Latent semantische Optimierung (LSO) Latent Semantic Indexing bezeichnet ein mathematisches Verfahren aus den späten 1980er-Jahren, das Zusammenhänge zwischen Wörtern über ihr gemeinsames Auftreten in Dokumenten erschließt. In der SEO-Literatur taucht es als „LSI-Keywords" auf – also als Empfehlung, thematisch verwandte Wörter im Text unterzubringen. Google hat mehrfach erklärt, kein LSI zu verwenden; der Begriff beschreibt in der Praxis etwas anderes als das Verfahren, nach dem er benannt ist.
Kurz-Fakten
Verfahren aus den späten 1980er-Jahren aus der Informationsrückgewinnung
Google hat mehrfach erklärt, es nicht einzusetzen
„LSI-Keywords" meinen in der SEO-Praxis schlicht thematisch verwandte Begriffe
Der zugrunde liegende Gedanke – ein Thema vollständig behandeln – bleibt richtig
Einordnung für die Praxis
Der Begriff ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Fachwort seine Bedeutung verliert. Was heute als „LSI-Optimierung" verkauft wird, ist die schlichte Empfehlung, über ein Thema vollständig zu schreiben. Die Empfehlung ist richtig – nur hat sie mit Latent Semantic Indexing nichts zu tun.
Wer die Sache ohne das Etikett will, findet sie unter semantischer Suche und Themenclustern. Dort steht dasselbe, ohne die falsche Herleitung.
Inhaber von SEO NW in Bertingen, seit 2012 in der Suchmaschinenoptimierung. Betreut Websites für Google und Bing, Schwerpunkte technisches SEO, strukturierte Daten und die Frage, unter welchen Bedingungen Sprachmodelle einen Inhalt übernehmen. Schreibt und prüft die Einträge dieses Glossars.