbeitet im Hintergrund die Places API – sichtbar wird für den Nutzer nur das fertige Ergebnis.
Orts-IDs (Place IDs)
Ein zentrales Konzept der Places API ist die Orts-ID (englisch Place ID). Sie identifiziert einen Ort in Googles Datenbank eindeutig und stabil. Eine Orts-ID lässt sich speichern und in Anfragen an verschiedene Maps-Schnittstellen wiederverwenden – etwa um Details, eine Route oder Fotos zu einem bestimmten Ort abzurufen.
Für Entwickler ist die Orts-ID damit der verlässliche Schlüssel zu einem konkreten Standort, unabhängig davon, wie der Ort gerade benannt ist oder ob sich seine Adresse leicht ändert. Diese eindeutige Kennung unterscheidet die Places API von einer einfachen Textsuche und macht sie für Anwendungen wie Filialfinder, Buchungssysteme oder Navigations-Apps wertvoll.
Preismodell der Maps Platform
Die Nutzung der Places API ist – anders als das kostenlose Produkt – kostenpflichtig, bietet aber ein Freikontingent. Zum 1. März 2025 hat Google das Preismodell der Maps Platform umgestellt:
| Kategorie | Zielgruppe | Kostenloses Kontingent (pro SKU/Monat) |
|---|---|---|
| Essentials | grundlegende Dienste | ~10.000 Ereignisse |
| Pro | erweiterte Funktionen | ~5.000 Ereignisse |
| Enterprise | komplexe Anwendungen | ~1.000 Ereignisse |
Statt eines pauschalen Monatsguthabens (früher ein fester Betrag, der über alle Dienste hinweg galt) gibt es nun ein eigenes kostenloses Kontingent pro SKU, also je abrechenbarem Dienst. Erst darüber hinaus fallen Kosten an, die mit dem Volumen automatisch günstiger werden. Wichtig: Für das Endnutzer-Produkt Google Business Profile entstehen weiterhin keine Kosten – diese Preisregeln betreffen nur die Maps-Platform-APIs.
Was Sie heute nutzen
Welches „Google Places“ das richtige ist, hängt vom Ziel ab – und genau hier zahlt sich die Unterscheidung aus:
Als Unternehmen
Wer seinen Eintrag in der Google-Suche und auf Maps verwalten will, nutzt das kostenlose Google Business Profile – den Nachfolger des früheren Google Places.
Als Entwickler
Wer Standortdaten in eine eigene Anwendung einbinden will, nutzt die Places API (New) innerhalb der Google Maps Platform.
✓ Merksatz
Beides hat mit dem alten Begriff „Google Places“ zu tun, ist aber klar getrennt: das eine ein kostenloses Verwaltungswerkzeug für Unternehmen, das andere eine kostenpflichtige Programmierschnittstelle. Wer das auseinanderhält, erspart sich viel Verwirrung bei Recherche und Umsetzung.
Fazit
Google Places ist kein eindeutiger Name, sondern ein Begriff mit Geschichte und Doppelbedeutung. Das gleichnamige Produkt von 2010 existiert nicht mehr unter diesem Namen – über Google+ Local und Google My Business wurde daraus das heutige Google Business Profile. Die Places API dagegen lebt als Entwickler-Schnittstelle in der Google Maps Platform weiter, seit März 2025 in der Version „Places API (New)“.
Wer den Begriff einordnen will, stellt sich also nur eine Frage: Geht es um das kostenlose Verwalten eines Unternehmenseintrags oder um das technische Einbinden von Standortdaten? Mit dieser Unterscheidung wird aus einem verwirrenden Begriff eine klare Sache.
Ein Name, zwei klare Wege
Für Unternehmen führt der Weg heute zum kostenlosen Google Business Profile, für Entwickler zur Places API (New) in der Google Maps Platform. „Google Places“ ist der gemeinsame historische Ursprung – wer beide Bedeutungen kennt, navigiert sicher durch Recherche, Tools und Dokumentation.
Häufige Fragen zu Google Places
Was ist Google Places?
Google Places ist ein Begriff mit zwei Bedeutungen. Erstens war es ein kostenloses Endnutzer-Produkt, mit dem Unternehmen ab 2010 ihren Eintrag in der Google-Suche und auf Google Maps verwalteten; unter diesem Namen existiert es nicht mehr und heißt heute Google Business Profile. Zweitens bezeichnet Google Places die Places API, eine Entwickler-Schnittstelle für Standortdaten, die als Teil der Google Maps Platform weiterhin existiert.
Gibt es Google Places noch?
Als eigenständiges Produkt nicht mehr. Der Geschäftseintrag-Dienst wurde mehrfach umbenannt: 2012 in Google Plus Local, 2014 in Google My Business und seit November 2021 heißt er Google Business Profile. Die Places API hingegen gibt es weiterhin: Sie ist Teil der Google Maps Platform und wird für Entwickler in der Version Places API New fortgeführt, während die ursprüngliche Version als Legacy gilt.
Was ist der Unterschied zwischen Google Places und der Places API?
Google Places als Produkt war ein kostenloses Werkzeug für Unternehmen ohne Programmierkenntnisse, um den eigenen Geschäftseintrag zu pflegen; heute heißt es Google Business Profile. Die Places API dagegen ist eine kostenpflichtige Programmierschnittstelle für Entwickler, die Standortdaten an eigene Anwendungen liefert. Das eine richtet sich an Unternehmen, das andere an Entwickler, und beide sind klar voneinander getrennt.
Wie hieß Google Places früher und wie heißt es heute?
Den Anfang machte 2005 das Local Business Center. 2010 wurde daraus Google Places, 2012 Google Plus Local, 2014 Google My Business und seit November 2021 Google Business Profile. Google Places war also die Stufe von 2010 bis 2012. Funktional ist das heutige Google Business Profile der direkte Nachfolger, mit dem Unternehmen ihre Präsenz in Suche und Maps verwalten.
Was kann die Places API?
Die Places API liefert Entwicklern formatierte Standortdaten. Damit lassen sich in eigene Anwendungen unter anderem eine Ortssuche, eine automatische Vervollständigung von Eingaben, Detailinformationen zu einem Ort wie Öffnungszeiten und Bewertungen sowie Fotos einbinden. Sie ist Teil der Google Maps Platform und wird etwa für Filialfinder, Buchungssysteme oder Navigations-Apps genutzt.
Was ist eine Orts-ID (Place ID)?
Eine Orts-ID, englisch Place ID, identifiziert einen Ort in Googles Datenbank eindeutig und stabil. Sie lässt sich speichern und in Anfragen an verschiedene Maps-Schnittstellen wiederverwenden, etwa um Details, eine Route oder Fotos zu einem bestimmten Ort abzurufen. Für Entwickler ist die Orts-ID der verlässliche Schlüssel zu einem konkreten Standort, unabhängig davon, wie der Ort gerade benannt ist.
Was ist die Places API (New) und was ist Legacy?
Die Places API New ist die aktuelle Version der Schnittstelle. Seit dem 1. März 2025 gilt die ursprüngliche Places API als Legacy: Neue Projekte können sie nicht mehr aktivieren, während bestehende Projekte sie weiterhin nutzen dürfen. Wer heute neu startet, verwendet daher die neue Version, die erweiterte Funktionen und verbesserte Datenqualität bietet.
Ist Google Places kostenlos?
Das hängt von der Bedeutung ab. Das Endnutzer-Produkt, heute Google Business Profile, ist vollständig kostenlos: Erstellen und Pflegen des Profils kosten nichts. Die Places API dagegen ist kostenpflichtig, bietet aber ein kostenloses Monatskontingent pro Dienst. Erst bei höherem Volumen entstehen Kosten, die mit der Nutzungsmenge automatisch günstiger werden.
Was hat sich 2025 beim Preismodell geändert?
Zum 1. März 2025 hat Google das Preismodell der Maps Platform umgestellt. Statt eines pauschalen Monatsguthabens, das über alle Dienste hinweg galt, gibt es nun drei Kategorien: Essentials, Pro und Enterprise. Jede SKU, also jeder abrechenbare Dienst, hat ein eigenes kostenloses Monatskontingent: rund zehntausend Ereignisse bei Essentials, fünftausend bei Pro und eintausend bei Enterprise. Darüber hinaus fallen volumenabhängige Kosten an.
Was nutze ich heute statt Google Places?
Das hängt vom Ziel ab. Wer als Unternehmen seinen Eintrag in der Google-Suche und auf Google Maps verwalten will, nutzt das kostenlose Google Business Profile, den Nachfolger des früheren Google Places. Wer als Entwickler Standortdaten in eine eigene Anwendung einbinden will, nutzt die Places API New innerhalb der Google Maps Platform. Die zentrale Frage lautet: Verwaltung eines Unternehmenseintrags oder technisches Einbinden von Standortdaten?
Welche Unternehmen können das Google Business Profile nutzen?
Alle Unternehmen mit persönlichem Kundenkontakt können ein Profil anlegen, also Ladengeschäfte, Restaurants, Dienstleister sowie Betriebe ohne festen Standort, die Kunden vor Ort besuchen. Für Letztere gibt es die Möglichkeit, statt einer Adresse ein Servicegebiet anzugeben. Rein online tätige Unternehmen ohne physischen Kundenkontakt sind in der Regel nicht berechtigt.
Wie hängt Google Places mit Google Maps zusammen?
Beide Bedeutungen von Google Places sind eng mit Google Maps verbunden. Das frühere Produkt diente dazu, den eigenen Eintrag auf Google Maps und in der Suche zu pflegen; heute übernimmt das Google Business Profile diese Aufgabe. Die Places API wiederum ist Teil der Google Maps Platform und liefert die Standortdaten, die hinter vielen kartenbasierten Anwendungen stehen. Google Maps ist also der gemeinsame Bezugspunkt beider Bedeutungen.
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