Kurz-Fakten
- Wert entsteht durch vorher gestellte Fragen, nicht durch Datenmenge
- Erhobene Zahlen sind unvollständig – Blocker und fehlende Einwilligungen
- Serverprotokolle erfassen mehr, sagen aber weniger über Verhalten
- Vergleiche über Zeit sind belastbarer als absolute Werte
Einordnung für die Praxis
Die brauchbarste Herangehensweise beginnt mit drei bis fünf Fragen, die eine Entscheidung nach sich ziehen würden: Über welchen Kanal kommen Anfragen? Welche Seiten führen zu Kontakt? Wo brechen Besucher ab? Alles, was keine dieser Fragen beantwortet, ist Beiwerk.
Die Unvollständigkeit der Daten ist kein Argument gegen die Messung, aber gegen ihre Überinterpretation. Wenn dreißig Prozent fehlen und diese dreißig Prozent systematisch anders sind – technisch versiertere Nutzer blocken häufiger –, verzerrt das jede Aussage über die Gesamtheit.