Vereinfacht gesagt nimmt ein Voice Assistant gesprochene Sprache auf, versteht, was gemeint ist, und führt eine Aktion aus oder antwortet mit einem gesprochenen Satz. Bekannte Beispiele laufen auf Smartphones, in smarten Lautsprechern, in Fernsehern und in Autos. Google beschreibt seinen Assistant als Hilfe, mit der man Informationen findet und Dinge erledigt, und nennt als Beispiele Fragen stellen, Anrufe starten, SMS senden, Erinnerungen einstellen und Wegbeschreibungen abrufen [1]. Die Suche per Stimme ist also nur eine Aufgabe unter vielen. Sie hat einen eigenen Eintrag: Sprachsuche.
Wofür Menschen Sprachassistenten nutzen
Der Digitalverband Bitkom hat 2024 gefragt, wofür die Menschen in Deutschland Sprachsteuerung einsetzen. Grundlage war eine telefonische Befragung von 1.205 Personen ab 16 Jahren [2]. Ganz vorn liegen Audioinhalte mit 89 Prozent der Nutzer, gefolgt von Anrufen und dem Steuern von Haushaltsgeräten mit je 75 Prozent [2]. Suchanfragen oder Internetrecherchen starten 59 Prozent per Stimme, Verkehrsmeldungen fragen 45 Prozent ab, das Wetter 37 Prozent [2]. Navigation und Abfahrtszeiten von Bus und Bahn liegen bei 35 und 34 Prozent [2].

Für Websites ist die Reihenfolge aufschlussreich. Viele Befehle führen gar nicht ins Netz, ein Lied oder ein Anruf braucht keine Website. Wo doch gesucht wird, hilft eine kurze Antwort mehr als eine Liste mit zehn Links. Wer im Auto nach dem Wetter fragt oder nach der nächsten Abfahrt der Bahn, schaut dabei nicht auf einen Bildschirm. Eine Website, die eine solche Frage beantwortet, sollte die Antwort deshalb so formulieren, dass sie auch vorgelesen ohne Zusammenhang verständlich bleibt, mit vollständigen Sätzen und ohne Verweise wie "siehe Tabelle oben".
Woher die Antworten kommen
Woher ein Assistent seine Antwort holt, ob aus einer Website, einem Kartendienst oder anderen Daten, hängt vom Gerät und vom Hersteller ab. Eine ausdrückliche Schnittstelle für Websites gibt es bei Google: Mit der Auszeichnung speakable lassen sich Abschnitte eines Artikels oder einer Seite markieren, die sich zum Vorlesen eignen [3]. Google empfiehlt dafür Abschnitte von etwa 20 bis 30 Sekunden Sprechzeit, also zwei bis drei Sätze [3]. Die Funktion ist laut Google noch in der Betaphase und gilt nur für englischsprachige Inhalte und Nutzer in den USA, deren Google-Home-Geräte auf Englisch eingestellt sind [3]. Für eine deutschsprachige Website bringt sie deshalb derzeit nichts.
Was du für lokale Sprachanfragen vorbereiten kannst, beschreibt der Ratgeber Lokale Sprachsuche. Wie du Antworten so schreibst, dass sie für sich verständlich sind, beantwortet Wie optimiere ich für Sprachsuche?. Verwandt sind die Einträge Featured Snippets und Conversational Search, denn auch dort zählt eine kurze, klare Antwort.
Über die Frage, ob Sprachassistenten für dein Geschäft überhaupt eine Rolle spielen und welche Angaben dafür stimmen müssen, sprechen wir in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Google Assistant auf Ihrem Smartphone oder Tablet einrichten. Google Assistant-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Studie Musik, Anrufe, Smart Home: Dafür wird Sprachsteuerung genutzt. Bitkom e. V. (Befragung Bitkom Research). Stand 29.11.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Für die Sprachausgabe geeignete (Article, WebPage) strukturierte Daten (BETA). Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Voice Assistant und Sprachsuche?
Der Voice Assistant ist das Programm, das gesprochene Befehle versteht. Die Sprachsuche ist eine seiner Aufgaben, nämlich eine Suchanfrage per Stimme.
Wofür werden Sprachassistenten am häufigsten genutzt?
Laut Bitkom 2024 vor allem für Musik und andere Audioinhalte, für Anrufe und zum Steuern von Haushaltsgeräten. Suchanfragen starten 59 Prozent der Nutzer per Stimme.
Brauche ich speakable-Auszeichnungen auf meiner Website?
Für deutschsprachige Inhalte derzeit nicht. Google nutzt speakable laut eigener Dokumentation nur für englischsprachige Inhalte und Nutzer in den USA, die Funktion ist noch in der Betaphase.
Wie lang sollte ein Abschnitt zum Vorlesen sein?
Google empfiehlt für speakable-Abschnitte etwa 20 bis 30 Sekunden Sprechzeit, das sind ungefähr zwei bis drei Sätze.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


