Geotargeting Geotargeting bezeichnet die Ausrichtung von Inhalten oder Anzeigen auf einen geografischen Raum. In der Suchmaschinenoptimierung geschieht das über mehrere Signale: die Domainendung, hreflang-Angaben, Ortsbezüge im Inhalt, die Unternehmensadresse und – nur schwach – den Serverstandort. Eine erzwungene Weiterleitung nach IP-Adresse ist dabei das falsche Mittel.
Kurz-Fakten
Mehrere Signale wirken zusammen; keines allein entscheidet
Domainendung und Inhalt wiegen schwerer als der Serverstandort
Erzwungene Weiterleitung nach IP-Adresse verhindert die Indexierung anderer Fassungen
Für Anzeigen ist Geotargeting präzise steuerbar, für unbezahlte Ergebnisse nicht
Einordnung für die Praxis
Der Unterschied zwischen bezahlt und unbezahlt ist hier groß. Bei Anzeigen lässt sich der Umkreis auf den Kilometer festlegen. Bei unbezahlten Ergebnissen gibt es keine solche Einstellung – dort entscheiden Signale, die man setzen, aber nicht steuern kann.
Der klassische Fehler bleibt die Zwangsweiterleitung nach Standort. Sie trifft auch den Crawler: Wer aus den USA abruft und auf die englischsprachige Fassung geleitet wird, sieht die deutsche nie.
Inhaber von SEO NW in Bertingen, seit 2012 in der Suchmaschinenoptimierung. Betreut Websites für Google und Bing, Schwerpunkte technisches SEO, strukturierte Daten und die Frage, unter welchen Bedingungen Sprachmodelle einen Inhalt übernehmen. Schreibt und prüft die Einträge dieses Glossars.