Eine Weiterleitung lässt sich auf mehreren Wegen einrichten. Am saubersten antwortet der Server mit einem Statuscode wie 301. Hat man auf den Server keinen Zugriff, etwa bei einfachen Baukästen oder rein statischen Seiten, bleibt oft nur eine Anweisung in der Seite selbst. Das ist der Meta-Refresh. Er gehört zu den Meta-Tags und steht im head-Bereich der HTML-Datei.
So sieht die Anweisung aus
Das Meta-Element trägt das Attribut http-equiv mit dem Wert "refresh". Im Attribut content stehen eine Zahl und eine Adresse, getrennt durch ein Semikolon, also zum Beispiel "0; url=https://example.com/neue-seite". Die Zahl gibt die Wartezeit in Sekunden an. Bei 0 springt der Browser sofort weiter, bei 5 zeigt er die alte Seite fünf Sekunden lang an [1]. Dieselbe Anweisung kann der Server auch als HTTP-Header "Refresh" senden [1]. Ohne Adresse lädt die Anweisung die Seite nach Ablauf der Zeit neu. Das W3C nennt beide Verwendungen, das regelmäßige Neuladen und die Weiterleitung [2].
Wie Google Meta-Refresh wertet
Google unterscheidet nach der Wartezeit. Eine sofortige Meta-Refresh-Weiterleitung, also mit 0 Sekunden, interpretiert die Google Suche als dauerhafte Weiterleitung. Eine verzögerte Weiterleitung mit mehr als 0 Sekunden gilt als vorübergehend [1]. Das hat Folgen: Eine dauerhafte Weiterleitung ist für Google ein Signal, die Zieladresse als kanonisch anzusehen, eine vorübergehende ist es nicht, und die alte Adresse kann in den Ergebnissen bleiben [1]. Wer eine Seite endgültig umzieht, sollte also keine Wartezeit einbauen. In Googles Übersicht stehen der sofortige Meta-Refresh und der HTTP-Refresh mit 0 Sekunden neben 301 und 308 bei den dauerhaften Weiterleitungen, die verzögerten Varianten neben 302, 303 und 307 bei den vorübergehenden [1].

Wo es möglich ist, empfiehlt Google serverseitige Weiterleitungen wie die 301-Weiterleitung. Meta-Refresh nennt Google eine gute Alternative, wenn das nicht geht. JavaScript-Weiterleitungen sollen nur zum Einsatz kommen, wenn weder serverseitige noch Meta-Refresh-Weiterleitungen möglich sind, weil Google sie nur sieht, wenn die Seite gerendert werden konnte [1]. Für vorübergehende Umleitungen gibt es die 302-Weiterleitung.
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Verzögerte Weiterleitung und Barrierefreiheit
Zwischenseiten zeigen einige Sekunden einen Hinweis und springen dann weiter. Die W3C-Technik F41 zu den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte führt das zeitgesteuerte Neuladen einer Seite mit Meta-Refresh als Fehlerbild. Lädt die Seite neu, bevor jemand mit Screenreader fertig gelesen hat, verliert er den Faden, und auch sehende Nutzer können durch das unerwartete Neuladen die Orientierung verlieren [2]. Die Weiterleitung nennt die Beschreibung der Technik nur als weiteren Verwendungszweck des Elements. Das W3C rät, regelmäßiges Neuladen zu vermeiden und Nutzer selbst entscheiden zu lassen, wann sie neue Inhalte sehen wollen [2].
Wie du eine Weiterleitung auf dem Server einrichtest, beantwortet die Frage Wie richte ich eine Weiterleitung ein?. Welche Antwort eine Adresse tatsächlich liefert, zeigt der Weiterleitungsprüfer.
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- Organisation Weiterleitungen und die Google Suche. Google Search Central. Stand 20.04.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation F41: Failure of Success Criterion 2.2.1, 2.2.4, and 3.2.5 due to using meta refresh to reload the page. W3C Web Accessibility Initiative. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ist Meta-Refresh schlecht für SEO?
Eine sofortige Meta-Refresh-Weiterleitung wertet Google als dauerhaft, ähnlich wie eine 301. Google empfiehlt trotzdem serverseitige Weiterleitungen, wo sie möglich sind.
Was passiert bei einer Wartezeit von mehreren Sekunden?
Google wertet die Weiterleitung dann als vorübergehend. Die alte Adresse kann in den Suchergebnissen bleiben.
Wann ist Meta-Refresh sinnvoll?
Wenn du keinen Zugriff auf den Server hast und eine Seite trotzdem auf eine neue Adresse schicken musst, etwa bei einer statischen Seite ohne Servereinstellungen.
Ist Meta-Refresh besser als eine JavaScript-Weiterleitung?
Laut Google ja. JavaScript-Weiterleitungen soll man nur nutzen, wenn weder serverseitige noch Meta-Refresh-Weiterleitungen gehen, weil Google sie nur nach dem Rendern sieht.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


