Blogs haben früh nach Wegen gesucht, sich gegenseitig zu bemerken. Der Pingback ist einer davon. Das WordPress-Glossar beschreibt ihn so: Verlinkst du in einem Beitrag den Artikel eines anderen Blogs, das Pingbacks annimmt, bekommt dessen Autor eine Benachrichtigung, dass du auf ihn verlinkt hast [2]. Ein verwandtes Verfahren ist der Trackback. Er benachrichtigt einen anderen Autor über einen Beitrag zum selben Thema, auch ohne dass ein Link auf seinen Artikel gesetzt ist [2].
So läuft ein Pingback ab
Die Spezifikation Pingback 1.0 stammt von Stuart Langridge und Ian Hickson [1]. Der Ablauf hat vier Schritte. Zuerst ruft die verlinkende Website die Zielseite ab und sucht nach der Adresse ihres Pingback-Servers, entweder im HTTP-Header X-Pingback oder in einem link-Element mit rel="pingback" im HTML [1]. Dann schickt sie per XML-RPC die Methode pingback.ping mit zwei Angaben: der Adresse der eigenen Seite und der Adresse der Zielseite [1]. Der Server der Zielseite kann danach prüfen, ob die meldende Seite wirklich auf ihn verlinkt, ob das Ziel existiert und ob der Pingback schon registriert ist [1]. Diese Prüfung empfiehlt die Spezifikation, sie ist aber nicht vorgeschrieben [1]. Für Fehler sieht sie eigene Codes vor, etwa wenn die Quelle nicht existiert oder keinen Link enthält [1].
Zwei Details zeigen, wie das Verfahren gedacht ist. Nennen Header und HTML verschiedene Server, gilt der Header [1]. Und eine Ergänzung der Spezifikation vom 16.01.2007 rät Servern, beim Abruf der meldenden Seite Größe und Übertragungsrate zu begrenzen, damit sich Pingbacks nicht für Angriffe auf die Erreichbarkeit nutzen lassen [1].
Pingbacks in WordPress
In WordPress stehen die Schalter unter Einstellungen und Diskussion [3]. Die erste Option versucht, alle Blogs zu benachrichtigen, auf die ein Beitrag verlinkt. Das passiert beim Veröffentlichen, und ein Beitrag mit vielen Links wird dadurch langsamer veröffentlicht, weil WordPress vorher alle Websites kontaktiert [3]. Die zweite Option erlaubt Benachrichtigungen von anderen Blogs. Ist sie aktiv, erscheinen Pingbacks und Trackbacks im Kommentarbereich der Beiträge [3]. Beide Einstellungen gelten als Voreinstellung für neue Beiträge und lassen sich je Beitrag überschreiben [3].
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Pingbacks und Spam
Pingbacks erscheinen im Kommentarbereich und lassen sich dort wie Kommentare moderieren. Googles Spamrichtlinien zählen Spamkommentare in Blogs zum nutzergenerierten Spam [4]. Als Link-Spam nennen sie unter anderem Links, die mit automatisierten Programmen oder Diensten erstellt werden [4]. Ein Pingback ist für sich genommen kein Spam. Mehr dazu steht im Eintrag Kommentar-Spam.

WordPress bietet dafür die Moderation: Ein Kommentar kann zurückgehalten werden, wenn er eine bestimmte Zahl von Links enthält oder bestimmte Wörter vorkommen [3]. Für Links aus Kommentaren und anderen Nutzerbeiträgen empfiehlt Google das Attribut rel="ugc" [5]. Wer Pingbacks nicht braucht, kann sie in den Diskussionseinstellungen ganz abschalten [3]. Was ausgehende Links grundsätzlich bedeuten, erklärt der Eintrag Outbound Link.
In deinem Kommentarbereich sammeln sich Pingbacks von Seiten, die du nicht kennst? Darüber sprechen wir in der gratis Sprechstunde.
- Pingback 1.0 (Stuart Langridge, Ian Hickson). hixie.ch. Stand 2002, Errata 16.01.2007. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation WordPress Glossary (Pingback, Trackback). WordPress.org Documentation. Stand 12.05.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Settings Discussion screen. WordPress.org Documentation. Stand 03.07.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Ausgehende Links für Google qualifizieren. Google Search Central. Stand 08.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist ein Pingback?
Eine automatische Benachrichtigung an ein Blog, dass ein anderer Beitrag darauf verlinkt. Nimmt das Blog Pingbacks an, erscheint der Hinweis etwa im Kommentarbereich.
Was ist der Unterschied zwischen Pingback und Trackback?
Ein Pingback setzt einen Link auf den anderen Artikel voraus. Mit einem Trackback kann man einen Autor laut WordPress-Glossar auch ohne direkten Link auf einen verwandten Beitrag hinweisen.
Wie schalte ich Pingbacks in WordPress ab?
Unter Einstellungen und Diskussion. Dort lassen sich ausgehende Benachrichtigungen und eingehende Pingbacks und Trackbacks getrennt abschalten, je Beitrag auch einzeln.
Sind Pingbacks schlecht für SEO?
Ein Pingback an sich nicht. Google zählt aber Spamkommentare in Blogs zum nutzergenerierten Spam. In WordPress lassen sich Pingbacks wie Kommentare moderieren oder ganz abschalten.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


