Dofollow
Ein Dofollow-Link ist der Standardtyp eines Hyperlinks: ein normaler Link ohne das Attribut rel="nofollow", der Suchmaschinen „Link-Autorität“ an die verlinkte Seite weitergeben kann. In diesem Glossar-Eintrag erfahren Sie verständlich, was Dofollow bedeutet, wie es sich technisch und im HTML von Nofollow unterscheidet, welche Rolle solche Links für SEO spielen, woran man hochwertige Links erkennt, wie man sie nachhaltig aufbaut, welche Risiken es gibt – und welche verbreiteten Mythen Sie getrost vergessen können.
Inhaltsverzeichnis
Dofollow auf einen Blick
Der Standard-Link, der Autorität weitergibt.
Was ist ein Dofollow-Link?
Definition
Ein Dofollow-Link ist ein normaler Hyperlink ohne das Attribut rel="nofollow". Er kann „Link-Autorität“ (umgangssprachlich „Link-Juice“) an die verlinkte Seite weitergeben – Suchmaschinen dürfen ihn also als Signal für Relevanz und Vertrauen werten.
Wichtig: „Dofollow“ ist kein echtes HTML-Attribut, sondern bezeichnet schlicht das Fehlen des Nofollow-Attributs. Jeder Link ohne ausdrückliche Gegenanweisung ist automatisch ein Dofollow-Link – das ist der Normalfall im Web.
Technik: Dofollow vs. Nofollow
Der Unterschied zeigt sich direkt im HTML:
<!-- Dofollow (Standard) -->
<a href="https://www.beispiel.de">Ankertext</a>
<!-- Nofollow -->
<a href="https://www.beispiel.de" rel="nofollow">Ankertext</a>Trifft ein Crawler auf einen Dofollow-Link, kann er drei Dinge tun: dem Link folgen und die Zielseite entdecken, einen Teil der Autorität der verlinkenden Seite weitergeben und aus Ankertext und Umfeld Hinweise auf das Thema der Zielseite gewinnen. Wie viel Gewicht ein Link hat, hängt u. a. von Autorität und Relevanz der Quelle, der Position im Inhalt und der Zahl weiterer ausgehender Links ab.
✓ Dofollow
- Kann Link-Autorität weitergeben
- Wird vom Crawler verfolgt
- Kann Rankings der Zielseite unterstützen
- Standard bei Links (kein Attribut nötig)
○ Nofollow
- Soll keine Autorität übertragen
- Wird als Hinweis behandelt (seit 2019)
- Bringt weiterhin Traffic & Sichtbarkeit
- Muss explizit gesetzt werden
Bedeutung für SEO
Links gehören zu den wichtigen Faktoren, mit denen Suchmaschinen Relevanz und Vertrauenswürdigkeit einschätzen – sie wirken wie Empfehlungen. Verlinkt eine vertrauenswürdige, thematisch passende Seite auf einen Inhalt, ist das ein positives Signal. Neben dem SEO-Effekt bringen Dofollow-Links auch direkten Verweis-Traffic: Nutzer folgen ihnen und gelangen auf die Zielseite.
Qualität schlägt Menge: Entscheidend ist nicht die schiere Zahl der Links, sondern ihre Qualität und thematische Relevanz. Ein einzelner Link von einer etablierten, passenden Seite ist meist wertvoller als dutzende Links von schwachen oder themenfremden Quellen.
Vorsicht bei „Domain Authority“ & Co.: Kennzahlen wie Domain Authority (Moz), Domain Rating (Ahrefs) oder Trust Flow (Majestic) versuchen, die Stärke einer Domain zu schätzen – sie sind aber Eigenmetriken der Anbieter und keine offiziellen Google-Ranking-Signale. Sie taugen als grobe Orientierung, nicht als verbindlicher Maßstab. Auch pauschale Zahlen wie „3× bessere Rankings“ oder fixe „Top-3-Faktor“-Listen sind nicht belastbar.
Was einen guten Link ausmacht
🎯 Thematische Relevanz
Ein Link von einer themenverwandten Seite ist wertvoller als einer aus einer fremden Branche.
📍 Kontextuelle Platzierung
Links im Hauptinhalt wiegen mehr als solche in Sidebar, Footer oder Kommentaren.
🔤 Natürlicher Ankertext
Eine gesunde Mischung aus Marken-, generischen und beschreibenden Ankern – nicht ständig dasselbe exakte Keyword.
🏅 Vertrauenswürdige Quelle
Etablierte, redaktionell gepflegte Seiten statt Linkfarmen oder Spam-Verzeichnisse.
Links nachhaltig aufbauen
Am nachhaltigsten entstehen Dofollow-Links durch verlinkenswerte Inhalte, auf die andere freiwillig verweisen („Link-Earning“):
- Eigene Studien & Datenanalysen – werden gern als Quelle zitiert.
- Nützliche Tools & Rechner – bieten echten Mehrwert.
- Ausführliche Guides & anschauliche Grafiken – werden als Ressource geteilt.
- Gastbeiträge auf thematisch passenden Seiten – mit Fokus auf Mehrwert, nicht reine Linkplatzierung.
- Digital PR – Erwähnungen und Links in Online-Medien.
- Broken-Link-Building – eigenen Inhalt als Ersatz für defekte Links anbieten.
Der rote Faden bei allen Methoden: echter Mehrwert statt Manipulation. Links sollten natürlich im Inhalt stehen, thematisch passen und für Leser sinnvoll sein – dann entstehen sie oft von selbst.
Risiken & Fehler
- Minderwertige Quellen: Links von Spam-Seiten, Linkfarmen oder dünnen Verzeichnissen können schaden.
- Gekaufte Links: Der Kauf von Links zur Ranking-Manipulation verstößt gegen Googles Richtlinien.
- Überoptimierung: sehr viele exakte Keyword-Anker oder unnatürlich schneller Linkaufbau. Der Penguin-Algorithmus (seit 2016 im Kern-Algorithmus) richtet sich gegen solche Muster.
- Negative SEO: schädliche Links durch Dritte. Google ignoriert die meisten automatisch; das Disavow-Tool ist nur das letzte Mittel bei eindeutig schädlichen Links.
Tools & WordPress
Zur Link-Analyse dienen die Google Search Console (kostenlos, zeigt verlinkende Seiten), kommerzielle Tools wie Ahrefs, Semrush, Majestic sowie Browser-Erweiterungen, die Dofollow/Nofollow direkt markieren.
In WordPress sind interne und externe Links standardmäßig Dofollow. Über den Block-Editor oder SEO-Plugins (z. B. Rank Math) lassen sich bei Bedarf die Attribute nofollow, sponsored oder ugc setzen. Interne Dofollow-Links sind wichtig, um Linkkraft innerhalb der eigenen Seite zu verteilen und die Struktur verständlich zu machen.
Attribute seit 2019: Neben nofollow kennt Google rel="sponsored" (bezahlte/Affiliate-Links) und rel="ugc" (nutzergenerierte Inhalte wie Kommentare). Google behandelt diese als Hinweise, nicht als strikte Anweisungen. Bezahlte Links sollten als sponsored (oder nofollow) gekennzeichnet und für Leser als Werbung erkennbar sein.
Mythen
- Mythos: „Mehr Links sind immer besser.“ → Realität: Qualität und Relevanz schlagen Quantität.
- Mythos: „Nofollow-Links sind wertlos.“ → Realität: Sie bringen Traffic und Sichtbarkeit; Google behandelt Nofollow zudem als Hinweis.
- Mythos: „Interne Links sind unwichtig.“ → Realität: Sie verteilen Linkkraft und helfen Suchmaschinen, die Struktur zu verstehen.
- Mythos: „Social-Media-Links pushen direkt das Ranking.“ → Realität: Die meisten sind Nofollow; ihr Wert liegt in Reichweite und Traffic, die indirekt zu echten Backlinks führen können.
Fazit
Dofollow-Links sind der Normalfall im Web und ein wichtiger Baustein der Off-Page-SEO – sie wirken wie Empfehlungen und geben Autorität weiter. Entscheidend ist aber nicht die Masse, sondern Qualität, Relevanz und Natürlichkeit. Wer auf verlinkenswerte Inhalte und echte Beziehungen setzt, baut ein gesundes Linkprofil auf, das dauerhaft trägt.
Lassen Sie sich nicht von Drittanbieter-Metriken (DA/DR/TF) oder pauschalen Zahlen blenden: Sie sind Orientierung, kein offizielles Google-Signal. Und kennzeichnen Sie bezahlte Links korrekt – das schützt vor Problemen und schafft Vertrauen.
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Zur SEO AgenturHäufige Fragen zu Dofollow-Links
Was ist ein Dofollow-Link?
Ein Dofollow-Link ist der Standardtyp eines Hyperlinks im Web, bei dem kein Attribut gesetzt ist, das Suchmaschinen anweisen würde, dem Link nicht zu folgen. Im Gegensatz zu Nofollow-Links kann ein Dofollow-Link Link-Autorität, oft Link-Juice genannt, an die verlinkte Seite weitergeben. Suchmaschinen wie Google dürfen solche Links als Signal für Relevanz und Vertrauenswürdigkeit werten. Technisch ist ein Dofollow-Link einfach ein normaler HTML-Link ohne das Attribut rel mit dem Wert nofollow. Jeder Link ohne ausdrückliche Gegenanweisung ist automatisch ein Dofollow-Link.
Was ist der Unterschied zwischen Dofollow und Nofollow?
Dofollow-Links sind Standard-Hyperlinks, die Link-Autorität an die verlinkte Seite weitergeben können und von Suchmaschinen-Crawlern verfolgt werden. Nofollow-Links enthalten dagegen das Attribut rel mit dem Wert nofollow und signalisieren, dass keine Autorität übertragen werden soll. Seit 2019 behandelt Google das Nofollow-Attribut jedoch als Hinweis und nicht mehr als strikte Anweisung. Während Dofollow-Links direkten SEO-Wert haben können, bringen Nofollow-Links vor allem Traffic und Sichtbarkeit. Ein natürliches Linkprofil enthält beide Linktypen in einem gesunden Verhältnis.
Ist Dofollow ein echtes HTML-Attribut?
Nein. Dofollow ist kein tatsächliches HTML-Attribut, sondern bezeichnet lediglich das Fehlen des Nofollow-Attributs. Ein Link wird also nicht durch ein eigenes Dofollow-Attribut zu einem Dofollow-Link, sondern dadurch, dass er schlicht kein rel-Attribut mit dem Wert nofollow trägt. Der Begriff hat sich in der SEO-Community eingebürgert, um Links, die Autorität weitergeben, sprachlich von solchen zu unterscheiden, die das nicht tun. Im HTML-Code findet man also kein rel mit dem Wert dofollow, sondern einfach einen normalen Link ohne entsprechende Einschränkung.
Wie erkenne ich, ob ein Link Dofollow oder Nofollow ist?
Um das zu prüfen, können Sie den Quelltext der Seite ansehen, etwa über das Kontextmenü und die Option zum Anzeigen des Seitenquelltextes. Suchen Sie den betreffenden Link: Ein Nofollow-Link enthält das Attribut rel mit dem Wert nofollow, ein Dofollow-Link hat entweder kein rel-Attribut oder einen anderen Wert. Einfacher geht es mit Browser-Erweiterungen, die Dofollow- und Nofollow-Links direkt auf der Seite farblich markieren. Auch professionelle SEO-Tools wie Ahrefs oder Semrush zeigen bei der Backlink-Analyse an, welche Links als Dofollow gewertet werden.
Wie wichtig sind Dofollow-Links für SEO?
Links gehören zu den wichtigen Faktoren, mit denen Suchmaschinen die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit von Seiten einschätzen, denn sie wirken wie Empfehlungen. Dofollow-Links von vertrauenswürdigen, thematisch passenden Seiten können daher ein positives Signal sein. Entscheidend ist allerdings nicht die schiere Menge, sondern die Qualität und Relevanz der Links. Ein einzelner Link von einer etablierten, themenrelevanten Seite ist meist wertvoller als viele Links von schwachen oder themenfremden Quellen. Zusätzlich bringen Dofollow-Links direkten Verweis-Traffic, da Nutzer ihnen folgen.
Ist die Domain Authority ein offizielles Google-Signal?
Nein. Kennzahlen wie Domain Authority von Moz, Domain Rating von Ahrefs oder Trust Flow von Majestic sind Eigenmetriken der jeweiligen Anbieter und keine offiziellen Ranking-Signale von Google. Sie versuchen, die Stärke einer Domain oder eines Linkprofils zu schätzen, und können als grobe Orientierung dienen, etwa um die Qualität einer potenziellen Linkquelle einzuschätzen. Sie sollten aber nicht mit einem tatsächlichen Google-Faktor verwechselt oder als verbindlicher Erfolgsmaßstab behandelt werden. Für die Bewertung eines Links sind thematische Relevanz und Seriösität der Quelle aussagekräftiger als eine einzelne Drittanbieter-Zahl.
Wie baue ich hochwertige Dofollow-Links auf?
Am nachhaltigsten entstehen Dofollow-Links durch verlinkenswerte Inhalte, auf die andere freiwillig verweisen, oft Link-Earning genannt. Gut funktionieren eigene Studien und Datenanalysen, nützliche Tools und Rechner, ausführliche Anleitungen sowie anschauliche Grafiken. Weitere bewährte Methoden sind hochwertige Gastbeiträge auf thematisch passenden Seiten, Digital PR und Medienarbeit sowie Broken-Link-Building, bei dem man eigene Inhalte als Ersatz für defekte Links anbietet. Wichtig ist bei allen Methoden, dass der Fokus auf echtem Mehrwert liegt und die Links natürlich im Inhalt stehen, thematisch passen und für Leser sinnvoll sind.
Wie viele Dofollow-Backlinks brauche ich für gute Rankings?
Es gibt keine feste Zahl, da Qualität deutlich wichtiger ist als Quantität. Eine Seite mit wenigen hochwertigen, relevanten Backlinks von vertrauenswürdigen Domains kann besser ranken als eine Seite mit sehr vielen minderwertigen Links. Wie viele Links sinnvoll sind, hängt stark von der Konkurrenz für die jeweiligen Suchbegriffe ab. Eine Analyse der bereits gut platzierten Seiten mit entsprechenden Tools kann einen groben Anhaltspunkt liefern. Sinnvoller als das Zählen von Links ist es jedoch, kontinuierlich qualitativ hochwertige, thematisch relevante Links von seriösen Quellen aufzubauen.
Kann ich für Dofollow-Links abgestraft werden?
Bestraft wird nicht der Dofollow-Link an sich, sondern die Art, wie er erworben wurde. Probleme entstehen vor allem durch manipulative Praktiken wie den Kauf von Links zur Ranking-Beeinflussung, die Teilnahme an Linknetzwerken, exzessiven Linktausch oder automatisch erzeugte Links. Auch ein überoptimiertes Ankertext-Profil oder ein unnatürlich schneller Linkaufbau können zu algorithmischen Abwertungen führen, etwa durch den Penguin-Algorithmus. Natürlich verdiente Dofollow-Links von hochwertigen, relevanten Seiten sind dagegen erwünscht und unproblematisch. Bezahlte Links sollten als sponsored oder nofollow gekennzeichnet werden.
Sind Dofollow-Links von Social Media wertvoll für SEO?
Die meisten großen Social-Media-Plattformen versehen ausgehende Links automatisch mit dem Nofollow-Attribut, sodass solche Links keinen direkten Effekt im Sinne einer Autoritätsübertragung haben. Ihr Wert liegt eher in den indirekten Vorteilen: Sie erzeugen Traffic, erhöhen die Sichtbarkeit und Markenbekanntheit und können so dazu beitragen, dass andere Websites einen Inhalt entdecken und freiwillig mit einem echten Dofollow-Link darauf verweisen. Der eigentliche SEO-Nutzen von Social Media entsteht also vor allem über die Reichweite, die mittelbar zu natürlichen Backlinks führen kann.
Was bedeuten die Attribute sponsored und ugc?
Seit 2019 kennt Google neben dem Attribut nofollow zwei weitere Werte für das rel-Attribut. Der Wert sponsored kennzeichnet bezahlte oder gesponserte Links, einschließlich Affiliate-Links. Der Wert ugc steht für User Generated Content und ist für Links in nutzergenerierten Bereichen gedacht, etwa in Kommentaren oder Foren. Diese Attribute geben Google zusätzlichen Kontext über die Natur eines Links. Google behandelt sie, ebenso wie nofollow, als Hinweise und nicht als strikte Anweisungen. Bezahlte Links sollten entsprechend gekennzeichnet und zusätzlich für Leser klar als Werbung erkennbar sein.
Sind interne Links auch Dofollow?
Ja, interne Links sind standardmäßig Dofollow, sofern nicht ausdrücklich ein Nofollow-Attribut gesetzt wird. In vielen Content-Management-Systemen wie WordPress werden sowohl interne als auch externe Links automatisch als Dofollow erstellt. Interne Dofollow-Links sind wichtig, weil sie helfen, die Linkkraft innerhalb der eigenen Website zu verteilen und Suchmaschinen die Struktur und die Bedeutung einzelner Seiten verständlich zu machen. Eine durchdachte interne Verlinkung mit beschreibenden Ankertexten unterstützt daher sowohl die Orientierung der Nutzer als auch die Bewertung der Seiten durch Suchmaschinen.
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