Kommentar-Spam sind Einträge in der Kommentarspalte eines Blogs, in Foren oder Gästebüchern, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Typisch sind kurze Lobsätze wie "Toller Artikel, danke!" mit einem Link auf einen Onlineshop, Beiträge in fremder Sprache oder lange Listen von Adressen. Oft füllen Programme die Formulare automatisch aus. Ziel ist fast immer ein Link, der Besucher anlocken oder das Ranking der verlinkten Seite heben soll.
Was Google dazu sagt
In den Spamrichtlinien für die Google-Suche taucht Kommentar-Spam an zwei Stellen auf. Unter nutzergeneriertem Spam versteht Google Spaminhalte, die Nutzer über einen Kanal für Nutzerinhalte zur Website hinzufügen. Zu den Beispielen zählen Spamkommentare in Blogs [1]. Beim Linkspam nennt Google außerdem Forenkommentare mit optimierten Links im Beitrag oder in der Signatur [1].
Für dich als Betreiber heißt das: Du schreibst den Spam nicht selbst, er steht aber auf deiner Website. Google kann gegen eine Website manuelle Maßnahmen ergreifen. Ist deine Website in der Search Console bestätigt, bekommst du eine Benachrichtigung per E-Mail, wenn das passiert [2].
So hältst du Kommentar-Spam fern
Google beschreibt in einer eigenen Anleitung, wie du nutzergenerierten Spam verhinderst [2]. Eine Moderation, bei der jeder Kommentar erst nach Freigabe erscheint, kann Spam laut Google erheblich verringern. Ein Captcha bei der Anmeldung oder im Formular soll sicherstellen, dass dort ein Mensch schreibt. Für Systeme wie WordPress gibt es Plugins gegen Spam, Google nennt Akismet als Beispiel. Adressen, von denen immer wieder Spam kommt, kannst du auf eine dauerhafte Sperrliste setzen [2]. Um automatische Einträge zu erkennen, rät Google, Merkmale mitzuschreiben: wie schnell ein Formular ausgefüllt wurde, wie viele Anfragen aus einem IP-Bereich kommen und welche Muster im User-Agent auftauchen [2].

Für Links in Inhalten, denen du nicht vertraust, empfiehlt Google das Attribut ugc oder nofollow [2]. Ob dein Blogsystem Kommentarlinks schon von selbst so auszeichnet, siehst du im Quelltext eines veröffentlichten Kommentars. Wie sich die Werte unterscheiden, zeigt der Ratgeber nofollow, sponsored und ugc. Beiträge neuer Nutzer ohne eingeführten Ruf kannst du außerdem mit noindex aus dem Index halten [2].
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Kommentar-Spam als Linkaufbau
Die andere Seite des Problems sind Firmen, die selbst Kommentare streuen, um an Links zu kommen. Google nennt Forenkommentare mit optimierten Links ausdrücklich als Beispiel für Linkspam [1]. Wer so vorgeht, riskiert also genau die Probleme, vor denen die Richtlinien warnen, und verärgert dazu die Betreiber der Blogs. Linkaufbau nach Googles Richtlinien beschreibt der Ratgeber Linkaufbau: Grundlagen.
Über alte Kommentare voller fremder Links und darüber, ob du die Kommentarfunktion besser schließt, sprechen wir in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Nutzergenerierten Spam auf deiner Website verhindern. Google Search Central. Stand 28.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Woran erkenne ich Kommentar-Spam?
An Kommentaren, die nichts mit dem Artikel zu tun haben: allgemeines Lob, fremde Sprache, Links auf Shops oder Wettportale, oft im Namen- oder Website-Feld. Häufen sich solche Einträge in kurzer Zeit, steckt meist ein Programm dahinter.
Schadet Kommentar-Spam meinem Ranking?
Google zählt Spamkommentare zum nutzergenerierten Spam und kann gegen eine Website manuelle Maßnahmen ergreifen. Deshalb lohnt es, Spam zu entfernen und neue Kommentare zu moderieren.
Welches Link-Attribut gehört an Kommentarlinks?
Google empfiehlt für Links in nicht vertrauenswürdigen Inhalten ugc oder nofollow. Ob dein System das schon von selbst setzt, zeigt der Quelltext eines Kommentars.
Bringen Kommentarlinks etwas für den Linkaufbau?
Google nennt Forenkommentare mit optimierten Links im Beitrag oder in der Signatur ausdrücklich als Beispiel für Linkspam. Ein Vorteil ist deshalb nicht zu erwarten, dafür das Risiko einer manuellen Maßnahme.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


