Ein Webkatalog funktioniert wie das Inhaltsverzeichnis eines sehr großen Nachschlagewerks. Oben stehen Hauptthemen wie Wirtschaft, Gesundheit oder Reisen, darunter immer feinere Unterkategorien und ganz unten die Einträge: der Name einer Website, ein Link und ein oder zwei Sätze Beschreibung. Wer etwas sucht, klickt sich durch die Kategorien, statt einen Suchbegriff einzutippen. Der Unterschied zur Suchmaschine liegt in der Pflege. Eine Suchmaschine sammelt Seiten mit einem Crawler selbst ein, ein Webkatalog nimmt nur auf, was jemand angemeldet und eingeordnet hat.
Ein Beispiel mit langer Geschichte
Ein bekanntes Webverzeichnis begann als Open Directory Project, hieß später DMOZ und wird seit 2017 als Curlie fortgeführt [1]. Curlie beschreibt sich als Verzeichnis, das von Menschen bearbeitet wird und das größte seiner Art im Web sein will. Die Einträge pflegen freiwillige Redakteure, und wer eine Website vorschlagen oder als Redakteur mitarbeiten will, kann das über die Website tun [1]. Neben solchen allgemeinen Katalogen gibt es viele spezialisierte Verzeichnisse für eine Branche, eine Region oder ein Fachgebiet. Ein Verzeichnis aller Weingüter einer Anbauregion oder eine Linkliste eines Fachverbands für seine Mitglieder folgt demselben Prinzip, nur mit engerem Thema.
Was Google zu Links aus Katalogen sagt
Lange galt ein Eintrag in möglichst vielen Katalogen als einfacher Weg zu Backlinks. Google nennt in seinen Spamrichtlinien Links aus Verzeichnissen oder Lesezeichendiensten von geringer Qualität als Beispiel für Link-Spam [2]. Ein Eintrag, der nur wegen des Links angelegt wird, bringt also wenig und kann im schlechten Fall schaden. Kostet ein Eintrag mit Link Geld, ist er laut Google mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" zu kennzeichnen [3]. Was die Attribute bedeuten, steht unter sponsored-Attribut.

Ein seriöser Katalog lässt sich daran erkennen, dass Menschen ihn tatsächlich nutzen, dass Einträge geprüft und nicht automatisch freigeschaltet werden und dass die Kategorien zum Inhalt der Websites passen. Ein Katalog, in dem unter "Gesundheit" Kreditvermittler und Online-Casinos stehen, gehört nicht dazu. Vorsicht ist auch bei Angeboten geboten, die gegen Geld Einträge in Hunderten Katalogen auf einmal versprechen. Wie du Verzeichniseinträge im Linkaufbau einordnest und seriöse Angebote erkennst, beschreibt der Ratgeber Verzeichniseinträge und Branchenbuch.
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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Webkatalog, Branchenbuch und Bestenliste
Die Begriffe liegen nah beieinander. Ein Webkatalog verzeichnet Websites nach Themen. Ein Branchenbuch verzeichnet Unternehmen mit Anschrift, Telefon und Öffnungszeiten, damit Kunden in der Nähe einen Betrieb finden. Welche Branchenverzeichnisse für lokale Betriebe nützlich sind, steht im Ratgeber Lokale Branchenverzeichnisse nutzen. Eine Bestenliste ordnet Einträge zusätzlich nach einer Rangfolge.
Für die Frage, welche alten Katalogeinträge deiner Website du stehen lassen kannst und welche dir eher schaden, gibt es die gratis Sprechstunde, dort sprechen wir darüber.
- Organisation About Curlie. Curlie. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Link-Best-Practices für Google. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Webkatalog und Suchmaschine?
Eine Suchmaschine sammelt Seiten automatisch mit einem Crawler ein. Ein Webkatalog nimmt nur Websites auf, die angemeldet und von Menschen in Kategorien eingeordnet wurden.
Bringen Webkataloge heute noch etwas für SEO?
Als Linkquelle kaum. Google zählt Links aus Verzeichnissen geringer Qualität zum Link-Spam. Nützlich ist ein Eintrag nur, wenn der Katalog echte Besucher hat, die dein Angebot suchen.
Gibt es DMOZ noch?
Das Verzeichnis wird seit 2017 unter dem Namen Curlie weitergeführt, gepflegt von freiwilligen Redakteuren.
Muss ich bezahlte Katalogeinträge kennzeichnen?
Kostet ein Eintrag mit Link Geld, soll der Link laut Google mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sein.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


