ROAS Der Return on Ad Spend setzt den mit Werbung erzielten Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten. Er unterscheidet sich vom ROI darin, dass er mit Umsatz rechnet, nicht mit Gewinn – ein ROAS von 400 Prozent kann bei geringer Marge trotzdem ein Verlustgeschäft sein. Die Kennzahl stammt aus der bezahlten Werbung und ist für SEO nur eingeschränkt brauchbar.
Kurz-Fakten
Rechnet mit Umsatz, nicht mit Gewinn – anders als der ROI
Ein hoher ROAS kann bei geringer Marge ein Verlust sein
Stammt aus der bezahlten Werbung, für SEO nur eingeschränkt anwendbar
Sinnvoll nur zusammen mit der Deckungsspanne betrachtet
Einordnung für die Praxis
Das Rechenbeispiel macht es deutlich: Bei 1.000 Euro Werbekosten und 4.000 Euro Umsatz beträgt der ROAS 400 Prozent. Liegt die Marge bei 20 Prozent, stehen 800 Euro Deckungsbeitrag gegen 1.000 Euro Kosten – ein Verlust von 200 Euro bei scheinbar gutem Wert.
Für die Suchmaschinenoptimierung ist die Kennzahl kaum übertragbar, weil es keinen laufenden Mitteleinsatz je Klick gibt. Wer SEO bewerten will, rechnet mit dem ROI über längere Zeiträume.
Inhaber von SEO NW in Bertingen, seit 2012 in der Suchmaschinenoptimierung. Betreut Websites für Google und Bing, Schwerpunkte technisches SEO, strukturierte Daten und die Frage, unter welchen Bedingungen Sprachmodelle einen Inhalt übernehmen. Schreibt und prüft die Einträge dieses Glossars.