Linkaufbau kann eine Daueraufgabe sein oder ein Projekt mit Anfang und Ende. Für die zweite Form hat sich der Ausdruck Link-Building-Kampagne eingebürgert. Eine Kampagne hat ein Ziel, etwa Links auf eine neue Ratgeberseite oder auf eine Produktkategorie, einen Anlass, der das Verlinken rechtfertigt, und einen festen Zeitraum. Der allgemeine Begriff und die üblichen Methoden stehen im Eintrag Linkbuilding.
Aus welchen Teilen eine Kampagne besteht
Am Anfang steht etwas, auf das andere gern verweisen: eine eigene Auswertung, ein kostenloses Werkzeug, ein gut gemachter Leitfaden oder ein Thema mit Nachrichtenwert. Dann folgt eine Liste von Websites, für deren Leser das passt, zum Beispiel Fachportale, Lokalzeitungen, Verbände oder Blogs aus der Branche. Die gezielte Ansprache dieser Redaktionen heißt Outreach, die pressenahe Form Digital PR. Am Ende steht die Auswertung, welche Links wirklich entstanden sind.

Vor dem Start klärt man, welche Seite die Links bekommen soll und warum gerade sie. Eine Kampagne für eine Produktkategorie braucht einen anderen Anlass als eine für einen Ratgeber. Ebenso gehört in den Plan, wie viele Redaktionen angesprochen werden, wer nachfasst, wenn keine Antwort kommt, und wann die Kampagne endet.
Wo Google die Grenze zieht
Für Google zählt, warum ein Link entsteht. Die Spam-Richtlinien nennen als Link-Spam unter anderem gekaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, automatisierte Programme zum Erstellen von Links sowie optimierte Ankertexte in Artikeln, Gastbeiträgen oder Pressemitteilungen, die auf anderen Websites verbreitet werden [1]. Im Juli 2021 schrieb Google, man habe in der Vergangenheit Kampagnen mit minderwertigen gesponserten Beiträgen und Gastbeiträgen beobachtet, die vor allem Links bringen sollten. Für Links in solchen Beiträgen empfiehlt Google ausdrücklich die passenden rel-Werte [2]. Im selben Beitrag heißt es, hochwertige Inhalte und eine bessere Nutzererfahrung seien dem Manipulieren von Links immer überlegen [2].
Daraus folgt eine einfache Regel für die Planung. Eine Kampagne nach Googles Richtlinien bietet den angesprochenen Redaktionen etwas, das ihre Leser interessiert, und überlässt ihnen, ob und wie sie verlinken. Vorgaben zum Ankertext, Zahlungen für einen Link oder Hunderte gleich lautender Gastartikel gehören nicht dazu.
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Den Erfolg messen
Neue Links zeigt der Linkbericht der Search Console mit den meistverlinkten Seiten, den verweisenden Websites und dem häufigsten Linktext. Google weist darauf hin, dass der Bericht nicht alle Links enthält und die Tabellen auf 1.000 Zeilen begrenzt sind [3]. Nach unserer Erfahrung lohnt es sich, neben der Zahl der Links auch die Besucher zu notieren, die über die neuen Verweise kommen. Wie du einzelne Links einordnest, erklärt der Ratgeber Backlinks prüfen und bewerten.
Die Schritte vom Thema bis zur Ansprache beschreiben die Ratgeber Linkaufbau: Grundlagen und Digital PR für Backlinks. Wer den Linkaufbau abgeben will, findet die Leistung Linkaufbau nach Googles Richtlinien bei SEO NW.
Für die Frage, welcher Inhalt deiner Website als Anlass für eine Kampagne taugt, gibt es die gratis Sprechstunde.
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation A reminder on qualifying links and our link spam update. Google Search Central Blog. Stand 26.07.2021. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Bericht "Links". Search Console-Hilfe (Google). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was unterscheidet eine Link-Building-Kampagne vom laufenden Linkaufbau?
Die Kampagne hat ein festes Ziel, einen Anlass und einen begrenzten Zeitraum. Laufender Linkaufbau ist die dauerhafte Pflege von Kontakten und Inhalten ohne festes Ende.
Sind Gastbeiträge in einer Kampagne erlaubt?
Google nennt Gastbeiträge nicht grundsätzlich als Verstoß. Es warnt aber vor Kampagnen mit Gastbeiträgen, die vor allem Links bringen sollen, und zählt optimierte Ankertexte darin zum Link-Spam. Für Links in solchen Beiträgen empfiehlt Google die passenden rel-Werte.
Wie lange dauert eine Link-Building-Kampagne?
Eine feste Dauer gibt es nicht. Sie hängt davon ab, wie viele Redaktionen angesprochen werden und wie schnell sie reagieren.
Wo sehe ich, ob eine Kampagne Links gebracht hat?
Im Linkbericht der Search Console. Er zeigt verweisende Websites und Linktexte, aber nicht alle Links. Eine eigene Liste der Fundstellen schließt die Lücke.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


