Wer den Namen eines Herstellers mit "Ersatzteil" kombiniert oder "Bäckerei Sonnenkorn Sonntag geöffnet" eintippt, nennt einen Namen. Solche Suchbegriffe heißen Markenkeywords. Sie enthalten eine Marke, einen Firmennamen oder einen Produktnamen und verraten, dass der Suchende schon weiß, wen oder was er will. Der Eintrag Branded Keywords erklärt, wie du die Suchen nach deinem eigenen Namen in der Search Console von den übrigen trennst. Hier geht es um die Frage, welche Markennamen in deiner Keywordliste auftauchen und wie du mit ihnen umgehst.
Drei Arten von Markennamen
In einer Keyword-Recherche lassen sich Markenkeywords grob danach sortieren, wem der Name gehört.

- Die eigene Marke: der Firmenname, eigene Produktnamen, oft mit Zusätzen wie Öffnungszeiten, Erfahrungen oder Kontakt.
- Fremde Marken, die du führst: Ein Fachhändler verkauft Geräte bestimmter Hersteller, und seine Kunden suchen nach Modellnamen.
- Marken von Wettbewerbern: Namen anderer Anbieter derselben Leistung.
Für die eigene Marke bist du die erste Adresse, solange die Website die Fragen beantwortet, die zu deinem Namen gestellt werden. Bei geführten Herstellermarken konkurriert ein Händler mit dem Hersteller selbst und mit anderen Händlern, deshalb zählen dort Produktseiten mit eigenen Angaben zu Beratung, Lieferung oder Service. Wer mit eigenen Inhalten oder Anzeigen auf den Namen eines Wettbewerbers zielt, stößt auf rechtliche Fragen, die der Ratgeber weiter unten aufgreift.
Was Googles Markenrichtlinie bei Anzeigen regelt
Bei bezahlten Anzeigen gilt die Markenrichtlinie von Google Ads. Danach schränkt Google die Verwendung von Marken als Keywords nicht ein [1]. Eingeschränkt werden kann die Marke im Anzeigentext, etwa in Anzeigen direkter Mitbewerber oder wenn sie verwirrend, trügerisch oder irreführend verwendet wird [1]. Geprüft wird die Anzeige selbst, die Marke muss also in der Anzeige stehen und nicht nur auf der Zielseite [1]. Markeninhaber können bei Google eine Beschwerde einreichen, und Google beachtet nach eigener Aussage die Markengesetze der jeweiligen Länder [1]. Wie Google Anzeigen allgemein ausliefert, erklärt der Eintrag Google Ads.
Was Googles Richtlinie erlaubt, beantwortet noch nicht die Frage, was nach Markenrecht zulässig ist. Diese Frage behandelt der Ratgeber Markenrecht und Keywords. Im Zweifel klärt sie ein Anwalt für Markenrecht.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Markenkeywords in der Auswertung
In Berichten verzerren Markenkeywords das Bild, weil Suchen nach dem eigenen Namen meist sehr gut abschneiden. Google bietet in der Search Console einen Filter, der Suchanfragen in Branded und Non-branded teilt [2]. Wie er einteilt und welche Bedingungen gelten, beschreibt der Eintrag Branded Keywords. Welchen Anteil der Besuche solche Suchen bringen, beschreibt der Eintrag Branded Traffic, wie die Ergebnisseite zu deinem Namen aussieht, der Eintrag Brand SERP.
Für die Frage, welche Markennamen in deiner Keywordliste stehen und welche davon eine eigene Seite verdienen, gibt es die gratis Sprechstunde. Dort sprechen wir darüber.
- Organisation Marken (Google Ads-Richtlinien). Google Ads-Richtlinienhilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Introducing the branded queries filter in Search Console. Google Search Central Blog. Stand 20.11.2025, ergänzt 11.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Sind Markenkeywords dasselbe wie Branded Keywords?
Weitgehend ja. Mit Branded Keywords sind meist Suchen nach dem eigenen Namen gemeint. Markenkeywords umfasst auch fremde Marken, etwa Herstellermarken im Sortiment oder Namen von Wettbewerbern.
Darf ich den Namen eines Wettbewerbers als Keyword in Google Ads buchen?
Googles Markenrichtlinie schränkt Marken als Keywords nicht ein, wohl aber im Anzeigentext. Ob das im Einzelfall markenrechtlich zulässig ist, ist eine Rechtsfrage, die ein Anwalt klärt.
Warum ranke ich bei meinem eigenen Namen so gut?
Wer deinen Namen sucht, will meist zu dir. Deshalb erscheinen Markensuchen in Berichten oft mit hoher Klickrate und guter Position, sie sagen aber wenig darüber, wie neue Kunden dich finden.
Lohnen sich Seiten für Herstellermarken?
Für Händler oft, wenn die Seite mehr bietet als den Herstellertext, etwa Beratung, Verfügbarkeit oder Service vor Ort.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.


