First-Party-Daten sind Daten, die du selbst erhebst, weil Menschen direkt mit deinem Unternehmen zu tun haben. Dazu gehören Bestellungen im eigenen Shop, Anfragen über das Kontaktformular, Anmeldungen zum Newsletter, Angaben im Kundenkonto und die Messwerte der eigenen Webanalyse. Google verwendet in seiner deutschen Ads-Hilfe den Ausdruck "selbst erhobene Kundendaten" und nennt als Beispiele E-Mail-Adresse, Name, Privatadresse und Telefonnummer [1]. In der englischen Fassung derselben Seite steht dafür "first-party customer data" [1].
Abgrenzung zu Daten von Dritten
Das Gegenstück sind Daten, die ein anderes Unternehmen über viele Websites hinweg sammelt. Technisch zeigt sich der Unterschied gut bei Cookies. Ein Cookie gehört zur besuchten Website, wenn seine Domain und sein Schema zu dieser Website passen. Stammt es von einer anderen Website, etwa aus einem eingebetteten Inhalt, spricht man von einem Drittanbieter-Cookie [2]. MDN beschreibt, dass Drittanbieter über solche Cookies ein websiteübergreifendes Profil des Surfverhaltens bilden können und dass Browser diese Cookies standardmäßig blockieren oder das planen [2]. Das kann eingebettete Dienste von Drittanbietern wie Widgets sozialer Netzwerke lahmlegen, MDN rät Entwicklern deshalb, sich weniger auf Drittanbieter-Cookies zu verlassen [2]. Mehr zu den Grundlagen steht im Eintrag Cookies.

Daten, die Kunden dir ausdrücklich und von sich aus mitteilen, etwa Vorlieben in einem Fragebogen, werden oft gesondert als Zero-Party-Daten bezeichnet.
Wo First-Party-Daten genutzt werden
Google Analytics 4 arbeitet mit eigenen Cookies der Website. Das Cookie _ga unterscheidet einzelne Nutzer, _ga_ mit der Kennung des Containers speichert den Sitzungsstatus, beide laufen standardmäßig zwei Jahre [3]. Wird Analytics mit einem Google-Ads-Konto verknüpft, kommen laut Google weitere Cookies hinzu, um Interaktionen mit Anzeigen zuverlässiger zu messen [3]. Google Ads bietet mit den erweiterten Conversions eine Funktion, die Conversion-Daten um selbst erhobene Kundendaten ergänzt [1]. Die Angaben werden vor dem Versand normalisiert, also etwa in Kleinbuchstaben umgewandelt, und mit dem Verfahren SHA256 gehasht [1]. Google ordnet sie damit Konten zu, die mit Anzeigen interagiert haben [1].

Ein Fahrradladen mit Onlineshop hat First-Party-Daten an vielen Stellen: Bestellungen, Werkstatttermine, Newsletter-Anmeldungen und die Zugriffsstatistik. Wer diese Quellen sauber pflegt und die Messung auf der eigenen Website stabil einrichtet, hängt weniger von Drittanbieter-Cookies ab. Für die Messung ohne Cookies passt der Beitrag Cookieloses Tracking, für den Vergleich der Werkzeuge Matomo oder Google Analytics. Technische Varianten erklären die Einträge Server-Side-Tracking und Consent Mode.
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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Nutzung und Recht
Dass du Daten selbst gesammelt hast, sagt noch nichts darüber, wofür du sie verwenden darfst. Welche Einwilligung oder Rechtsgrundlage für Analyse, Newsletter oder Werbezwecke nötig ist, ist eine rechtliche Frage, die dieser Eintrag nicht beantwortet.
Wenn du überlegst, welche deiner eigenen Daten für Auswertung und Werbung taugen und wie sie zusammenkommen, sprechen wir in der gratis Sprechstunde darüber.
- Organisation Erweiterte Conversions. Google Ads-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Verwendung von HTTP-Cookies. MDN Web Docs (Mozilla). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Verwendung von Cookies auf Websites. Google Analytics-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was sind Beispiele für First-Party-Daten?
Bestellungen im eigenen Shop, Anfragen über das Kontaktformular, Newsletter-Anmeldungen, Angaben im Kundenkonto und die Daten der eigenen Webanalyse. Gemeinsam ist ihnen, dass sie direkt zwischen dir und deinen Besuchern entstehen.
Was ist der Unterschied zwischen First-Party- und Third-Party-Daten?
First-Party-Daten erhebst du selbst bei deinen Besuchern und Kunden. Third-Party-Daten sammelt ein anderes Unternehmen, oft über viele Websites hinweg, etwa mit Drittanbieter-Cookies.
Nutzt Google Analytics 4 First-Party-Cookies?
Ja. GA4 setzt eigene Cookies der Website, darunter _ga zur Unterscheidung von Nutzern. Beide Standard-Cookies laufen laut Google zwei Jahre.
Darf ich First-Party-Daten für Werbung nutzen?
Das hängt von Zweck, Einwilligung und Rechtsgrundlage ab. Dieser Eintrag erklärt nur den Begriff, die Prüfung im Einzelfall ist Sache einer Rechtsberatung.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


