Kurz-Fakten

  • Beseitigt Hindernisse, erzeugt aber keine Relevanz
  • Wirkt am stärksten dort, wo etwas kaputt ist – auf einer fehlerfreien Seite bringt mehr Technik nichts
  • Prüfbar mit Server-Protokollen, Search Console und einem Crawler wie Screaming Frog
  • Bei kleinen Websites meist in Tagen abgeschlossen, danach nur noch Wartung

Einordnung für die Praxis

Der häufigste Denkfehler ist, technisches SEO als Stellschraube zu behandeln. Es verhält sich eher wie eine Tür: Sie ist offen oder zu. Eine geschlossene Tür kostet alles, eine besonders weit geöffnete bringt nichts zusätzlich. Wer bereits sauber ausliefert, gewinnt durch weitere Optimierung der Ladezeit keine Sichtbarkeit.

Prüfkette des technischen SEO in fünf Stufen: Server erreichbar, Abruf erlaubt, Statuscode 200, HTML auswertbar, Indexierung erlaubt. Fällt eine Stufe aus, enden alle folgenden.PRÜFKETTE – JEDE STUFE SETZT DIE VORIGE VORAUS1 Serverantwortetüberhaupt2 robots.txterlaubt denAbruf3 Status 200statt 404,301 oder 5004 HTMLauswertbar,Text vorhanden5 Indexierungkein noindex,Canonical passtFällt Stufe 2 aus, sind 3 bis 5 wirkungslosEin „Disallow: /" aus der Entwicklungsphase macht jede weitere Maßnahme unsichtbar – ohne Fehlermeldung.Erst wenn alle fünf Stufen stehen, entscheidet der Inhalt über die Platzierung.Mehr Technik über Stufe 5 hinaus verschiebt nichts.
Eine Kette, keine Summe. Die Stufen addieren sich nicht – sie bedingen einander. Deshalb lohnt die Prüfung von links nach rechts, und deshalb bringt die sechste Optimierung nichts, solange Stufe 2 offen ist.

Sinnvoll ist die Reihenfolge der Prüfkette: erst Erreichbarkeit, dann Abrufbarkeit, dann Statuscodes, dann Auswertbarkeit, zuletzt Indexierung. Wer bei Ladezeiten beginnt, optimiert womöglich Seiten, die gar nicht abgerufen werden dürfen.

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