Informational Keywords
Informational Keywords sind Suchbegriffe, mit denen Nutzer nach Informationen, Antworten oder Wissen suchen – nicht, um etwas zu kaufen oder eine bestimmte Website anzusteuern. Dieser Leitfaden erklärt verständlich, was sie ausmacht, wie sie in die vier Suchintentionen passen, wie man sie erkennt und findet, warum sie für SEO wertvoll sind – und wie sich ihr Wert durch Zero-Click-Suchen und AI Overviews verschoben hat.
Suchintention: lernen, nicht kaufen
Die Keywords am Anfang der Customer Journey
Wer „was ist …“ oder „wie funktioniert …“ sucht, will Wissen – noch keinen Kauf. Genau hier bauen Sie Reichweite, Vertrauen und thematische Autorität auf.
Was sind Informational Keywords?
Definition
Informational Keywords sind Suchbegriffe, mit denen Nutzer nach Informationen, Antworten oder Wissen zu einem Thema suchen. Im Vordergrund steht nicht der Kauf und nicht das Ansteuern einer bestimmten Website, sondern das Verstehen oder Lernen.
Wer solche Begriffe eingibt, befindet sich meist am Anfang der Customer Journey und ist noch nicht kaufbereit. Typisch sind Formulierungen mit Fragewörtern wie „was“, „wie“, „warum“, „welche“, „wann“ oder „wo“. Informationale Suchanfragen machen einen sehr großen Teil aller Suchen aus – oft den größten Anteil. Genaue Prozentwerte schwanken jedoch stark je nach Studie und Messmethode und sollten nicht überbewertet werden.
Die vier Suchintentionen
Informational Keywords versteht man am besten im Kontext aller Suchintentionen. Üblich ist die Einteilung in vier Typen – die Google grob im Modell „Know, Do, Go“ zusammenfasst:
Im Zweifel: die echten Suchergebnisse ansehen
Viele Suchbegriffe haben gemischte Absichten. Am sichersten erkennt man die Intention, indem man den Begriff bei Google eingibt und schaut, welche Inhalte ranken: Dominieren Ratgeber und Definitionen, ist die Absicht informational; tauchen viele Produktseiten auf, ist sie eher kommerziell.
Signalwörter & Content-Formate
Informational Keywords erkennt man häufig an typischen Signalwörtern – und aus dem Signalwort ergibt sich oft schon das passende Content-Format:
Weitere Signalwörter sind „Anleitung“, „Tutorial“, „Schritt für Schritt“, „Leitfaden“ (How-to), „Definition“, „Bedeutung“, „erklärt“ (Begriffsklärung) sowie „Beispiele“, „Arten von“ oder „Übersicht“ (Aufzählung).
Warum sie für SEO wichtig sind
Informational Keywords erreichen Nutzer in der frühen Awareness-Phase – lange bevor eine Kaufentscheidung ansteht. Das macht sie aus mehreren Gründen wertvoll:
- Thematische Autorität & E-E-A-T: Wer hilfreiche Inhalte bietet, wird über die Zeit als kompetente, vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen.
- Langfristiger Traffic: Gute Ratgeber bleiben oft über Jahre relevant.
- Linkwürdigkeit: Hochwertige Informationsinhalte werden eher verlinkt und geteilt.
- Funnel-Einstieg: Über interne Verlinkung führt man Leser vom ersten Wissensbedarf zu konkreten Angeboten.
Ehrlich bleiben: selten direkter Verkauf
Informational Keywords führen selten zu einem direkten Kauf. Ihr Wert liegt in Reichweite, Vertrauen und im Anstoßen der Customer Journey – nicht in einer sofortigen Conversion. Wer hier „schnellen Umsatz“ erwartet, wird enttäuscht; wer auf Aufbau setzt, gewinnt.
Informational Keywords finden
Zwei Wege ergänzen sich:
- Keyword-Tools: Google Keyword Planner, Ahrefs, Semrush, Answer the Public (auf Frage-Keywords spezialisiert) und die Google Search Console liefern Begriffe und verwandte Fragen.
- SERP-Analyse: der zuverlässigste Test. Geben Sie den Begriff bei Google ein – dominieren Ratgeber, Definitionen und Anleitungen, ist die Absicht informational. Featured Snippets und der „Ähnliche Fragen“-Kasten (People Also Ask) liefern zusätzliche Themen.
Long-Tail nutzen
Längere, spezifische Suchphrasen wie „wie optimiere ich meine Website für die lokale Suche“ haben weniger Wettbewerb, treffen ein konkretes Bedürfnis genauer und lassen sich mit passendem Inhalt leichter bedienen als kurze, hart umkämpfte Begriffe.
Zero-Click & AI Overviews
Gerade bei informationalen Suchanfragen hat sich die Lage verändert: Google beantwortet viele Wissensfragen heute direkt auf der Suchergebnisseite – über Featured Snippets, den Wissensgraphen und zunehmend über KI-Zusammenfassungen, die seit Mai 2024 als AI Overviews laufen (sie lösten die frühere „Search Generative Experience“ ab).
Die Folge sind viele Zero-Click-Suchen: Platz 1 für ein informationales Keyword bedeutet nicht mehr automatisch viel Besucherverkehr. Das ist kein Abgesang auf diese Keywords, sondern eine Verschiebung ihres Werts:
- In KI-Antworten zitiert werden (Stichwort GEO – Generative Engine Optimization).
- Auf Tiefe setzen bei Themen, bei denen Nutzer echte Beispiele, Erfahrung und Details brauchen, die eine kurze Zusammenfassung nicht liefert.
- Klug verknüpfen: informationalen Inhalt gezielt mit weiterführenden, kommerziellen Seiten verbinden.
Häufige Fehler
- Keyword-Stuffing: das Ziel-Keyword erzwungen wiederholen. Eine „magische Keyword-Dichte“ gibt es nicht – natürlich schreiben und Synonyme nutzen.
- Suchintention ignorieren: Wer „wie installiere ich WordPress“ sucht, will eine Anleitung, keine Theorie-Abhandlung.
- Zu dünner Inhalt: Die Frage muss vollständig beantwortet werden. Aber: Eine feste Wortzahl ist kein Rankingfaktor – entscheidend ist, die Frage besser zu beantworten als der Wettbewerb, nicht „2000+ Wörter“.
- Veraltete Texte: Besonders in schnelllebigen Themen verlieren ungepflegte Inhalte an Relevanz – regelmäßig aktualisieren.
Fazit
Informational Keywords sind das Tor zur frühen Customer Journey: Sie erreichen Menschen, die lernen und verstehen wollen, und sind die Grundlage, um über die Zeit thematische Autorität und Vertrauen aufzubauen. Der Schlüssel liegt darin, die echte Suchintention zu treffen – das richtige Format zum Signalwort – und den Inhalt klug mit weiterführenden Seiten zu verknüpfen.
Realistisch bleiben: Direkter Verkauf ist selten das Ergebnis, und durch Zero-Click und AI Overviews wandert ein Teil der Antworten auf die Suchergebnisseite. Wer trotzdem auf echte Tiefe, gute Verlinkung und Sichtbarkeit in KI-Antworten setzt, macht aus Informational Keywords einen nachhaltigen Wachstumshebel statt einer kurzlebigen Traffic-Quelle.
Eine Content-Strategie, die wirklich trägt?
Von der Keyword- und Suchintentions-Analyse über themenzentrierte Content-Cluster bis zur internen Verlinkung, die Leser vom ersten Wissensbedarf zum Angebot führt – und zur Optimierung für AI Overviews (GEO): Wir bauen Informational Content auf, der Reichweite, Autorität und am Ende auch Kunden bringt.
Häufige Fragen zu Informational Keywords
Was sind Informational Keywords?
Informational Keywords sind Suchbegriffe, mit denen Nutzer nach Informationen, Antworten oder Wissen zu einem Thema suchen. Im Vordergrund steht nicht der Kauf und nicht das Ansteuern einer bestimmten Website, sondern das Verstehen oder Lernen. Wer solche Begriffe eingibt, befindet sich meist am Anfang der Customer Journey und ist noch nicht kaufbereit. Typisch sind Formulierungen mit Fragewörtern wie was, wie, warum, welche, wann oder wo, sowie Zusätze wie Anleitung, Definition oder Vergleich.
Was ist der Unterschied zwischen Informational und Transactional Keywords?
Informational Keywords werden verwendet, wenn Nutzer sich informieren oder etwas verstehen wollen, ohne eine direkte Kaufabsicht zu haben, etwa bei was ist SEO oder wie funktioniert WordPress. Transactional Keywords signalisieren dagegen eine klare Handlungs- oder Kaufabsicht, etwa WordPress Hosting kaufen oder Flug buchen. Informational Keywords haben tendenziell ein höheres Suchvolumen, führen aber seltener direkt zu einem Verkauf, während transaktionale Begriffe ein geringeres Volumen, aber eine höhere Kaufbereitschaft aufweisen.
Welche vier Suchintentionen gibt es?
Üblich ist die Einteilung in vier Typen. Informationale Absicht bedeutet, etwas wissen zu wollen, etwa was ist SEO. Navigationale Absicht zielt auf eine bestimmte Seite, etwa Facebook Login. Transaktionale Absicht steht für Kaufen oder Handeln, etwa iPhone kaufen. Die kommerzielle Recherche, Commercial Investigation, beschreibt das Vergleichen vor dem Kauf, etwa beste SEO-Tools oder ein Produkttest. Google fasst das grob im Modell Know, Do und Go zusammen, wobei Informational dem Know-Bereich entspricht.
Woran erkenne ich Informational Keywords?
An typischen Signalwörtern. Fragewörter wie was, wie, warum, welche, wann und wo deuten klar auf eine Informationsabsicht hin. Daneben gibt es Zusätze wie Anleitung, Tutorial oder Leitfaden für How-to-Inhalte, Definition, Bedeutung oder erklärt für Begriffsklärungen, Tipps, Beispiele oder Liste für Aufzählungen sowie Unterschied, Vergleich oder vs für Gegenüberstellungen. Am sichersten erkennt man die Absicht aber, indem man den Begriff bei Google eingibt und prüft, welche Inhalte tatsächlich ranken.
Warum sind Informational Keywords für SEO wichtig?
Sie erreichen Nutzer in der frühen Awareness-Phase, lange bevor eine Kaufentscheidung ansteht. Wer hier hilfreiche Inhalte bietet, baut über die Zeit thematische Autorität auf und stärkt die im E-E-A-T-Prinzip beschriebene Wahrnehmung als kompetente und vertrauenswürdige Quelle. Solche Inhalte erzeugen langfristigen organischen Traffic, werden eher verlinkt und geteilt und lassen sich über interne Verlinkung mit kommerziellen Seiten verbinden, um Leser Schritt für Schritt zu einem Angebot zu führen.
Können Informational Keywords zu Verkäufen führen?
Direkt nur selten, indirekt aber durchaus. Informational Keywords signalisieren keine Kaufabsicht, sondern Wissensbedarf. Ihr Wert liegt in Reichweite, Vertrauen und im Anstoßen der Customer Journey. Über eine durchdachte interne Verlinkung zu kommerziellen Seiten, dezente Handlungsaufforderungen und weiterführende Angebote lassen sich interessierte Leser aber Schritt für Schritt zu einer späteren Conversion führen. Wer früh als hilfreiche, vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen wird, hat bei der späteren Kaufentscheidung einen Vorteil.
Wie finde ich gute Informational Keywords?
Am besten kombiniert man Keyword-Recherche-Tools mit der Analyse echter Suchergebnisse. Werkzeuge wie der Google Keyword Planner, Ahrefs, Semrush, Answer the Public oder die Google Search Console liefern Begriffe und verwandte Fragen. Anschließend prüft man die Suchergebnisseite zum Begriff: Dominieren Ratgeber, Definitionen und Anleitungen, ist die Absicht informational. Auch Featured Snippets und der Kasten mit ähnlichen Fragen, oft People Also Ask genannt, liefern Ideen. Besonders ergiebig sind spezifische Long-Tail-Varianten mit weniger Wettbewerb.
Wie lang sollte ein Artikel für Informational Keywords sein?
Es gibt keine feste oder magische Wortzahl, und die Länge allein ist kein Rankingfaktor. Entscheidend ist, die Frage des Nutzers vollständig und besser als der Wettbewerb zu beantworten. Eine einfache Begriffsklärung darf kurz sein, ein komplexer How-to-Guide ausführlich. Ein guter Anhaltspunkt ist die Analyse der bereits rankenden Top-Ergebnisse zum Ziel-Keyword: Sie zeigen, welche Tiefe Nutzer und Suchmaschine erwarten. Qualität und Relevanz schlagen reine Textlänge.
Welche Content-Formate passen zu Informational Keywords?
Das hängt vom Signalwort ab. Was-ist-Fragen verlangen Definitionsartikel, Wie-Fragen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Begriffe wie Tipps, Liste oder beste eignen sich für Ratgeber mit Aufzählung, und Vergleich oder vs verlangen einen Gegenüberstellungs-Artikel. Daneben sind umfassende Guides für komplexe Themen, FAQ-Seiten für häufige Fragen und Infografiken für visuell darstellbare Abläufe sinnvoll. Wichtig ist, dass das gewählte Format die tatsächliche Erwartung der Nutzer trifft.
Wie wirken sich AI Overviews und Zero-Click auf Informational Keywords aus?
Stark. Google beantwortet viele Wissensfragen heute direkt auf der Suchergebnisseite, über Featured Snippets, den Wissensgraphen und KI-Zusammenfassungen, die seit Mai 2024 als AI Overviews laufen und die frühere Search Generative Experience ablösten. Dadurch entstehen viele Suchen ohne Klick, sogenannte Zero-Click-Suchen, und Platz eins bringt nicht mehr automatisch viel Traffic. Der Wert verschiebt sich: Wichtig wird, in den KI-Antworten zitiert zu werden, echte Tiefe zu bieten, die eine kurze Zusammenfassung nicht ersetzt, und Inhalte mit weiterführenden Seiten zu verknüpfen.
Was sind Long-Tail Informational Keywords?
Long-Tail Informational Keywords sind längere, spezifischere Suchphrasen mit informativer Absicht, etwa wie optimiere ich meine Website für die lokale Suche statt nur SEO. Sie haben in der Regel ein geringeres Suchvolumen, dafür aber weniger Wettbewerb und treffen ein sehr konkretes Bedürfnis. Dadurch lassen sie sich leichter mit passendem Inhalt bedienen und ranken oft schneller als kurze, hart umkämpfte Begriffe. Außerdem passen sie gut zu natürlicher, gesprochener Sprache, wie sie etwa bei der Sprachsuche vorkommt.
Wie oft sollte ich Informational Content aktualisieren?
Wichtige Artikel sollte man regelmäßig auf Aktualität prüfen, in schnelllebigen Bereichen wie Technik, SEO oder Marketing häufiger als bei zeitlosen Evergreen-Themen. Sinnvoll ist es, Statistiken, Beispiele und Screenshots zu aktualisieren, neue Entwicklungen zu ergänzen und die Struktur anhand des Nutzerverhaltens zu verbessern. Nach substanziellen Änderungen kann man das Aktualisierungsdatum anpassen. Veraltete Inhalte verlieren mit der Zeit an Relevanz, während gepflegte Ratgeber ihre Position und ihren Nutzen über Jahre halten können.
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