Paid Traffic ist das Gegenstück zum Organic Traffic. Gemeint sind alle Besuche, für die ein Werbetreibender bezahlt hat, sei es je Klick, je tausend Einblendungen oder nach einem anderen Abrechnungsmodell. In Berichten taucht der Begriff meist dann auf, wenn es um die Frage geht, wie viel Umsatz oder wie viele Anfragen eine Website aus eigener Kraft holt und wie viel sie über Anzeigen einkauft.
Woher bezahlte Besuche kommen
Die bekannteste Quelle sind Suchanzeigen, etwa über Google Ads. Bei Geboten nach Cost-per-Click zahlt der Werbetreibende für jeden Klick auf seine Anzeige. Er legt dafür ein maximales Gebot fest, der tatsächlich berechnete Betrag ist häufig niedriger und liegt im Normalfall nie darüber [3]. Die Gebote lassen sich von Hand setzen oder automatisch von Google steuern, das dann innerhalb des Budgets möglichst viele Klicks erzielen soll [3]. Daneben gibt es Anzeigen in sozialen Netzwerken, Videoanzeigen, Shopping-Anzeigen und Banner im Displaynetzwerk.
In der Google Suche sind Anzeigen von den organischen Ergebnissen getrennt. Google verkauft nach eigener Darstellung nur Anzeigenplätze, kennzeichnet Anzeigen deutlich, und Werbekunden bekommen in den unbezahlten Ergebnissen keinen Vorteil [2]. Wer viel für Anzeigen ausgibt, steht dadurch also nicht besser in der organischen Suche.
Paid Traffic in Google Analytics 4
Google Analytics 4 verteilt bezahlte Besuche auf mehrere Kanäle der Standard-Channelgruppe [1]. Kommt ein Besuch von einer Suchmaschine und entspricht das Medium einem Muster für bezahlten Traffic, zum Beispiel "cpc", "ppc", "retargeting" oder "paid", zählt er zur bezahlten Suche [1]. Nach demselben Prinzip gibt es bezahlte Kanäle für soziale Netzwerke, Video und Shopping. Passt kein genauerer Kanal, landet ein bezahlter Besuch unter "Sonstiges (bezahlt)" [1]. Display bildet einen eigenen Kanal, erkennbar etwa am Medium "display", "banner" oder "cpm" [1]. Für Klicks aus einem verknüpften Google-Ads-Konto ordnet GA4 nach Werbenetzwerk und Kampagnentyp zu. Kampagnen wie Performance Max landen dabei im Kanal "Netzwerkübergreifend" [1]. Nicht jeder Besuch über Google-Shopping-Flächen ist bezahlt: Klicks auf unbezahlte Produkteinträge aus dem Merchant Center ordnet GA4 dem organischen Shopping zu [1].

Damit diese Zuordnung stimmt, müssen Anzeigenlinks sauber gekennzeichnet sein. Fehlen Quelle und Medium, kann GA4 einen bezahlten Besuch nicht als solchen erkennen. Hilfe dabei geben die UTM-Parameter. Wie GA4 aufgebaut ist, zeigt die Seite Google Analytics 4 im Überblick.
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Paid und Organic im Vergleich
Bezahlte Besuche hängen am Budget: Die Menge lässt sich über Gebote und Kampagnen steuern, und ohne laufende Kampagne gibt es aus diesem Kanal keine Besuche. Organische Besuche lassen sich nicht direkt einkaufen [2], dafür bleiben sie, solange die Seiten gut ranken. Den Kostenvergleich für Suchanzeigen beleuchtet die FAQ Was kostet Google Ads im Vergleich zu SEO. SEO NW arbeitet mit dem Schwerpunkt organische Suche. Anzeigen auf Facebook und Instagram behandelt die Seite Meta Ads Management.
Wenn du für Anzeigen auf Suchbegriffe zahlst, bei denen deine Website vielleicht schon unbezahlt weit oben steht, sprechen wir in der gratis Sprechstunde darüber.
- Organisation Standard-Channelgruppe. Google Analytics-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Ads on Search (How Search Works). Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Cost-per-Click (CPC): Definition. Google Ads-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist Paid Traffic?
Besuche, die über bezahlte Werbung auf eine Website kommen, zum Beispiel über Suchanzeigen, Anzeigen in sozialen Netzwerken, Videoanzeigen oder Banner.
Woran erkennt Google Analytics 4 bezahlte Besuche?
Am Medium, etwa "cpc", "ppc" oder "paid", in Verbindung mit der Quelle, und bei verknüpften Google-Ads-Konten an Werbenetzwerk und Kampagnentyp.
Verbessert Paid Traffic mein organisches Ranking?
Nein. Google verkauft nach eigener Aussage nur Anzeigenplätze. Werbekunden bekommen in den unbezahlten Ergebnissen keinen Vorteil.
Was ist der Unterschied zwischen Paid und Organic Traffic?
Paid Traffic entsteht durch bezahlte Anzeigen und endet mit dem Budget. Organic Traffic kommt über unbezahlte Suchergebnisse und lässt sich nicht direkt kaufen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


