Kurz-Fakten

  • Abrufen und Indexieren sind zwei getrennte Vorgänge
  • Gesteuert über robots.txt; Meta-Angaben wirken erst nach dem Abruf
  • Der Googlebot folgt Verweisen im HTML, nicht Einträgen in einem Menü, das erst per JavaScript entsteht
  • Die Häufigkeit richtet sich nach Änderungsrate und Serverantwortzeit

Einordnung für die Praxis

Die praktisch wichtigste Folge dieser Trennung: Wer eine Seite aus dem Index halten will, darf sie nicht per robots.txt sperren. Die Sperre verhindert den Abruf – und damit auch das Lesen des noindex, das die Seite entfernen würde. Beide Anweisungen zusammen heben sich gegenseitig auf.

Vier Kombinationen aus robots.txt und noindex und ihr jeweiliges Ergebnis. Nur die Kombination Abruf erlaubt plus noindex entfernt eine Seite zuverlässig aus dem Index.ABRUF UND INDEXIERUNG – VIER KOMBINATIONENAbruf erlaubt · kein noindex✓ Seite wird indexiertDer Regelfall für alles, was gefunden werden soll.Abruf erlaubt · noindex✓ Seite wird entferntDer einzige zuverlässige Weg aus dem Index.Abruf gesperrt · kein noindex! Kann trotzdem erscheinenOhne Textauszug, wenn andere Seiten verweisen.Abruf gesperrt · noindex✗ Hebt sich gegenseitig aufDas noindex wird nie gelesen. Häufigster Fehler.
Unten rechts ist der teure Fall. Er sieht nach doppelter Absicherung aus und ist das Gegenteil: Die Sperre verhindert, dass die Anweisung zum Entfernen überhaupt gelesen wird.

Was Crawling nicht garantiert: dass eine Seite in den Index kommt. Die Search Console führt dafür eine eigene Kategorie – „Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert". Das ist keine Fehlermeldung, sondern eine Bewertung: Die Seite wurde gesehen und für nicht aufnahmewürdig befunden.

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