UX steht für User Experience, also das Erlebnis bei der Nutzung einer Website. Von UX-Signalen sprechen SEOs, wenn sie Merkmale meinen, an denen eine Suchmaschine ablesen könnte, ob dieses Erlebnis gut oder schlecht ist. Der Begriff stammt aus der Praxis und ist nicht genau festgelegt. Manche zählen nur technische Werte wie die Ladezeit dazu, andere auch das Verhalten der Besucher. Wer ihn benutzt, sollte deshalb sagen, welche Signale gemeint sind und welche davon Google tatsächlich bestätigt hat.
Was Google selbst nennt
Google beschreibt die Nutzerfreundlichkeit einer Seite unter dem Begriff Page Experience. Dort steht ausdrücklich, dass es kein einzelnes Signal dafür gibt. Die Rankingsysteme berücksichtigen mehrere Signale, die auf eine gute Nutzerfreundlichkeit hindeuten [1]. Bestätigt ist, dass die Core Web Vitals von Googles Rankingsystemen genutzt werden [1]. Gute Werte allein garantieren laut Google aber keine vorderen Plätze [1].

Die drei Werte messen Ladezeit, Reaktion auf Eingaben und optische Stabilität. Als gut gelten ein LCP von höchstens 2,5 Sekunden, ein INP von höchstens 200 Millisekunden und ein CLS von höchstens 0,1, gemessen am 75. Perzentil der Seitenaufrufe [2]. Daneben stellt Google Fragen zur Selbstprüfung: ob die Seite sicher über HTTPS ausgeliefert wird, ob sie auf Mobilgeräten gut aussieht, ob Werbung vom Inhalt ablenkt, ob aufdringliche Interstitials stören und ob sich der Hauptinhalt leicht vom Rest der Seite unterscheiden lässt [1].
Verhalten der Besucher
Häufig werden auch Klickrate, Absprungrate oder Verweildauer als UX-Signale bezeichnet. Hier wird es unsicher. Google schreibt in seiner Erklärung zum Ranking, dass es aggregierte und anonymisierte Interaktionsdaten nutzt, um die Relevanz von Ergebnissen zu beurteilen, und diese Daten in Signale umwandelt [3]. Welche Interaktionen das sind, nennt Google dort nicht. Dass eine bestimmte Kennzahl aus deinem Analysewerkzeug in das Ranking eingeht, hat Google nicht bestätigt. Was in der Suche selbst gemessen werden könnte, erklären die Einträge User Signals und Dwell Time.
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Was sich daraus ableiten lässt
Für die Arbeit an einer Website reicht der belegte Teil. Die Core Web Vitals lassen sich messen und verbessern, und die Fragen zur Selbstprüfung kannst du Seite für Seite durchgehen. Ein Shop, der beim Laden das Bild unter dem Finger verschiebt oder nach drei Sekunden ein Fenster mit Gutschein über den Inhalt legt, stört seine Kunden beim Einkaufen, ganz gleich, wie Google das bewertet. Die Grenzwerte im Einzelnen erklärt die Antwort Was sind die Core Web Vitals?, die Verbesserung als Auftrag beschreibt die Leistung Core Web Vitals verbessern.
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- Organisation Nutzerfreundlichkeit von Seiten in den Google-Suchergebnissen. Google Search Central. Stand 24.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Web Vitals. web.dev (Google). Stand 31.10.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation So ermittelt Google das Ranking von Suchergebnissen. Google Suche, So funktioniert die Google Suche. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Sind UX-Signale ein Rankingfaktor?
Teilweise. Google bestätigt, dass die Core Web Vitals in den Rankingsystemen genutzt werden, und nennt weitere Punkte der Nutzerfreundlichkeit. Ein einzelnes UX-Signal gibt es laut Google nicht.
Zählt die Verweildauer zu den UX-Signalen?
Viele SEOs zählen sie dazu. Google hat nicht bestätigt, dass die Verweildauer aus einem Analysewerkzeug in das Ranking eingeht. Belegt ist nur, dass Google aggregierte und anonymisierte Interaktionsdaten verwendet.
Welche Werte gelten bei den Core Web Vitals als gut?
Ein LCP bis 2,5 Sekunden, ein INP bis 200 Millisekunden und ein CLS bis 0,1, jeweils am 75. Perzentil der Seitenaufrufe.
Was ist der Unterschied zwischen UX-Signalen und User Signals?
User Signals meinen meist das Verhalten in der Suche, etwa Klicks und die Rückkehr zur Ergebnisseite. UX-Signale umfassen zusätzlich technische Merkmale der Seite wie Ladezeit und mobile Darstellung.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


