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ALT-Attribut einfach und verständlich erklärt – SEO Bedeutung

Das ALT-Attribut ist ein kleines HTML-Detail mit großer Wirkung: Es beschreibt Bilder in Worten – für Menschen, die sie nicht sehen können, für Suchmaschinen und für den Fall, dass ein Bild gar nicht erst lädt. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist es für viele Unternehmen zudem rechtlich relevant. In diesem Glossar-Eintrag erfahren Sie verständlich, was das ALT-Attribut ist, welche Funktionen es erfüllt, was das BFSG seit 2025 vorschreibt, wie Sie gute ALT-Texte schreiben und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Das ALT-Attribut auf einen Blick

Ein Alternativtext für Bilder – für Barrierefreiheit, Bildersuche und als Fallback.

img
HTML-Attribut des Bild-Tags
28.06.2025
BFSG in Kraft getreten
~80–125
Zeichen als Richtwert
alt=““
leer bei Dekobildern

Was ist das ALT-Attribut?

Definition

Das ALT-Attribut (von „Alternative“) ist ein Attribut des HTML-img-Tags, das eine textliche Beschreibung eines Bildes liefert – als Alternative für alle, die das Bild nicht sehen können oder bei denen es nicht geladen wird.

Im HTML-Code steht das Attribut direkt im Bild-Tag, neben dem Quellpfad im src-Attribut:

Grundsyntax

<img src="katze-im-garten.jpg" alt="Orange Katze spielt mit einem Ball im Garten">

Der Text im alt-Attribut wird im normalen Seitenlayout nicht sichtbar dargestellt, ist aber im Quelltext vorhanden und wird von Screenreadern vorgelesen sowie von Suchmaschinen ausgewertet.

Die drei Funktionen

👁️

Barrierefreiheit

Screenreader lesen den ALT-Text vor und machen so den Bildinhalt für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich.

🔍

Suchmaschinen

Der Text hilft Suchmaschinen, den Bildinhalt einzuordnen – vor allem relevant für die Google-Bildersuche.

Fallback

Lädt ein Bild nicht (Fehler, langsame Verbindung), zeigt der Browser stattdessen den Alternativtext an.

Die drei Funktionen des ALT-Attributs Ein Bild in der Mitte verweist auf drei Funktionen: links die Barrierefreiheit über Screenreader, oben die Auswertung durch Suchmaschinen für die Bildersuche, rechts die Anzeige als Ersatztext, wenn das Bild nicht geladen werden kann. img + altAlternativtext ScreenreaderBarrierefreiheit SuchmaschinenBildersuche Ersatztextbei Ladefehler
Ein Alternativtext erfüllt gleich drei Aufgaben – Zugänglichkeit, Auffindbarkeit und Ausfallsicherheit.

ALT-Attribut und Recht: das BFSG

Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es setzt die EU-Richtlinie 2019/882 (European Accessibility Act) in deutsches Recht um und verpflichtet erstmals auch private Unternehmen, bestimmte digitale Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher barrierefrei zu gestalten. Sinnvolle ALT-Texte für inhaltstragende Bilder sind ein Teil dieser Anforderungen.

Wer ist betroffen?

Das BFSG gilt für bestimmte Produkte (etwa Computer, Smartphones, Geldautomaten, E-Book-Reader) und verbraucherbezogene Dienstleistungen – darunter Online-Shops, Bankdienstleistungen, Telekommunikation und E-Books. Wichtig sind zwei Einschränkungen:

  • Kleinstunternehmen-Ausnahme: Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz (oder Bilanzsumme) sind bei Dienstleistungen ausgenommen – die Barrierefreiheit ist für sie freiwillig. Diese Ausnahme gilt jedoch nicht, wenn sie Produkte in den Verkehr bringen.
  • Nur B2C: Reine B2B-Angebote, die ausschließlich an Geschäftskunden gerichtet sind, fallen nicht unter das Gesetz.

Fristen & Bußgelder: Das BFSG gilt seit dem 28. Juni 2025. Für vor diesem Stichtag geschlossene Dienstleistungsverträge gibt es eine Übergangsfrist bis längstens 28. Juni 2030, für bestimmte Selbstbedienungsterminals deutlich länger. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro; überwacht wird durch die Marktüberwachungsbehörden der Länder.

Keine Rechtsberatung: Ob und in welchem Umfang Ihr Angebot konkret unter das BFSG fällt, hängt vom Einzelfall ab. Dieser Beitrag ersetzt keine rechtliche Beratung – im Zweifel hilft etwa der „BFSG-Check“ der Bundesfachstelle Barrierefreiheit oder eine fachkundige Prüfung.

Gute ALT-Texte schreiben

Ein guter ALT-Text beschreibt präzise und sachlich, was auf dem Bild zu sehen ist – so, dass der Inhalt allein durch den Text erkennbar wird. Als grober Richtwert gelten rund 80 bis 125 Zeichen.

Mythos „125-Zeichen-Grenze“: Es gibt keine feste technische Grenze, ab der ein ALT-Text abgeschnitten wird – moderne Screenreader lesen den vollständigen Text vor. Die oft genannten 125 Zeichen stammen aus dem Verhalten älterer Screenreader und sind heute nur noch eine Faustregel für Prägnanz, keine harte Obergrenze.

Zwei einfache Regeln verbessern fast jeden ALT-Text:

✓ Gut:

alt=“Geschäftsfrau präsentiert Verkaufszahlen auf einem Whiteboard im Konferenzraum“

✗ Schlecht:

alt=“Bild1″ · alt=“Foto von Frau“

Verzichten Sie außerdem auf Floskeln wie „Bild von …“ oder „Foto zeigt …“ – Screenreader kündigen ein Bild ohnehin als solches an.

Beschreibend, funktional oder leer?

Welcher ALT-Text richtig ist, hängt von der Rolle des Bildes ab:

Entscheidungshilfe für den richtigen ALT-Text Ausgangsfrage: Welche Rolle hat das Bild? Wenn es informativ ist, schreibt man einen beschreibenden ALT-Text. Wenn es eine Funktion auslöst, etwa ein Link oder Button, beschreibt man die Aktion. Wenn es rein dekorativ ist, verwendet man ein leeres ALT-Attribut. Welche Rolle hatdas Bild? informativ→ beschreibender Text funktional→ Aktion beschreiben dekorativ→ leeres alt=““ alt=“Balkendiagramm …“ alt=“Seite drucken“ alt=““
Drei Bildrollen, drei Strategien – informativ, funktional oder rein dekorativ.

Die drei Fälle im Code

<!-- informativ: Inhalt beschreiben -->
<img src="umsatz-2025.png" alt="Balkendiagramm: 15 % Umsatzplus im Jahr 2025">

<!-- funktional: Aktion beschreiben -->
<a href="/drucken"><img src="drucken.png" alt="Seite drucken"></a>

<!-- dekorativ: leeres alt, Screenreader überspringt -->
<img src="trennlinie.png" alt="">

Bei komplexen Grafiken wie ausführlichen Diagrammen kombinieren Sie einen kurzen ALT-Text mit einer ausführlichen Erklärung im umgebenden Fließtext oder in einer Tabelle. In Bildergalerien braucht jedes Bild einen eigenen, aussagekräftigen Text statt identischer Beschreibungen.

ALT-Attribute und SEO

Für die Suchmaschinenoptimierung sind ALT-Texte vor allem in der Google-Bildersuche wichtig: Sie helfen Suchmaschinen, den Inhalt eines Bildes zu verstehen und passend einzuordnen. Ein direkter Effekt auf das allgemeine Ranking einer Seite ist dagegen gering – ALT-Texte sind kein starker allgemeiner Ranking-Faktor, sondern ein sinnvoller Baustein guter, zugänglicher Inhalte.

Relevante Suchbegriffe dürfen natürlich einfließen, wenn sie das Bild tatsächlich beschreiben. Keyword-Stuffing schadet dagegen:

BewertungBeispiel
✓ Natürlichalt=“SEO-Expertin analysiert Ranking-Daten am Computer“
✗ Keyword-Stuffingalt=“SEO SEO-Beratung SEO-Optimierung SEO-Experte SEO-Analyse“

Auch für die KI-Suche nützlich: Multimodale KI-Systeme werten Bildbeschreibungen als zusätzliche Information aus. Gute ALT-Texte helfen also nicht nur Menschen und der Bildersuche, sondern auch dabei, dass Bildinhalte maschinell korrekt verstanden werden.

Technische Umsetzung

Im HTML wird das Attribut direkt im img-Tag gesetzt (siehe oben). In der Praxis übernehmen das meist Content-Management-Systeme über ein eigenes Eingabefeld:

  • WordPress: ALT-Text-Feld in der Medienbibliothek bzw. im Block-Editor.
  • TYPO3 / Drupal: eigene Felder für Alternativtexte bei Bildern.
  • Shop- & Baukastensysteme (Shopify, Wix u. a.): ALT-Text-Eingabe in den Bildeinstellungen.

KI-Werkzeuge und automatische Bilderkennung können Vorschläge liefern, doch eine menschliche Prüfung bleibt wichtig: Automatik erfasst den Kontext und die beabsichtigte Bildaussage oft nicht korrekt.

Häufige Fehler vermeiden

  • Fehlende ALT-Attribute: Jedes inhaltstragende Bild braucht einen Alternativtext.
  • Zu generisch: „Bild1″ oder „Foto“ sind wertlos.
  • Redundanz: Der ALT-Text sollte nicht einfach den umgebenden Text wiederholen.
  • Überoptimierung: Zu viele Keywords verschlechtern die Nutzererfahrung.
  • Dekobilder mit Text: Rein schmückende Bilder sollten ein leeres alt="" bekommen, nicht weggelassen werden.

Tools zur Prüfung

Fehlende oder problematische ALT-Attribute lassen sich systematisch aufspüren mit:

  • WAVE Accessibility Checker – Online-Tool und Browser-Erweiterung für Barrierefreiheit.
  • Google Lighthouse – technischer Audit (u. a. Accessibility) direkt in den Browser-Entwicklertools.
  • Screaming Frog SEO Spider – crawlt die Website und listet Bilder ohne ALT-Text auf.
  • Browser-Entwicklertools – zum manuellen Prüfen einzelner Bilder.

Fazit

Das ALT-Attribut ist weit mehr als eine technische Formalität: Es macht Bildinhalte für Menschen zugänglich, die sie nicht sehen können, hilft Suchmaschinen bei der Bildersuche und dient als Ersatz, wenn ein Bild nicht lädt. Seit dem BFSG vom 28. Juni 2025 ist es für viele Unternehmen zudem rechtlich relevant.

Die beste Faustregel ist zugleich die einfachste: Schreiben Sie ALT-Texte zuerst für Menschen, die das Bild nicht sehen können – präzise, sachlich und ohne Floskeln. Wer das beherzigt, erfüllt fast automatisch auch die Anforderungen an Barrierefreiheit und Bildersuche.

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Häufige Fragen zum ALT-Attribut

Was ist ein ALT-Attribut und wofür wird es verwendet?

Das ALT-Attribut ist ein Attribut des HTML-img-Tags, das eine textliche Beschreibung eines Bildes bereitstellt. Es erfüllt drei Aufgaben: Es macht Bildinhalte über Screenreader für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich, es hilft Suchmaschinen vor allem in der Bildersuche, den Bildinhalt einzuordnen, und es wird als Ersatztext angezeigt, wenn ein Bild nicht geladen werden kann. Damit ist es für Barrierefreiheit und Suchmaschinenoptimierung gleichermaßen wichtig.

Wie lang sollte ein ALT-Text sein?

Als grober Richtwert gelten rund 80 bis 125 Zeichen. Wichtig: Es gibt keine feste technische Grenze, ab der ein ALT-Text abgeschnitten wird – moderne Screenreader lesen den vollständigen Text vor. Die oft genannten 125 Zeichen stammen aus dem Verhalten älterer Screenreader und sind heute nur eine Faustregel für Prägnanz. Entscheidend ist, dass der Text den Bildinhalt klar und sachlich beschreibt, nicht die exakte Zeichenzahl.

Müssen alle Bilder ein ALT-Attribut haben?

Jedes inhaltstragende Bild sollte einen aussagekräftigen ALT-Text haben. Rein dekorative Bilder ohne informativen Wert erhalten dagegen ein leeres ALT-Attribut, also alt gleich zwei Anführungszeichen ohne Inhalt. Dieses leere Attribut signalisiert dem Screenreader, das Bild zu überspringen. Wichtig ist, das Attribut bei Dekobildern nicht ganz wegzulassen, sondern bewusst leer zu setzen.

Seit wann gilt das BFSG und was bedeutet es für ALT-Texte?

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist am 28. Juni 2025 in Kraft getreten und setzt den European Accessibility Act in deutsches Recht um. Es verpflichtet viele private Unternehmen, bestimmte digitale Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher barrierefrei zu gestalten – etwa Online-Shops oder Bankdienstleistungen. Sinnvolle ALT-Texte für inhaltstragende Bilder sind ein Teil dieser Anforderungen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.

Welche Unternehmen sind vom BFSG betroffen?

Das BFSG gilt für bestimmte Produkte und verbraucherbezogene Dienstleistungen, darunter Online-Shops, Banking und E-Books. Ausgenommen sind dienstleistungserbringende Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme – für sie ist Barrierefreiheit bei Dienstleistungen freiwillig. Diese Ausnahme gilt aber nicht, wenn sie Produkte in den Verkehr bringen. Reine B2B-Angebote fallen ebenfalls nicht unter das Gesetz.

Was ist der Unterschied zwischen beschreibenden, funktionalen und leeren ALT-Texten?

Beschreibende ALT-Texte werden für informative Bilder verwendet und schildern den Bildinhalt, etwa ein Diagramm. Funktionale ALT-Texte beschreiben die Aktion bei verlinkten Bildern oder Buttons, zum Beispiel Seite drucken bei einem Drucken-Symbol. Rein dekorative Bilder erhalten ein leeres ALT-Attribut, damit Screenreader sie überspringen. Welche Variante richtig ist, hängt also davon ab, welche Rolle das Bild auf der Seite hat.

Wie kann ich ALT-Attribute für SEO optimieren?

Beschreiben Sie präzise, was auf dem Bild zu sehen ist, und bauen Sie relevante Suchbegriffe nur dann ein, wenn sie das Bild tatsächlich beschreiben. Vermeiden Sie Keyword-Stuffing, also das Aneinanderreihen von Schlagwörtern, da dies als Spam gewertet werden kann. Achten Sie darauf, dass der ALT-Text zum Kontext der Seite passt. Für SEO sind ALT-Texte vor allem in der Bildersuche relevant; einen starken Einfluss auf das allgemeine Ranking haben sie nicht.

Wird ein ALT-Text wirklich nach 125 Zeichen abgeschnitten?

Nein, das ist ein verbreiteter Mythos. Es gibt keine feste technische Grenze von 125 Zeichen, ab der ein ALT-Text abgeschnitten wird. Moderne Screenreader lesen den kompletten Text vor. Die Zahl stammt aus dem Verhalten älterer Screenreader-Versionen. Dennoch ist es sinnvoll, ALT-Texte prägnant zu halten, damit sie schnell erfassbar bleiben – rund 80 bis 125 Zeichen sind ein guter Richtwert, aber keine harte Obergrenze.

Sollte ich Phrasen wie Bild von oder Foto zeigt verwenden?

Nein, auf solche Floskeln sollten Sie verzichten. Screenreader kündigen ein Bild bereits automatisch als Bild oder Grafik an, sodass Formulierungen wie Bild von oder Foto zeigt nur überflüssige Wiederholungen erzeugen. Beginnen Sie den ALT-Text stattdessen direkt mit der eigentlichen Beschreibung des Bildinhalts, zum Beispiel Orange Katze spielt mit einem Ball, statt Foto einer orangen Katze.

Welche Tools helfen bei der Überprüfung von ALT-Attributen?

Zur Prüfung eignen sich der WAVE-Accessibility-Checker als Online-Tool und Browser-Erweiterung, der Lighthouse-Audit von Google in den Browser-Entwicklertools sowie SEO-Crawler wie der Screaming Frog SEO Spider, der Bilder ohne ALT-Text auf der gesamten Website auflistet. Auch mit den Entwicklertools des Browsers lassen sich einzelne Bilder manuell prüfen. Viele CMS zeigen zudem direkt an, wenn ein ALT-Text fehlt.

Wie gehe ich mit komplexen Grafiken und Diagrammen um?

Bei komplexen Inhalten wie ausführlichen Diagrammen reicht ein kurzer ALT-Text allein nicht aus. Kombinieren Sie einen knappen Alternativtext, der das Bild grob einordnet, mit einer ausführlichen Beschreibung im umgebenden Fließtext oder in einer Tabelle. So erhalten auch Screenreader-Nutzer die vollständige Information. Der kurze ALT-Text kann dabei auf die ausführliche Erklärung verweisen.

Kann ich ALT-Texte automatisch per KI erstellen lassen?

KI-Werkzeuge und automatische Bilderkennung können Vorschläge für ALT-Texte liefern und die Arbeit beschleunigen. Eine menschliche Prüfung bleibt aber wichtig, da automatische Tools den Kontext und die beabsichtigte Bildaussage oft nicht korrekt erfassen. Ein Bild kann je nach Seitenkontext eine andere Beschreibung erfordern. Nutzen Sie KI daher als Hilfsmittel, kontrollieren und korrigieren Sie die Vorschläge aber stets selbst.

Letzte Bearbeitung am Sonntag, 7. Juni 2026 – 10:11 Uhr von Alex, Webmaster für Google und Bing SEO .

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