Heatmap Eine Heatmap stellt das Verhalten vieler Besucher auf einer Seite grafisch dar – wo geklickt, wie weit gescrollt und wo der Mauszeiger bewegt wurde. Sie eignet sich, um Auffälligkeiten zu finden, die in Zahlen nicht sichtbar werden: Klicks auf nicht klickbare Elemente, übersehene Schaltflächen, Abbruch an einer bestimmten Stelle.
Kurz-Fakten
Zeigt Muster, keine Ursachen
Braucht ausreichende Fallzahlen, sonst zeigt sie Zufall
Mausbewegungen sind nur ein schwacher Hinweis auf Blickverlauf
Erhebung ist personenbezogen und damit einwilligungspflichtig
Einordnung für die Praxis
Der ergiebigste Befund sind Klicks auf Dinge, die nicht klickbar sind. Sie zeigen eine Erwartung, die die Seite nicht erfüllt – ein Bild, das nach einem Verweis aussieht, eine Überschrift, hinter der Nutzer mehr vermuten. Jeder solche Punkt ist ein konkreter Verbesserungshinweis.
Vorsicht bei Mausbewegungen: Der oft behauptete Zusammenhang zwischen Zeiger und Blick ist schwach. Klick- und Scrolldaten sind belastbarer, weil sie tatsächliche Handlungen abbilden.
Inhaber von SEO NW in Bertingen, seit 2012 in der Suchmaschinenoptimierung. Betreut Websites für Google und Bing, Schwerpunkte technisches SEO, strukturierte Daten und die Frage, unter welchen Bedingungen Sprachmodelle einen Inhalt übernehmen. Schreibt und prüft die Einträge dieses Glossars.