Mit einer Indexabfrage fragst du Google direkt im Suchfeld, welche Seiten einer Website es kennt. Du tippst site: und die Domain ein, zum Beispiel site:example.com, und Google zeigt nur Treffer von dieser Adresse [1]. Die Abfrage braucht kein Konto und keinen Zugang zur Website. Deshalb eignet sie sich, um sich schnell ein Bild von einer fremden Domain zu machen oder nachzusehen, ob eine neue Seite schon auftaucht. Der Operator site: gehört zu den Suchoperatoren von Google.
So schreibst du die Abfrage
Google beschreibt in seiner Dokumentation drei Varianten [1]. site:example.com umfasst die ganze Domain mit allen Subdomains, also auch www.example.com und eine Subdomain wie rezepte.example.com. Mit einem Pfad wie site:https://www.example.com/ramen grenzt du auf alle Adressen ein, die mit diesem Präfix beginnen. Hängst du nach einem Leerzeichen einen Suchbegriff an, etwa site:https://www.example.com/ramen tsukemen, siehst du nur Seiten unter dem Präfix, die den Begriff enthalten.
Die Schreibweise macht einen Unterschied. Laut Google liefert site:https://www.example.com nicht dieselben Treffer wie site:https://example.com/ [1]. Wer prüfen will, ob eine bestimmte Version der Website indexiert ist, sollte die Adresse also genau so schreiben, wie sie im Browser steht.
Was die Trefferliste zeigt und was nicht
Google ist hier deutlich: Die Liste der ausgegebenen Adressen ist nicht immer vollständig. Bei großen Websites fehlen oft viele Adressen, und ein genaueres Präfix bringt manchmal mehr Treffer als die Domain allein [1]. Eine Abfrage ohne Suchbegriff ist außerdem nicht gerankt. Die Reihenfolge ist also weitgehend zufällig, nur die kürzeste Adresse steht meist oben [1]. Aus der Position einer Seite in der site:-Liste lässt sich daher nichts über ihr Ranking ablesen. Als Zählung deiner indexierten Seiten taugt die Liste aus demselben Grund nicht.

Nützlich bleibt die Abfrage als Stichprobe. Tauchen Druckversionen, Testseiten oder Filteradressen auf, die gar nicht in die Suche gehören, ist das ein Hinweis auf Aufräumbedarf. Fehlt dagegen eine Seite, ist das noch kein Beweis, dass sie nicht indexiert ist.
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Die sichere Alternative
Fehlt eine Adresse, die du erwartest, empfiehlt Google das URL-Prüftool der Search Console. Damit siehst du, ob die Seite indexiert werden kann, und kannst sie zur Indexierung einreichen [1]. Was die Meldungen dort bedeuten, erklärt der Eintrag Index-Status. Den Überblick über die ganze Website gibt der Bericht zur Seitenindexierung, beschrieben unter Index-Coverage. Wie du Schritt für Schritt prüfst, steht im Ratgeber Indexierung prüfen und in der Antwort Wie prüfe ich, ob meine Seite im Google-Index ist?.
Über seltsame Treffer, die bei der site:-Abfrage deiner Domain auftauchen, sprechen wir in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Suchoperator "site:". Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wie mache ich eine Indexabfrage?
Gib in die Google-Suche site: und direkt danach die Domain ein, etwa site:example.com. Mit einem Pfad grenzt du auf ein Verzeichnis ein, mit einem Leerzeichen und einem Begriff auf passende Seiten.
Zeigt site: alle indexierten Seiten?
Nein. Laut Google ist die Liste nicht immer vollständig, bei großen Websites fehlen oft viele Adressen.
Sagt die Reihenfolge der Treffer etwas über Rankings?
Nein. Ohne Suchbegriff ist die Abfrage nicht gerankt, die Reihenfolge ist weitgehend zufällig.
Was mache ich, wenn eine Seite bei site: fehlt?
Prüfe sie im URL-Prüftool der Search Console. Dort siehst du, ob sie indexiert ist, und kannst sie zur Indexierung einreichen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


