Nach einer Keyword-Recherche liegt meist eine Liste mit Hunderten Begriffen vor. Viele davon meinen dasselbe: "Terrassendielen Lärche", "Lärchendielen Terrasse" und "Terrasse aus Lärchenholz" suchen offensichtlich nach derselben Antwort. Andere klingen ähnlich und wollen etwas anderes, etwa "Lärchendielen verlegen" gegenüber "Lärchendielen kaufen". Keyword-Clustering sortiert die Liste so, dass Begriffe mit gleicher Absicht zusammenstehen. Jede dieser Gruppen ist dann der Kandidat für genau eine Seite.
Wie groß eine Gruppe wird, hängt vom Thema ab. Manche bestehen aus zwei Formulierungen, andere aus Dutzenden Varianten mit Ort, Material oder Größe. Entscheidend ist, dass eine einzige Seite alle Begriffe der Gruppe gut beantworten kann. Gelingt das nicht, ist die Gruppe zu breit und gehört geteilt.
Warum Gruppen statt einzelner Begriffe
Für jede Formulierung eine eigene Seite zu bauen, ist unnötig. Google schreibt im SEO-Startleitfaden, dass seine Systeme für den Sprachabgleich ausgefeilt sind und die Relevanz einer Seite auch dann erkennen, wenn die genauen Begriffe nicht darin vorkommen [1]. Eine gute Seite zu Lärchendielen für die Terrasse kann also alle drei Formulierungen aus dem Beispiel bedienen. Zugleich weist Google darauf hin, dass Menschen mit unterschiedlichem Vorwissen unterschiedliche Begriffe verwenden [1]. Wer die Fachsprache und die Alltagssprache einer Gruppe kennt, schreibt Texte, in denen sich beide wiederfinden.
Ohne Gruppen entstehen leicht mehrere Seiten, die dieselbe Frage beantworten. Das Ergebnis heißt Keyword-Kannibalisierung, und wie du sie findest, beschreibt der Eintrag Kannibalisierungsprüfung.
So entstehen die Gruppen
Den Kern bildet die Frage nach der Suchintention: Was will die Person, die diesen Begriff eintippt? Begriffe mit gleicher Absicht kommen in eine Gruppe, auch wenn sie unterschiedlich formuliert sind. Wir gehen dabei so vor, dass wir für unklare Fälle die Google-Ergebnisse ansehen. Zeigt Google für zwei Begriffe weitgehend dieselben Seiten, gehören sie meist zusammen. Zeigt es für den einen Ratgeber und für den anderen Shops, sind es zwei Gruppen.

Werkzeuge helfen beim Vorsortieren. Der Keyword-Planer von Google bildet aus den Ideen Kategorien, über die du die Liste eingrenzen kannst. Google nennt als Beispiel Laufschuhe, bei denen eine Kategorie zur Schuhfarbe erscheint [2]. Daneben filterst du die Liste dort nach Keyword-Text, Suchvolumen und Wettbewerb [2]. Solche Kategorien und Filter sind ein Anfang. Ob zwei Begriffe wirklich auf eine Seite gehören, entscheidest am Ende du.
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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Vom Cluster zur Seitenstruktur
Aus den Gruppen wird ein Plan: Jede Gruppe bekommt eine Adresse, festgehalten im Keyword-Mapping. Verwandte Gruppen ordnest du unter einer Übersichtsseite an, und so entsteht ein Themencluster mit einer Pillar Page in der Mitte. Auch Google empfiehlt, thematisch ähnliche Seiten in Verzeichnissen zu gruppieren [1]. Die Anleitung dazu steht im Ratgeber Keywords gruppieren und Themenfelder bilden.
Wenn du überlegst, wie du eine lange Keyword-Liste auf deine vorhandenen Seiten verteilst, sprechen wir in der gratis Sprechstunde darüber.
- Organisation SEO-Startleitfaden. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Neue Keyword-Ideen im Keyword-Planer optimieren. Google Ads-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Keyword-Clustering und Topic Cluster?
Keyword-Clustering ordnet Suchbegriffe zu Gruppen, die jeweils eine Seite bedienen. Ein Topic Cluster ist die Seitenstruktur, die daraus entstehen kann: eine Übersichtsseite mit verlinkten Unterseiten.
Braucht jede Formulierung eine eigene Seite?
Nein. Laut Google erkennen seine Systeme die Relevanz einer Seite auch ohne die genauen Begriffe. Begriffe mit gleicher Absicht gehören auf eine Seite.
Woran erkenne ich, dass zwei Begriffe zusammengehören?
Am besten an der Absicht. Nach unserer Erfahrung ein brauchbarer Test: Zeigt Google für beide weitgehend dieselben Ergebnisse, gehören sie meist in eine Gruppe.
Kann ein Werkzeug das Clustering übernehmen?
Es kann vorsortieren, etwa über die Kategorien im Keyword-Planer. Die Entscheidung, welche Begriffe auf eine Seite gehören, bleibt Handarbeit.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


