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Domain Authority

Die Domain Authority (DA) gehört zu den bekanntesten Kennzahlen der SEO-Branche – und zu den am häufigsten missverstandenen. Sie verspricht, die „Stärke“ einer Website auf einer Skala von 1 bis 100 abzubilden. Doch was steckt wirklich dahinter, wer hat sie erfunden, und ist sie überhaupt ein Google-Rankingfaktor? Dieser Glossar-Artikel erklärt verständlich, was die Domain Authority ist, wie sie berechnet wird, was die Score-Bereiche bedeuten, wie sie sich von anderen Metriken und von Googles PageRank unterscheidet, wie du sie sinnvoll verbesserst – und räumt mit den häufigsten Mythen auf.

Domain Authority auf einen Blick

Eine Moz-Metrik für die Ranking-Wahrscheinlichkeit – kein Google-Faktor.

Moz-Metrik
Drittanbieter, nicht Google
Skala 1–100
logarithmisch
Korrelation
kein direkter Rankingfaktor

Was ist Domain Authority?

Definition

Domain Authority (DA) ist eine von Moz entwickelte Metrik, die auf einer Skala von 1 bis 100 vorhersagt, wie wahrscheinlich eine Website in den Suchergebnissen rankt. Sie basiert vor allem auf dem Backlink-Profil. Je höher der Score, desto größer ist theoretisch die Chance auf gute Rankings.

Das Wichtigste zuerst: Die Domain Authority ist kein offizieller Google-Rankingfaktor. Google hat mehrfach bestätigt, keinen solchen „Website-Autoritäts-Score“ im Ranking zu verwenden. DA ist eine Drittanbieter-Metrik – nützlich für Vergleiche und Wettbewerbsanalysen, aber kein Wert, den Google kennt oder nutzt.

Dennoch korreliert ein hoher DA-Wert oft mit guten Rankings – weil die zugrundeliegenden Faktoren (vor allem hochwertige Backlinks) auch für Google relevant sind. Entwickelt wurde die Metrik von Moz (2004 als SEOmoz gegründet); die DA etablierte sich gegen Ende der 2000er Jahre als eine der ersten standardisierten SEO-Kennzahlen. Ein wichtiger Meilenstein war Domain Authority 2.0 am 5. März 2019: Seitdem berechnet ein Machine-Learning-Modell mit neuronalem Netz den Score anhand von über 40 link-bezogenen Faktoren.

Wie wird die DA berechnet?

Moz legt die genaue Formel nicht vollständig offen, aber die wichtigsten Faktoren sind bekannt:

🔗 Backlink-Profil

Anzahl und Qualität eingehender Links bilden die Grundlage. Besonders wertvoll: Links von Domains mit hoher eigener Authority.

🌐 Root Domains

Die Anzahl einzigartiger verweisender Domains zählt mehr als die Gesamtzahl der Links. 100 Links von einer Domain wiegen weniger als je ein Link von 100 Domains.

⚡ Link-Qualität & Relevanz

Thematisch passende Links von autoritativen Seiten haben mehr Gewicht als unspezifische oder irrelevante Links.

Ältere Moz-Kennzahlen wie MozRank (Link-Popularität) und MozTrust (Vertrauenswürdigkeit) spielten historisch eine Rolle, stehen heute aber weniger im Vordergrund.

Die logarithmische Skala

Ein zentrales Merkmal der DA ist ihre logarithmische Natur: Von DA 20 auf 30 zu kommen ist deutlich leichter als von 70 auf 80. Je höher der Score, desto mehr Aufwand kostet jeder weitere Punkt.

Die logarithmische Skala der Domain Authority Eine ansteigende Kurve zeigt den Aufwand für DA-Punkte. Im unteren Bereich, etwa von DA 20 auf 30, ist die Kurve flach, der Fortschritt also leicht. Im oberen Bereich, etwa von DA 70 auf 80, wird die Kurve sehr steil, jeder weitere Punkt erfordert also deutlich mehr Aufwand. DA-Score → Aufwand → 20→30 leicht 70→80 sehr schwer
Je höher der DA-Score bereits ist, desto unverhältnismäßig mehr Aufwand kostet jeder zusätzliche Punkt.

Score-Bereiche & Bedeutung

DA-BereichEinordnungTypisch für
1–20Sehr niedrigneue Websites, wenige Backlinks
21–40Niedrigetablierte Seiten, lokale Unternehmen
41–60Mittel/gutsolide Websites, Branchen-Blogs
61–80Hochstarke, bekannte Marken
81–100Sehr hochgroße Medien, Wikipedia, globale Plattformen

Relativ statt absolut: DA ist eine vergleichende Metrik. Aussagekräftig wird der Wert vor allem im Vergleich mit deinen direkten Wettbewerbern in derselben Nische – nicht als universeller Maßstab. Ein kleiner Nischen-Blog wird kaum DA 90 erreichen, kann in seinem Bereich aber sehr erfolgreich sein.

DA vs. andere Metriken

Domain Authority ist nicht die einzige Autoritäts-Kennzahl. Alle stammen von Drittanbietern und sind keine Google-Rankingfaktoren:

Authority-Metriken verschiedener SEO-Tools im Vergleich Vier Autoritäts-Metriken nebeneinander. Domain Authority von Moz mit Skala 1 bis 100 und Fokus auf Ranking-Wahrscheinlichkeit. Domain Rating von Ahrefs mit Skala 0 bis 100 und Fokus auf das Backlink-Profil. Authority Score von Semrush mit Skala 0 bis 100 und ganzheitlichem Ansatz inklusive Traffic. Trust Flow und Citation Flow von Majestic, die Qualität und Quantität der Links getrennt messen. DA · MozSkala 1–100Ranking-Wahrscheinlichkeit DR · AhrefsSkala 0–100nur Backlink-Profil AS · SemrushSkala 0–100ganzheitlich(inkl. Traffic) TF/CFMajesticTrust Flow =Qualität,Citation = Menge
Vier verbreitete Autoritäts-Metriken – jede mit eigenem Fokus, alle von Drittanbietern.

Daneben gibt es von Moz die Page Authority (PA): Während die DA die gesamte Domain bewertet, misst die PA die Ranking-Stärke einzelner Seiten. Eine einzelne Seite kann eine höhere PA haben als die DA der Domain, wenn sie besonders viele starke Backlinks erhält.

DA vs. PageRank

Die DA ist vom ursprünglichen PageRank-Konzept inspiriert, aber grundlegend verschieden:

AspektDomain Authority (Moz)PageRank (Google)
EntwicklerMoz (Drittanbieter)Google (offiziell)
Öffentlich sichtbarja, jederzeit abrufbarnein, Toolbar 2016 eingestellt
Rankingfaktornein, nur Korrelationintern Teil des Algorithmus
GrundlageMoz-Link-IndexGoogle-Index
HauptzweckWettbewerbsanalyse, Prognoseinterne Ranking-Berechnung

Domain Authority verbessern

Da die DA das Backlink-Profil und die SEO-Stärke abbildet, lässt sie sich nur langfristig und über Umwege steigern. Der wichtigste Hebel ist hochwertiges Linkbuilding – mit klarem Fokus auf Qualität statt Quantität.

✓ Sinnvoll

  • hochwertige Inhalte, die natürlich verlinkt werden
  • digitale PR & teilbare Assets (Studien, Tools)
  • Gastbeiträge auf thematisch relevanten Seiten
  • defekte Links durch eigenen Content ersetzen
  • sauberes technisches SEO & interne Verlinkung

✕ Vermeiden

  • gekaufte Links, Link-Farmen, PBNs
  • exzessiver reziproker Linktausch
  • Kommentar- & Forum-Spam
  • irrelevante Verzeichnis-Links
  • überoptimierte Keyword-Anchor-Texte

Mythos „toxische Links“ & Disavow: Google ignoriert die meisten Spam-Links heute automatisch und wertet sie ab, statt die Seite zu bestrafen (seit Penguin 4.0, 2016, Teil des Core-Algorithmus). Ein Disavow-File ist nur in seltenen Fällen nötig – und es verändert die Moz-DA ohnehin nicht, weil Moz dein Google-Disavow-File gar nicht kennt. „Negative SEO“ wird häufig überschätzt.

Mythen & häufige Fehler

❌ „Höhere DA = bessere Rankings“

DA ist eine Korrelations-, keine Kausal-Metrik. Ein Nischen-Blog (DA 35) kann ein großes Portal (DA 75) bei seinen Themen übertreffen.

❌ „DA mit gekauften Links pushen“

Kurzfristig vielleicht – langfristig schadet es. Manipulative Praktiken werden zunehmend erkannt und entwertet.

❌ „Neue Sites können keine DA aufbauen“

Doch – mit Geduld, Qualität und Konsistenz. Es dauert nur länger.

❌ „Social Signals erhöhen die DA“

Nicht direkt. Die meisten Social-Links sind nofollow; Wirkung höchstens indirekt über mehr Sichtbarkeit.

DA & Google-Updates richtig einordnen: Die Domain Authority reagiert nur indirekt und verzögert auf Google-Updates, weil sie eine eigenständige Moz-Metrik ist. Bekannte Entwicklungen wie das Page-Experience-Update mit den Core Web Vitals (2021), das Helpful Content Update (2022, später ins Core-System integriert) oder die Betonung von E-E-A-T zielen auf Qualität – und beeinflussen die DA bestenfalls mittelbar über das Backlink-Profil.

Der häufigste Fehler ist, die DA als alleinige Erfolgskennzahl zu sehen. Eine hohe DA garantiert weder Traffic noch Conversions. Betrachte sie als einen Indikator neben organischem Traffic, tatsächlichen Rankings für wichtige Keywords und echten Business-Zielen.

Fazit

Die Domain Authority bleibt ein praktischer Richtwert, um die Linkstärke von Websites zu vergleichen und Wettbewerber einzuschätzen. Entscheidend ist, sie richtig zu verstehen: Sie ist eine Moz-Prognose, kein Google-Rankingfaktor, logarithmisch skaliert und nur relativ aussagekräftig. Verbessern lässt sie sich nicht direkt, sondern als Folge guter SEO-Arbeit – hochwertige Inhalte, die natürlich Backlinks anziehen, plus sauberes technisches SEO.

Wer sich auf die Fundamente konzentriert (Content, relevante Links, Technik, Nutzererlebnis), wird seine DA als natürliche Konsequenz steigen sehen – ohne Abkürzungen und ohne den Mythen hinterherzulaufen. Am Ende zählt nicht der Score selbst, sondern ob deine Website wertvollen Traffic, Sichtbarkeit und echten Geschäftserfolg bringt.

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Häufig gestellte Fragen zur Domain Authority

Was ist Domain Authority einfach erklärt?

Domain Authority, kurz DA, ist eine von Moz entwickelte Metrik, die auf einer Skala von 1 bis 100 vorhersagt, wie wahrscheinlich eine Website in den Suchergebnissen rankt. Je höher der Wert, desto größer ist theoretisch die Chance auf gute Rankings. Die DA basiert vor allem auf dem Backlink-Profil einer Website, also auf der Anzahl und Qualität der eingehenden Links, sowie auf weiteren Signalen. Sie wurde geschaffen, um die Stärke einer Domain mit einer einzigen Zahl vergleichbar zu machen. Ganz wichtig ist dabei: Die Domain Authority ist kein offizieller Google-Rankingfaktor, sondern eine Kennzahl eines Drittanbieters. Google verwendet sie nicht in seinem Algorithmus. Dennoch korreliert ein hoher DA-Wert oft mit guten Rankings, weil die zugrundeliegenden Faktoren, vor allem hochwertige Backlinks, auch für Google wichtig sind. DA eignet sich daher gut für Vergleiche und Wettbewerbsanalysen, sollte aber nicht als alleiniges Ziel betrachtet werden.

Ist Domain Authority ein Google-Rankingfaktor?

Nein, Domain Authority ist kein Google-Rankingfaktor. Das ist einer der wichtigsten Punkte, die man über diese Kennzahl wissen muss. Google hat mehrfach und ausdrücklich bestätigt, keinen solchen allgemeinen Website-Autoritäts-Score in seinem Ranking-Algorithmus zu verwenden. Die Domain Authority ist eine proprietäre Metrik des SEO-Tool-Anbieters Moz, also eines Drittanbieters, und Google kennt oder nutzt diesen Wert nicht. Trotzdem hält sich hartnäckig der Eindruck, eine hohe DA führe direkt zu besseren Platzierungen. Tatsächlich besteht lediglich eine Korrelation: Websites mit hoher DA ranken oft gut, weil die Faktoren, die in die DA einfließen, insbesondere ein starkes Backlink-Profil und gute Inhalte, auch für Googles eigene Bewertung relevant sind. Man sollte die DA daher als Indikator und Benchmarking-Werkzeug verstehen, nicht als direkten Optimierungshebel. Wer sich auf die echten SEO-Grundlagen konzentriert, verbessert die DA automatisch mit.

Wer hat die Domain Authority entwickelt und seit wann gibt es sie?

Die Domain Authority wurde vom SEO-Tool-Anbieter Moz entwickelt, der 2004 unter dem Namen SEOmoz gegründet wurde. Die DA-Metrik selbst etablierte sich gegen Ende der 2000er Jahre, als Moz einen eigenen Link-Index aufbaute. Sie war eine der ersten standardisierten Autoritäts-Metriken der SEO-Branche und orientierte sich konzeptionell am ursprünglichen PageRank von Google, der die Bedeutung einer Seite anhand von Backlinks bewertete. Über die Jahre hat Moz den Algorithmus mehrfach überarbeitet. Der wichtigste Meilenstein war die Einführung von Domain Authority 2.0 am 5. März 2019. Mit diesem Update stellte Moz die Berechnung auf ein Machine-Learning-Modell mit einem neuronalen Netzwerk um, das über vierzig link-bezogene Faktoren berücksichtigt und die Ranking-Wahrscheinlichkeit genauer vorhersagen soll. Bei der Umstellung auf DA 2.0 verschoben sich viele Werte spürbar. Heute ist Moz DA eine von mehreren konkurrierenden Autoritäts-Metriken am Markt.

Wie wird die Domain Authority berechnet?

Die genaue Formel legt Moz nicht vollständig offen, aber die wichtigsten Einflussfaktoren sind bekannt. Den größten Einfluss hat das Backlink-Profil, also die Anzahl und Qualität der eingehenden Links. Besonders entscheidend ist die Anzahl einzigartiger verweisender Domains, der sogenannten Root Domains oder Referring Domains. Dabei gilt: Ein Link von hundert verschiedenen Domains ist deutlich wertvoller als hundert Links von einer einzigen Domain. Auch die Qualität und thematische Relevanz der verlinkenden Seiten zählen, denn Links von autoritativen, themenverwandten Websites haben mehr Gewicht. Ältere Moz-Kennzahlen wie MozRank, der die Link-Popularität misst, und MozTrust, der die Vertrauenswürdigkeit bewertet, spielten historisch eine Rolle, stehen heute aber weniger im Vordergrund. Moz nutzt für die DA ein Machine-Learning-Modell, das laufend trainiert wird. Ein zentrales Merkmal ist die logarithmische Skala, weshalb höhere Werte immer schwerer zu erreichen sind.

Was ist ein guter Domain Authority Score?

Was als guter DA-Score gilt, ist relativ und hängt stark von der Branche und den Wettbewerbern ab. Als grobe Orientierung gilt: Werte von 1 bis 20 sind sehr niedrig und typisch für neue Websites mit wenigen Backlinks. Werte von 21 bis 40 sind niedrig bis durchschnittlich und kennzeichnen etablierte kleinere Seiten oder lokale Unternehmen. Werte von 41 bis 60 gelten als gut und zeigen eine solide Online-Präsenz, etwa bei Branchen-Blogs. Werte von 61 bis 80 sind hoch und typisch für starke, bekannte Marken. Werte von 81 bis 100 sind sehr hoch und meist großen Medienportalen, Wikipedia oder globalen Plattformen vorbehalten. Viel wichtiger als der absolute Wert ist jedoch der Vergleich mit den direkten Wettbewerbern in der eigenen Nische, denn DA ist eine relative Metrik. Ein kleiner Nischen-Blog mit moderater DA kann in seinem Bereich sehr erfolgreich sein, ohne jemals an die Werte großer Portale heranzureichen.

Wie kann ich meine Domain Authority verbessern?

Die Domain Authority lässt sich nur langfristig und über Umwege verbessern, da sie das Backlink-Profil und die allgemeine SEO-Stärke abbildet. Der wichtigste Hebel ist hochwertiges Linkbuilding, wobei Qualität klar vor Quantität geht. Ein einziger Link von einer starken, thematisch passenden Website ist mehr wert als viele Links von schwachen oder irrelevanten Seiten. Bewährte Methoden sind das Erstellen exzellenter Inhalte, die auf natürliche Weise verlinkt werden, digitale PR mit teilbaren Assets wie Studien oder Tools, Gastbeiträge auf relevanten Seiten sowie das Ersetzen defekter Links durch eigene Inhalte. Ergänzend unterstützen hochwertiger Content und sauberes technisches SEO indirekt, weil sie helfen, Links zu gewinnen und zu halten. Vermeiden sollte man gekaufte Links, Linktausch im großen Stil, Kommentar-Spam und überoptimierte Anchor-Texte. Wichtig ist Geduld: Erste sichtbare Verbesserungen brauchen in der Regel viele Monate kontinuierlicher Arbeit, echte Sprünge oft ein bis mehrere Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen Domain Authority und PageRank?

Domain Authority und PageRank werden oft verwechselt, weil die DA vom PageRank-Konzept inspiriert wurde, doch es gibt grundlegende Unterschiede. PageRank ist eine von Google selbst entwickelte Kennzahl, die Teil des internen Ranking-Algorithmus war und die Bedeutung einer Seite anhand der Backlinks bewertete. Die öffentliche PageRank-Anzeige in der Google Toolbar wurde 2016 eingestellt, sodass der Wert für SEOs nicht mehr sichtbar ist. Die Domain Authority dagegen ist eine Metrik des Drittanbieters Moz, jederzeit öffentlich abrufbar, aber kein Bestandteil von Googles Algorithmus und damit kein Rankingfaktor. Während PageRank intern der Ranking-Berechnung diente, ist die DA vor allem ein Werkzeug für Wettbewerbsanalyse und Prognose. PageRank basierte auf dem kompletten Google-Index, die DA auf dem Link-Index von Moz. Vereinfacht gesagt: PageRank war Googles internes Maß, die DA ist eine externe Schätzung der Ranking-Stärke, die niemand außer Moz tatsächlich für Rankings verwendet.

Kann meine Domain Authority sinken und warum?

Ja, die Domain Authority kann sinken, und das hat verschiedene mögliche Ursachen. Erstens kann Moz seinen Algorithmus ändern und die Berechnungsmethode anpassen, was zu Schwankungen führt. Ein bekanntes Beispiel war die Umstellung auf Domain Authority 2.0 im Jahr 2019, bei der sich viele Werte deutlich verschoben. Zweitens senkt der Verlust hochwertiger Backlinks die DA, etwa wenn verlinkende Seiten gelöscht werden oder Links verschwinden. Drittens ist die DA eine relative Metrik: Wenn Wettbewerber schneller hochwertige Links aufbauen, kann die eigene DA im Vergleich zurückfallen, selbst wenn sich am eigenen Profil nichts verschlechtert hat. Viertens kann eine längere Inaktivität bei Inhalten und Linkaufbau dazu führen, dass die relative Stärke abnimmt. Wichtig ist die richtige Einordnung: Ein DA-Rückgang ist nicht automatisch ein Problem. Wenn die tatsächlichen Google-Rankings und der Traffic stabil bleiben, handelt es sich oft nur um eine Anpassung der Moz-Berechnung und nicht um einen echten Sichtbarkeitsverlust.

Welche Tools zeigen die Domain Authority an?

Mehrere SEO-Tools zeigen Autoritäts-Metriken an, wobei die Domain Authority selbst eine Moz-Kennzahl ist. Das Original-Werkzeug ist der Moz Link Explorer, der die genauesten DA-Werte sowie Backlink-Daten, Spam Score und historische Entwicklungen liefert und ein kostenloses Kontingent an Abfragen bietet, darüber hinaus kostenpflichtige Pläne. Die MozBar ist eine Browser-Erweiterung für Chrome und Firefox, die DA und PA direkt in den Suchergebnissen einblendet und sich für schnelle Wettbewerbsanalysen eignet. Andere große Tools nutzen eigene, vergleichbare Metriken: Ahrefs zeigt das Domain Rating, Semrush den Authority Score und Majestic die Werte Trust Flow und Citation Flow. Diese sind nicht identisch mit der Moz-DA, verfolgen aber ein ähnliches Ziel. Auch verschiedene kostenlose Online-Checker greifen teils auf die Moz-Daten zu, arbeiten aber mitunter mit veralteten Werten. Da sich Funktionsumfang und Preise der Tools regelmäßig ändern, lohnt sich vor einer Entscheidung ein Blick auf die jeweils aktuellen Konditionen.

Was ist der Unterschied zwischen Domain Authority und Page Authority?

Domain Authority und Page Authority sind zwei verwandte Metriken von Moz, die auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen. Die Domain Authority bewertet die gesamte Domain, also die Ranking-Stärke der kompletten Website. Die Page Authority, kurz PA, misst dagegen die Ranking-Stärke einer einzelnen Seite beziehungsweise URL. Beide werden nach einer ähnlichen Methodik auf einer logarithmischen Skala von 1 bis 100 berechnet, nur eben auf verschiedenen Ebenen. Interessant ist, dass eine einzelne Seite eine höhere PA haben kann als die DA der gesamten Domain, wenn diese Seite besonders viele hochwertige Backlinks erhält. Umgekehrt profitieren neue Unterseiten von einer hohen Domain Authority, weil interne Verlinkung Stärke weitergibt und sie dadurch tendenziell leichter ranken. In der Praxis ist die PA besonders nützlich, um die Stärke einzelner Artikel oder Landingpages zu beurteilen, während die DA eher die langfristige Gesamtautorität und Markenstärke einer Website widerspiegelt. Beide ergänzen sich daher sinnvoll.

Sollte ich schädliche Backlinks per Disavow entfernen, um die DA zu schützen?

In den allermeisten Fällen ist das nicht nötig, und hier gibt es ein verbreitetes Missverständnis. Google ignoriert die meisten Spam- und minderwertigen Links heute automatisch und wertet sie einfach ab, statt die betroffene Website dafür zu bestrafen. Das ist seit dem Penguin-Update 4.0 aus dem Jahr 2016 Teil des Kern-Algorithmus. Das Disavow-Tool, mit dem man Google bestimmte Links zum Ignorieren meldet, ist daher nur in seltenen Ausnahmefällen sinnvoll, etwa bei einer manuellen Maßnahme oder bei nachweislich selbst aufgebauten unnatürlichen Links. Besonders wichtig zu verstehen: Ein Disavow-File beeinflusst die Moz Domain Authority überhaupt nicht, weil Moz dieses bei Google hochgeladene File gar nicht kennt und es nicht in seine Berechnung einfließt. Auch das oft beschworene Risiko durch Negative SEO, also das absichtliche Setzen schädlicher Links durch Konkurrenten, wird in der Praxis meist überschätzt, da Google solche Links in der Regel zuverlässig erkennt und ignoriert. Statt Energie in das Entwerten von Links zu stecken, ist der Aufbau eines starken, natürlichen Profils sinnvoller.

Beeinflussen Google-Updates die Domain Authority?

Google-Updates beeinflussen die Domain Authority nur indirekt und meist verzögert, weil die DA eine eigenständige Metrik von Moz ist und nicht von Google berechnet wird. Google-Updates verändern, wie Google selbst Websites bewertet und in den Suchergebnissen platziert. Die DA hingegen wird von Moz auf Basis des eigenen Link-Index ermittelt. Eine direkte, unmittelbare Kopplung gibt es daher nicht. Allerdings können Google-Updates mittelbar wirken: Verliert eine Website durch ein Update an Sichtbarkeit und Traffic, gewinnt sie womöglich weniger natürliche Backlinks, was sich langfristig auch auf die DA auswirken kann. Bekannte Entwicklungen wie das Page-Experience-Update mit den Core Web Vitals aus dem Jahr 2021, das Helpful Content Update von 2022, das später in das Kern-Ranking-System integriert wurde, sowie die zunehmende Betonung von Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, kurz E-E-A-T, zielen alle auf hochwertige, hilfreiche Inhalte. Wer solche Inhalte bietet, zieht eher natürliche Links an, was sich indirekt positiv auf die Domain Authority auswirken kann.

Letzte Bearbeitung am Montag, 8. Juni 2026 – 19:20 Uhr von Alex, Webmaster für Google und Bing SEO .

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